Roveredo GR

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Roveredof zu vermeiden.
Roveredo
Wappen von Roveredo
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Moesaw
Kreis: Roveredo
BFS-Nr.: 3834i1f3f4
Postleitzahl: 6535
Koordinaten: 729694 / 12167346.2349.12298Koordinaten: 46° 14′ 2″ N, 9° 7′ 12″ O; CH1903: 729694 / 121673
Höhe: 298 m ü. M.
Fläche: 38.79 km²
Einwohner: 2489 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 64 Einw. pro km²
Website: www.roveredo.ch
Roveredo GR

Roveredo GR

Karte
Comer See Lago di Mezzola Lago di Montespluga Lago di Lei Lago d'Isola Lago de Buseno Sufnersee Zervreilasee Italien Kanton Tessin Bezirk Hinterrhein Bezirk Maloja Bezirk Surselva Arvigo Braggio Buseno Castaneda GR Cauco Rossa GR Santa Maria in Calanca Selma GR Lostallo Mesocco Soazza Cama GR Grono Leggia Roveredo GR San Vittore GR San Vittore GR Verdabbio VerdabbioKarte von Roveredo
Über dieses Bild
w

Roveredo (deutsch veraltet Rofle bzw. Ruffle) ist eine politische Gemeinde im Kreis Roveredo im Bezirk Moesa des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt nahe bei Bellinzona im unteren Teil des Misox (italienisch:Mesolcina). Sie besteht aus zahlreichen Fraktionen. Rechts der Moësa liegen Piazza (298 m ü. M.), Beffeno (309 m ü. M.) und Carasole (434 m ü. M.). Der Grossteil der Gemeinde allerdings liegt auf der linken Seite des Flusses bis hin zur Grenze zu Italien. Die Weiler San Giulio, Guerra, Tovedo, Ai Rogg, Rugno und San Fedele liegen im Talgrund auf einem Schuttkegel des Flusses. Sie sind zusammengewachsen und bilden das Zentrum des Orts.

Das Val Traversagna und seine Seitentäler umfassen den grössten Teil des Gemeindeareals. Vom gesamten Gemeindegebiet von fast 39 km² sind 2'907 Hektar (also 75 Prozent) von Wald und Gehölz bedeckt. Weitere 519 Hektar sind unproduktive Fläche (meist Gebirge im Ostteil der Gemeinde). Von den 333 Hektar landwirtschaftlich nutzbarem Boden sind fast 70 Prozent Alpwirtschaftsgebiet. Die Siedlungsfläche umfasst die restlichen 119 Hektar des Gemeindeterritoriums.

Die Alpe di Rescignaga, welche zum Territorium von San Vittore GR gehört, wird fast vollständig von Rovereder Gemeindegebiet umschlossen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Ende 2004 zählte der Ort 2'229 Bewohner, davon waren 1'882 (= 84.47 Prozent) Schweizer Staatsangehörige.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindepolitik in Roveredo ist seit 2007 geprägt durch die Konfrontation zwischen den Mitte-Rechts-Parteien FDP und CVP einerseits und der SP, SVP sowie der Protestbewegung «Nuove Risorse» andererseits. Weil die Gemeinderegierung wegen der Zerstrittenheit der beiden politischen Lager seit 2012 weitgehend handlungsunfähig ist, wird Roveredo seit 2013 von einem von der Kantonsregierung eingesetzten Kommissär, Lorenzo Anastasi, verwaltet.[2]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot eine goldene (gelbe) bewurzelte Eiche mit goldenen Blättern und Früchten.

Nach einem Gemeindesiegel, das auf den Namen des Ortes anspielt (roveredo heisst auf Deutsch „Eichenwald“), also ein redendes Wappen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche S. Giulio[7]
  • Katholische Kirche S. Antonio Abate[8]
  • Katholische Kirche Madonna del Ponte chiuso[9]
  • Kapelle S. Rocco[10]
  • Kapelle S. Domenico[11]
  • Spätklassizistische Friedhofshalle[12]
  • Ehemaliges Gemeinde- und Schulhaus (Casa Comunale)[13]
  • Schulhaus Mondan[14]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roveredo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Peter Jankovsky: Der Kommissär geht um: Im Bündner Dorf Roveredo sind sich die Politiker spinnefeind - Der Kanton muss eingreifen, Neue Zürcher Zeitung vom 26. Oktober 2013, S. 17
  3. Giovanni Battista Broggio auf www.sikart.ch
  4. Cesare Santi: Domenico Scaiscia im Historischen Lexikon der Schweiz
  5. Nadja Bindella auf www.sikart.ch
  6. Piero Casella auf www.sikart.ch
  7. Katholische Pfarrkirche S. Giulio
  8. Katholische Kirche S. Antonio Abate
  9. Katholische Kirche Madonna del Ponte chiuso
  10. Kapelle S. Rocco
  11. Kapelle S. Domenico
  12. Spätklassizistische Friedhofshalle
  13. Ehemaliges Gemeinde- und Schulhaus (Casa Comunale)
  14. Schulhaus Mondan