Route der Industriekultur Rhein-Main
Die Route der Industriekultur Rhein-Main ist ein Projekt, Denkmäler der Industriegeschichte im Rhein-Main-Gebiet zu erschließen. Einer der maßgeblichen Initiatoren dieses Projekts ist der Rüsselsheimer Museumskurator Peter Schirmbeck. Das Projekt Route der Industriekultur Rhein-Main wird durch die KulturRegion Frankfurt RheinMain gGmbH geleitet.
Die Industrieroute ist Teil des EU-Projekts Nachhaltige und zugängliche Stadtlandschaften (Sustainable and Accessible Urban Landscapes).
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Veranstaltungen[Bearbeiten]
Tage der Industriekultur Rhein-Main[Bearbeiten]
In der letzten Sommerferienwoche von Hessen und Rheinland-Pfalz finden die so genannten Tage der Industriekultur Rhein-Main, seit 2003 statt.[1] In jedem Jahr gibt es ein bestimmtes Fokusthema, diese waren bisher:
- 2003 (24. August): Von Aschaffenburg bis Mainz – Fahrt mit der historischer Eisenbahn / Schiffstour auf dem Main / Radtouren durch die Region / Führungen und Besichtigungen; ca. 40 Veranstaltungen mit knapp 3000 Besuchern
- 2004 (15. bis 18. Juli): ca. 60 Veranstaltungen mit knapp 3500 Besuchern
- 2005 (14. bis 17. Juli): ca. 130 Veranstaltungen mit ca. 7000 Besuchern
- 2006 (24. bis 27. August): Großer Bahnhof für die Route der Industriekultur Rhein-Main – Bahnhöfe: Tor zur Stadt, Tor zur Region
- 2007 (16. bis 19. August): Nahrungsmittelindustrie – Essen und Trinken
- 2008 (29. Juli bis 3. August): Energie
- 2009 (18. bis 23. August 2009): Flug-/Hafen
- 2010 (10. bis 15. August 2010): Automatisierung – Mensch und Maschine
- 2011 (2. bis 7. August 2011): Hier stimmt die Chemie!
- 2012 (7. bis 12. August 2012): Unterwegs in die Zukunft!
Routenbeschreibung[Bearbeiten]
Die Route besteht aus mehreren Teilrouten und ist bisher keine klassische Ferienstraße. Als gemeinsames verbindendes Element können die beiden Namensgebenden Flüsse Rhein und Main genommen werden, an dem der Großteil der Teilnehmenden Städte liegt. Abseits der beiden Flüsse gibt es noch Teilrouten, die aber auch noch zur Rhen-Main-Region gehören.
Am Rhein gibt es Industriedenkmäler in Bingen und Mainz den beiden einzigen rheinland-pfälzischen Orten der Route. Mit Wiesbaden wechselt das Bundesland nach Hessen und der Fluss wechselt zum Main und es geht zur Mainspitze nach Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg, vorbei an dem Streckenabschnitt Hessischer Unterer Main der die Städte Hochheim am Main, Flörsheim am Main, Raunheim und Kelsterbach enthält. Rüsselsheim und Hattersheim haben wieder eine eigene Route bevor es mehrere Strecken in Frankfurt gibt.
Hinter Offenbach und Hanau folgt der Abschnitt Hessischer Oberer Main mit Maintal, Mühlheim am Main, Hainburg, Großkrotzenburg, Seligenstadt und Mainhausen. Hier wird die Landesgrenze nach Bayern überschritten und es geht in Aschaffenburg über den Bayerischen Untermain nach Miltenberg weiter.
Abseits der Flüsse gibt es Routen in Bad Homburg, Bad Nauheim, Bad Vilbel, Darmstadt, Friedberg, Friedrichsdorf sowie im Main-Taunus-Kreis mit den Städten Hofheim am Taunus und Kelkheim, Eppstein und Kriftel.
Gesellschafter und Lokale Routen[Bearbeiten]
Die Gesellschafter sind hauptsächlich die an der Route liegenden Städte und Gemeindeverbände, zusammen mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain fand am 21. Dezember 2005 die Gründung statt. In der Zwischenzeit sind einige weitere Gemeinen hinzugekommen.[2]
Literatur[Bearbeiten]
- Schirmbeck, Peter (Hrsg.): Route der Industriekultur. 40 Stationen zwischen Bingen und Aschaffenburg, Frankfurt am Main, Nest Verlag 2003, 104 S., 40 s/w Fotos, ISBN 3-925850-47-3
- Bebenburg, Sabine von (Projektleitung): Route der Industriekultur Rhein-Main, hrsg. von «KulturRegion Frankfurt RheinMain», Frankfurt am Main, Societäts-Verlag 2006, 158 S., zahlr. Farbabb., ISBN 3-7973-0960-0
- Kulturregion RheinMain (Hg.): Route der Industriekultur, Identität und Wandel, Band 2, CoCon-Verlag, Hanau 2009, ISBN 978-3-937774-70-1, 240 Seiten, Broschur, mit über 300 Abbildungen
Filme[Bearbeiten]
- Bilderbuch Deutschland: Zwischen Gestern und Morgen. Die Route der Industriekultur Rhein-Main. Dokumentation, 43 Min., ein Film von Günter Pütz, Produktion: hr, Erstsendung: Sonntag, 8. August 2004 (Inhaltsangabe des hr)
bestellbar unter: Günter Pütz: Bilderbuch Deutschland: Die Route der Industriekultur Rhein-Main, 2004, ISBN 3-89844-125-3 (VHS-Videokassette des hr)
Siehe auch[Bearbeiten]
- Industriearchitektur
- Route der Industriekultur im Ruhrgebiet
- Mitteldeutsche Straße der Braunkohle
- Industriestraße Saar-Lor-Lux
Weblinks[Bearbeiten]
- Route der Industriekultur Rhein-Main
- www.mo-nu-mente.de: Fotografien zur Route der Industriekultur Rhein-Main
- Neue Wege zur alten Industriekultur Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 27. November 2006
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Sabine von Bebenburg: Die Tage der Route der Industriekultur Rhein-Main; in: Route der Industriekultur Rhein-Main; Societäts-Verlag 2006 ISBN 3-7973-0960-0; S. 30
- ↑ Gesellschafter der Route. Online im Internet: 8. August 2012
Rheinaufwärts:
Bingen am Rhein | Mainz | Wiesbaden
Mainaufwärts:
Mainspitze (Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg) | Rüsselsheim | Hessischer Unterer Main | Hattersheim am Main | Frankfurt am Main | Offenbach am Main | Hessischer Oberer Main | Hanau | Aschaffenburg | Bayerischer Untermain | Miltenberg
Abseits der Flüsse:
Bad Vilbel | Bad Homburg | Darmstadt | Friedberg | Friedrichsdorf | Main-Taunus-Kreis