Royal Albert Hall

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Royal Albert Hall (2012)
Stereoskopisches Foto vom Inneren der Royal Albert Hall im 19. Jahrhundert

Die Royal Albert Hall of Arts and Sciences [ˈrɔiəl ˈælbət ˌhɔ:l] ist eine Veranstaltungshalle in London, England.

Gebäude[Bearbeiten]

Das am 29. März 1871 eröffnete Gebäude befindet sich in Kensington im Zentrum Londons und bildet den nutzbaren Teil der nationalen Gedenkstätte zu Ehren von Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, dem Gemahl von Königin Victoria. Der zweite – dekorative – Teil des Denkmals ist das Albert Memorial, welches sich direkt nördlich der Halle in Kensington Gardens befindet.

In der Albert Hall finden verschiedene Arten von Großveranstaltungen statt: von Symphoniekonzerten (beispielsweise die Proms) über Pop-Konzerte bis hin zu Boxkämpfen. Zudem findet dort jedes Jahr die traditionelle Abschlussfeier des renommierten Imperial College London sowie das Festival of Remembrance der Royal British Legion, das nahezu einem Staatsakt gleichkommt und von der gesamten königlichen Familie besucht wird, statt. Der Bau der Royal Albert Hall ist einem römischen Amphitheater nachempfunden und Zeugnis viktorianischer Architektur. Der Kuppelbau wurde auf Anregung des Prinzgemahls Albert errichtet. Er kann ca. 8000 Besucher aufnehmen (7000 Sitzplätze, 2500 Stehplätze). Betreiber der Konzerthalle ist der Royal Albert Hall Trust, eine Stiftung, die keine öffentlichen Zuwendungen erhält.

Orgel[Bearbeiten]

Die große Konzert-Orgel wurde 1871 von Henry Willis mit 111 Registern auf vier Manualen und Pedal erbaut und war damals die größte Orgel der Welt. In den Jahren 1924-1933 wurde das Instrument in zwei Abschnitten von der Orgelbaufirma Harrison & Harrison (Durham) reorganisiert, und auf 146 Register erweitert, einschließlich dreier Percussion-Register. Die Trakturen wurden elektro-pneumatisch angelegt. In den Jahren 2002–2004 wurde das Instrument abgebaut und umfassend überholt und reorganisiert. Das Instrument hat heute 147 Register (über 10.000 Pfeifen), verteilt auf 7 Einzelwerke, spielbar von einem Spieltisch mit vier Manualen und Pedal. 15 Register (hauptsächlich Pedalregister) sind Transmissionen und Extensionen[1]

Sonstiges[Bearbeiten]

Eric Clapton verzeichnet mit über 200 Konzerten mit Abstand die meisten Auftritte in der Royal Albert Hall. Für sein 1991 erschienenes Album 24 Nights absolvierte er zwischen dem 5. Februar 1991 und 9. März 1991 alleine 24 Auftritte in der Royal Albert Hall.

Frank Zappas Mothers of Invention hatten 1967 einen Auftritt in der Royal Albert Hall, einen Ausschnitt davon gibt es auf dem Album Uncle Meat. Don Preston spielt Louie Louie auf The Mighty & Majestic Albert Hall Pipe Organ.[2]

Pink Floyd spielten 1968 in der Royal Albert Hall. Damals feuerten sie während des Liedes A Saucerful of Secrets zwei Kanonen ab. Daraufhin bekamen sie lebenslänglich Hausverbot. Jedoch durfte David Gilmour (Leadsänger und Gitarrist der Gruppe Pink Floyd) im Jahr 2006 auf seiner "On an Island-Tournee" wieder in der Royal Albert Hall spielen.[3]

Die Beatles benutzen die Größe der Royal Albert Hall in ihrem Lied A Day in the Life als Vergleich zu 4000 Löchern in Lancashire: „Now they know how many holes it takes to fill the Albert Hall.“

Auch die Rockband The Who veranstaltete in der Royal Albert Hall im Jahre 2002 ein auch auf CD und LP veröffentlichtes Konzert.

