Roveredo GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Roveredof zu vermeiden.
Roveredo
Wappen von Roveredo
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Bezirk Moesaw
Kreis: Kreis Roveredo
BFS-Nr.: 3834i1f3f4
Postleitzahl: 6535
Koordinaten: 729694 / 12167346.2349.12298Koordinaten: 46° 14′ 2″ N, 9° 7′ 12″ O; CH1903: 729694 / 121673
Höhe: 298 m ü. M.
Fläche: 38.79 km²
Einwohner: 2531 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 65 Einw. pro km²
Website: www.roveredo.ch
Roveredo GR

Roveredo GR

Karte
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Roveredo (deutsch veraltet Rofle beziehungsweise Ruffle) ist eine politische Gemeinde im Kreis Roveredo im Bezirk Moesa des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt nahe bei Bellinzona im unteren Teil des Misox (italienisch:Mesolcina). Sie besteht aus zahlreichen Fraktionen. Rechts der Moësa liegen Piazza (298 m ü. M.), Beffeno (309 m ü. M.) und Carasole (434 m ü. M.). Der Grossteil der Gemeinde allerdings liegt auf der linken Seite des Flusses bis hin zur Grenze zu Italien. Die Weiler San Giulio, Guerra, Tovedo, Ai Rogg, Rugno und San Fedele liegen im Talgrund auf einem Schuttkegel des Flusses. Sie sind zusammengewachsen und bilden das Zentrum des Orts.

Das Val Traversagna und seine Seitentäler umfassen den grössten Teil des Gemeindeareals. Vom gesamten Gemeindegebiet von fast 39 km² sind 2'907 Hektar (also 75 Prozent) von Wald und Gehölz bedeckt. Weitere 519 Hektar sind unproduktive Fläche (meist Gebirge im Ostteil der Gemeinde). Von den 333 Hektar landwirtschaftlich nutzbarem Boden sind fast 70 Prozent Alpwirtschaftsgebiet. Die Siedlungsfläche umfasst die restlichen 119 Hektar des Gemeindeterritoriums.

Die Alpe di Rescignaga, welche zum Territorium von San Vittore GR gehört, wird fast vollständig von Rovereder Gemeindegebiet umschlossen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Ende 2004 zählte der Ort 2'229 Bewohner, davon waren 1'882 (= 84.47 Prozent) Schweizer Staatsangehörige.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindepolitik in Roveredo ist seit 2007 geprägt durch die Konfrontation zwischen den Mitte-rechts-Parteien FDP und CVP einerseits und der SP, SVP sowie der Protestbewegung «Nuove Risorse» andererseits. Weil die Gemeinderegierung wegen der Zerstrittenheit der beiden politischen Lager seit 2012 weitgehend handlungsunfähig ist, wird Roveredo seit 2013 von einem von der Kantonsregierung eingesetzten Kommissär, Lorenzo Anastasi, verwaltet.[2]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot eine goldene (gelbe) bewurzelte Eichen mit goldenen Blättern und Früchten.

Nach einem Gemeindesiegel, das auf den Namen des Ortes anspielt (roveredo heisst auf Deutsch „Eichenwald“), also ein redendes Wappen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche S. Giulio[3]
  • Katholische Kirche S. Antonio Abate[4][5]
  • Katholische Kirche Madonna del Ponte chiuso[6][7]
  • Betkapelle S. Rocco[8]
  • Betkapelle S. Domenico[9]
  • Spätklassizistische Friedhofshalle[10]
  • Ehemaliges Gemeinde- und Schulhaus (Casa Comunale)[11]
  • Schulhaus Mondan[12]
  • Wohnhaus Gabrieli, in Rugn 309
  • Wohnhaus Nicola, San Fedele 294
  • Wohnhaus Tenchio Nr. 149/150 in Piazèta
  • Wohnhaus Zuccalli in Pianèzz 263
  • Palazzo Comacio in San Giuli 390
  • Palazzo Tovéda Tovéda 231
  • Weiler «Monte Laura»[13]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • OpenArt seit 2001[36]
  • Società Carnevale Lingera[37]

