Rovuma

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Rovuma
Ruvuma
Mündungsgebiet des Rovuma (Kartenausschnitt von 1906)

Mündungsgebiet des Rovuma (Kartenausschnitt von 1906)

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Tansania, Mosambik
Flusssystem Rovuma
Quelle östlich des Malawisees bei Songea
10° 45′ 0″ S, 35° 40′ 0″ O-10.7535.666666666667910
Quellhöhe ca. 910 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung südlich von Mtwara in den Indischen Ozean-10.47444444444440.436944444444Koordinaten: 10° 28′ 28″ S, 40° 26′ 13″ O
10° 28′ 28″ S, 40° 26′ 13″ O-10.47444444444440.436944444444
Länge ca. 760 km[1]
Einzugsgebiet 155.500 km²[2]

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Der Rovuma (andere Schreibweisen Ruvuma, Rowuma) ist ein ca. 760 km langer Fluss in Ostafrika.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Der Rovuma entspringt östlich des Malawisees (Njassasee) in Tansania bei Songea bei 10° 45′ 0″ S, 35° 40′ 0″ O und mündet zwischen der tansanischen Küstenstadt Mtwara und dem Cabo Delgado (Kap Delgado) bei 10° 28′ 28″ S, 40° 26′ 13″ O in den Indischen Ozean[3]. In seinem Mittel- und Unterlauf bildet der Rovuma über eine Länge von rund 650 Kilometern die Grenze zwischen Tansania und Mosambik. Die wichtigsten Nebenflüsse sind auf tansanischer Seite Muhuwesi und Lumesule sowie Lucheringo und Lugenda in Mosambik. Die im Mai 2010 eröffnete Unity Bridge bei Negomane ist der einzige für Fahrzeuge mögliche Übergang im Verlauf des Flusses.

Fauna[Bearbeiten]

Im Rovuma wurden 59 Fischarten nachgewiesen. Artenreichste Gruppe sind die Karpfenfische mit 19 Arten, darunter 15 Barbus-Arten und drei Labeo-Arten. Es folgen die Welsartigen mit vier Mochokiden, je zwei Raubwels-, Quappenwels-, Glaswels- und einer Stachelwelsart, die Buntbarsche, mit acht Arten, und die Zahnkärpflinge mit vier Nothobranchius und zwei Aplocheilichthys-Arten. Weiters kommen fünf Mormyriden, fünf Salmlerartige, zwei Grundeln, eine Schläfergrundel, ein Aal und ein Ohrenfisch im Rovuma vor. [4]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Überschreitung des Rovuma am 25. November 1917 ist ein militärhistorisches Ereignis des Ersten Weltkriegs in Ostafrika. Hierdurch entging der Oberbefehlshaber der deutschen Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika, Paul von Lettow-Vorbeck, der vorzeitigen Kapitulation und kämpfte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs teilweise auf gegnerischem Gebiet weiter.

Nach dem Ende Deutsch-Ostafrikas bildete die Mündung des Rovuma die Grenze zwischen dem britischen Mandatsgebiet Tanganjika und Portugiesisch-Ostafrika. Zuvor gehörte ein kleines Gebiet südlich der Mündung, das sogenannte Kionga-Dreieck, zu Deutsch-Ostafrika.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Encyclopædia Britannica: Ruvuma River, abgerufen am 8. Dezember 2013
  2.  Mikiyasu Nakayama (Hrsg.): International Waters in Southern Africa (Water Resources Management and Policy). United Nations Univ Pr, ISBN 978-9280810776, S. 9., Online
  3. Rovuma. In: Encyclopædia Britannica. 11. Auflage. Bd 23. London 1910–1911, S. 782. (Version vom 21. Oktober 2012 im Internet Archive)
  4. Lothar Seegers: Die Fische des Ruvuma Rivers, Ostafrika. in Aquaristik Fachmaganzin, Nr. 170 April/Mai 2003, Tetra, Berlin, ISSN 1437-4854

Siehe auch[Bearbeiten]