Royal Astronomical Society

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Der Sitz der RAS seit 1874 – Burlington House in London, im Jahr 2004.

Die Royal Astronomical Society (RAS) begann als die Astronomical Society of London (1820), um die astronomische Forschung zu unterstützen (die zu jener Zeit eher von Amateurastronomen statt von Professionellen betrieben wurde). Sie wurde 1831 durch König Wilhelm IV. zur Royal Astronomical Society. Seit 1915 sind Frauen als Mitglieder zugelassen. Sie ist Großbritanniens Mitgliedsorganisation der International Astronomical Union und ein Mitglied des Science Council.

In ihrem Wappen führt die Gesellschaft ein Teleskop William Herschels, ihres ersten Präsidenten, sowie dessen lateinischen Wahlspruch QUICQUID NITET NOTANDUM, übersetzt „Was immer scheint, möge aufgezeichnet werden“.

Publikationen[Bearbeiten]

Eine der Hauptaktivitäten der RAS ist Veröffentlichung wissenschaftlicher Zeitschriften. Sie veröffentlicht z. Z. zwei der weltweit führenden Forschungszeitschriften: MNRAS in der Astronomie und (in Verbindung mit der Deutschen Geophysikalische Gesellschaft) GJI in der Geophysik. Außerdem auch A&G, welche Übersichts- und andere Artikel von allgemeinem Interesse in Hochglanzformat beinhaltet. Die vollständige Liste der Zeitschriften, die von der RAS veröffentlicht wurden und werden (mit den Abkürzungen der NASA ADS bibliographischen Codes):

  • Memoirs of the Royal Astronomical Society (MmRAS): 1822–1978
  • Monthly Notices of the Royal Astronomical Society (MNRAS): seit 1827
  • Geophysical Supplement to Monthly Notices (MNRAS): 1922–1957
  • Geophysical Journal (GeoJ): 1958–1987
  • Geophysical Journal International (GeoJI): seit 1988
  • Quarterly Journal of the Royal Astronomical Society (QJRAS): 1960–1996
  • Astronomy & Geophysics (A&G): seit 1997

Mitglieder[Bearbeiten]

Mitglieder der RAS werden Fellows genannt und können FRAS als Namenszusatz führen. Die Mitgliedschaft ist für jedermann über 18 Jahren offen, der der Gesellschaft als akzeptabel erscheint. Die Gesellschaft wurde während einer Epoche gegründet in welcher es noch nicht viele Berufsastronomen gab. Bis heute werden daher keine formale wissenschaftliche Qualifikationen für eine Mitgliedschaft vorausgesetzt. Dennoch sind mehr als 3/4 der Fellows Berufsastronomen und -geophysiker. Die Gesellschaft ist die Fachgemeinschaft der Astronomen und Geophysiker im Vereinigten Königreich und Fellows können durch die Gesellschaft den Status eines Chartered Scientist erwerben. Die Zahl der Mitglieder überschritt im Jahr 2003 zum ersten Mal 3000.

Sitzungen[Bearbeiten]

Die Gesellschaft organisiert regelmäßige monatliche Diskussionssitzungen zu Themen der Astronomie und Geophysik, welche normalerweise jeden zweiten Freitag im Monat von September bis Juni in London abgehalten werden. Sie fördert auch das UK National Astronomy Meeting, eine längere Tagung professioneller Astronomen, die jedes Frühjahr abgehalten wird und gelegentlich andere Tagungen in anderen Teilen Großbritanniens.

Gemeinsam mit der Geological Society of London fördert die Gesellschaft die British Geophysical Association.

Präsidenten[Bearbeiten]

Die erste Person im Amt des Präsidenten der Royal Astronomical Society war William Herschel, der allerdings nie eine Sitzung leitete. Seitdem wurde der Posten von vielen ausgezeichneten Astronomen bekleidet. Er wird z. Z. für eine Amtszeit von zwei Jahren vergeben.

Die letzten Präsidenten:

Bemerkenswerte frühere Präsidenten:

Medaillen[Bearbeiten]

Die höchste Auszeichnung der Royal Astronomical Society ist ihre Goldmedaille. Unter den bekanntesten Preisträgern waren Albert Einstein 1926 und Stephen Hawking 1985.

Andere Auszeichnungen sind die Eddington-Medaille, die Herschel-Medaille, die Chapman-Medaille, die Price-Medaille und die Jackson-Gwilt-Medaille.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]