Sport[Bearbeiten]

  • Sport Club Rorè[38]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnoldo Marcelliano Zendralli: I Magistri Grigioni, architetti e costruttori, scultori, stuccatori e pittori dal XVI al XVIII secolo. Tipografia Menghini, Poschiavo 1958.
  • Bernhard Anderes: Guida d’Arte della Svizzera Italiana. Edizioni Trelingue, Porza-Lugano 1980, S. 391, 405-410.
  • Emilio Motta: Effemeridi ticinesi. 2. Vorlage, Edizioni Metà Luna, Giubiasco 1991.
  • Max Pfister: Baumeister aus Graubünden. Wegbereiter des Barock. Verlag Bündner Monatsblatt, Coira 1993.
  • Kühlental Michael (Hrsg.): Graubündner Baumeister und Stukkateure. Beiträge zur Erforschung ihrer Tätigkeit im mitteleuropäischen Raum. Locarno 1997.
  • AA. VV.: Storia dei Grigioni, 3 volumi, Collana «Storia dei Grigioni», Edizioni Casagrande, Bellinzona 2000.
  • Die Gemeinden des Kantons Graubünden. Chur, Zürich 2003, ISBN 3-7253-0741-5.
  • Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graubünden. - [Chur]: [Desertina] [Mehrteiliges Werk] Teil: Band 7: Kreis Mesocco, Kreis Roveredo, Kreis Calanca, Kreis Rheinwald, Kreis Avers. 2004.
  • Reinhard H. Seitz: Das Fürstliche Renaissanceschloß zu Höchstädt an der Donau: seine Baugeschichte und seine (ost)europäischen Bezüge. Konrad, A H; 1. Auflage (1. Oktober 2009).
  • Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 492, 507-511, 514.
  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Band VI: Die italienischbündnerischen Talschaften Puschlav, Misox und Calanca. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 17). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1945, ISBN 978-3-906131-55-9.

Bezüge… Konrad, Weissenhorn 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roveredo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Peter Jankovsky: Der Kommissär geht um: Im Bündner Dorf Roveredo sind sich die Politiker spinnefeind - Der Kanton muss eingreifen, Neue Zürcher Zeitung vom 26. Oktober 2013, S. 17
  3. Katholische Pfarrkirche S. Giulio
  4. Katholische Kirche S. Antonio Abate
  5. Katholische Kirche S. Antonio Abate
  6. Katholische Kirche Madonna del Ponte chiuso
  7. Kirche Madonna del Ponte chiuso
  8. Kapelle S. Rocco
  9. Kapelle S. Domenico
  10. Spätklassizistische Friedhofshalle
  11. Ehemaliges Gemeinde- und Schulhaus (Casa Comunale)
  12. Schulhaus Mondan
  13. Weiler «Monte Laura»
  14. Giovanni Albertalli
  15. Francesco Valentini (Franz Vältin)
  16. Cesare Santi: Gilg Vältin im Historischen Lexikon der Schweiz
  17. Gilg Vältin/Julio Dino
  18. Giulio Valentini (Gilg Vältin)
  19. Dominikus Magazin
  20. Georg Thomas Gutthäter
  21. Gabriel de Gabrieli
  22. Antonio Riva
  23. Antonio Broggio
  24. Giovanni Battista Broggio auf www.sikart.ch
  25. Cesare Santi: Domenico Scaiscia im Historischen Lexikon der Schweiz
  26. Lorenzo Sciasca
  27. Giovanni Simonetti
  28. Familie Tini
  29. Johann Andreas Trubillio
  30. Cesare Santi: Familie Zuccalli im Historischen Lexikon der Schweiz
  31. Enrico Zuccalli
  32. Kaspar Zuccalli
  33. Milena Keller-Gisep
  34. Piero Casella auf www.sikart.ch
  35. Nadja Bindella auf www.sikart.ch
  36. OpenArt (Kunstausstellung)
  37. Società Carnevale Lingera
  38. Sport Club Rorè