Münster-Roxel

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Blick auf das Zentrum von Roxel mit Blick auf die St. Pantaleon-Kirche

Roxel ist ein Wohnbereich (Stadtteil) im Stadtbezirk West von Münster in Westfalen. Hier wohnen knapp 8.000 Einwohner auf einer Fläche von ca. 15 km². Im Norden grenzt der Stadtteil an Nienberge, im Osten an Gievenbeck und Sentrup, sowie im Süden an Mecklenbeck und Albachten im Westen an den Kreis Coesfeld (Nennung im Uhrzeigersinn). Die Autobahn A1 teilt den Stadtteil in Roxel westlich der Autobahn und Altenroxel östlich davon.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Bedeutung des Ortsnamens

Der alte, ursprüngliche Name von Roxel war Rokeslere bzw. Rukeslare (urkundlicher Beleg 1177). Er bedeutet nach Heinrich Dittmeyer so viel wie „Rappenpferch“, „Rappenhürde“, „Rappenkoppel“ (Bestimmungswort = rôk > Rabe (Krähe), Homonym zu Rappe). Zum Grundwort (h)lar(i) gibt es allerdings unterschiedliche Auffassungen beziehungsweise Interpretationen hinsichtlich seiner Bedeutung. Heinrich Dittmeyer vertritt die Auffassung, hlar sei ein Zaun- bzw. ein Leiterwort und hlar bezeichne einen Platz, der eingehegt worden war, um besonders männliches Zuchtvieh geschützt halten zu können.[1] Der Slavist Jürgen Udolph widerspricht ihm, ohne jedoch die Bedeutung des Grundwortes selbst schlüssig zu klären. Er vertritt die Auffassung, -lar- sei ein uraltes germanisches Siedlungswort, dessen Bedeutung nicht mehr exakt ermittelt werden könne, weil es eine nur sehr schwer aufzuschließende Etymologie habe.[2] Er nähert sich mit seiner Interpretation Joseph Schnetz an, dessen Deutung als "Weide"[3] allerdings heftig kritisiert und von ihm zum Teil zurückgenommen worden war (im Zusammenhang mit ags. læsow=„Weide“ und slaw. lăs=„Wald“, nach Udolph).[2] Bezogen auf Rokeslere bedeutet dies, dass der Name dann auch wohl mit „Krähenort“, „Krähenwiese“, „Krähenweide“, „Krähenwald“ oder „Krähenlichtung“ gedeutet werden könnte. Eines ist sicher: Rokeslere > Roxel ist eine uralte Ortsbezeichnung, die viel älter ist, als uns die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1177 vorgibt.

[Bearbeiten] Eingemeindung

Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Roxel aufgelöst. Ein Gemeindeteil mit 14,54 km2 und damals 5945 Einwohnern wurde nach Münster eingegliedert. Havixbeck erhielt von Roxel zwar mit 18,22 km2 eine größere Fläche, aber nur (damals) 341 Einwohner.[4]

[Bearbeiten] Kirchen

  • Katholische St. Pantaleonkirche, Pantaleonstraße
  • Evangelische Nicolaikirche, Paul-Gerhardt-Straße

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Schulen

  • Mariengrundschule Roxel, Kath. Grundschule, Auf dem Dorn 17
  • Droste Hauptschule Roxel, Tilbecker Str. 26
  • Realschule Roxel, Tilbecker Str. 24
  • Augustin-Wibbelt-Schule Roxel, Schule für LernbehinderteFriedensschule, Auf dem Dorn 17j

Haupt- und Realschule laufen aus. An ihrer Stelle wird mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 im gemeinsamen Schulstandort eine Sekundarschule eingeführt.

[Bearbeiten] Sport

Den Sportvereinen des Stadtteils steht die städtische Bezirkssportanlage mit zwei Fußballplätzen, einer Leichtathletikanlage mit Kunststofflaufbahn, mehreren Tennis und Speckbrettplätzen zur Verfügung. Unmittelbar daneben befinden sich ein Hallenbad und die Dreifachturnhalle des Schulzentrums. Die Turnhalle der Grundschule wird vom Vereinssport ebenfalls genutzt.

  • Der größte Sportverein in Roxel ist der BSV, der zahlreiche Sportarten anbietet.
  • In Altenroxel befindet sich das vereinseigene Gelände des Tennis- und Hockeyclubs (THC) Münster mit zahlreichen Tennisplätzen (Halle und Freiluft) sowie dem einzigen Hockeyplatz im Stadtgebiet.
  • Der im Münsterland beliebte Reitsport wird durch den Reit- und Fahrverein Roxel abgedeckt.
  • Mehrere Sportvereine des Stadtgebiets nutzen das Hallenbad für den Schwimmsport und Schwimmkurse.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Literatur

Zum Ortsnamen
Dieter Pferdekamp: Roxel – Rokeslere, ein Kultur- oder Naturname. In: Roxel Magazin 2009, S. 39 ff., Roxel 2009.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Heinrich Dittmeyer: Hlarnamen, Sichtung und Deutung. Köln, Graz 1963.
  2. a b Jürgen Udolph: Namenkundliche Studien zum Germanenproblem. Berlin, New York 1993.
  3. Joseph Schnetz: Das Lar-Problem. Lohr am Main 1912/13.
  4. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.

51.9527777777787.5333333333333Koordinaten: 51° 57′ N, 7° 32′ O

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