1968 fand in der Royal Albert Hall der 13. Eurovision Song Contest statt, der zum ersten Mal in der Geschichte in Farbe ausgestrahlt wurde.

Cream gab am 26. November 1968 das legendäre finale Konzert in der Londoner Royal Albert Hall

Am 24. September 1969 wurde in der Royal Albert Hall das „Concerto For Group And Orchestra“ von Jon Lord zusammen mit der Band Deep Purple und dem Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Sir Malcolm Arnold uraufgeführt. Nachdem die zwischenzeitlich verlorengegangene Partitur dieses Concertos maßgeblich von dem holländischen Komponisten Marco de Goeij rekonstruiert werden konnte, gelang 30 Jahre später, am 25. und 26. September 1999 die Wiederaufführung in der RAH, diesmal mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Paul Mann.

Im Januar 1970 spielte die britische Rockband Led Zeppelin hier eines ihrer Konzerte. Ein Filmmitschnitt davon ist mittlerweile auch auf DVD erschienen.

The Moody Blues spielen seit den späten 1960ern bis heute regelmäßig in der Royal Albert Hall. Ein Konzert von 1969 ist auf CD erhältlich.

James Last hat 85 Konzerte in der Albert Hall gegeben.

Die Rockband The Killers veranstaltete in der Royal Albert Hall im Jahre 2009 ein auf CD und DVD veröffentlichtes Live-Konzert.

Des Weiteren spielte die Band Muse am 12. April 2008 in dieser Halle mit Benutzung der Orgel.

Die Cream-Reunion nahm am 2. Mai 2005 mit insgesamt vier Konzerten ihren Anfang in der Royal Albert Hall.

Ebenso gab Simply Red ein Konzert in der Royal Albert Hall, welches auch auf DVD erhältlich ist.

Der erste Auftritt eines Musikers aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten in der Royal Albert Hall war Boris Grebenschtschikow mit seiner Band Aquarium am 21. Mai 2007. Sie spielten 26 Lieder, von denen manche nie veröffentlicht wurden.

Joe Bonamassa trat am 4. Mai 2009 in der Royal Albert Hall auf. Dieses Konzert ist auch auf DVD erschienen.

Depeche Mode hatten ihren ersten Auftritt in der Royal Albert Hall am 17. Februar 2010.

Am 5. April 2010 trat die schwedische Metalband Opeth in der Royal Albert Hall auf und veröffentlichte kurz darauf den Konzertmitschnitt auf DVD. Der DVD Titel „Opeth ‚in Live Concert at the Royal Albert Hall‘ with the Loyal Disharmonic Orchestra Conducted by The Powers That Be“ ist eine klare Hommage an den Auftritt von Deep Purple von 1969.

Am 22. September 2011 trat die englische Singer/Songwriterin Adele in der Royal Albert Hall auf. Dieses Konzert ist am 28. November 2011 auf DVD und Blu-Ray erschienen.

Die Albert Hall wird ebenfalls im Song „Shame“ von Robbie Williams und Gary Barlow erwähnt. („… my tears could fill the Albert Hall…“)

Am 10. Oktober 2001 gab Robbie Williams sein einmaliges Konzert Live at the Albert in der Royal Albert Hall.

Alfred Hitchcock drehte die Konzert-Szenen der beiden Filmversionen von Der Mann, der zuviel wusste aus den Jahren 1934 und 1956 in der Royal Albert Hall.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen zur Konzertorgel auf der Website der Orgelbaufirma Mander
  2. http://globalia.net/donlope/fz/lyrics/Uncle_Meat.html#Louie
  3. Auf monstersandcritics.com

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Royal Albert Hall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.500833333333-0.17722222222222Koordinaten: 51° 30′ 3″ N, 0° 10′ 38″ W