Rubellit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rubellit mit Albit - Museum für Naturkunde (Berlin)

Rubellit ist eine Varietät des Minerals Elbait aus der Gruppe der Turmaline und wird zu kostbaren Schmucksteinen verarbeitet.

Erst seit Anfang des 18. Jahrhunderts in Europa bekannt, als holländische Kaufleute sie aus Ostasien mitbrachten, eroberten diese Edelsteine die Gunst der Käufer und Interessenten.

Rubellite kommen in allen Rotstufen vor, von hellem Rosa bis zum tiefdunklen Rot, und sind umso beliebter je näher sie den farblich guten Rubinen ähneln. Chemisch ist der Rubellit, wie alle Turmaline, ein borhaltiges Magnesium-Aluminiumsilikat von sehr kompliziertem Aufbau. Seine Härte beträgt 7 bis 7,5.

Rubellite wachsen in meist langgestreckten Prismen von dreieckigem Querschnitt. Wie alle anderen Turmaline weisen sie einen starken Dichroismus auf: die Farbe wechselt in ihrer Intensität, wenn man den Stein in verschiedenen Winkeln durchblickt.

Noch bis zum Ende der 1920er Jahre kamen Rubellite noch reichlich aus Russland, aus den Fundstätten im Ural-Gebirge. In Jekaterinburg (früher Swerdlowsk) war der Hauptsitz der Schleifindustrie für Ural-Turmaline, unter denen der "Sibirische Rubellit" eine fast rubinrote Art, eine in aller Welt hoch geschätzte Rarität war. Heute liefern die USA, Brasilien und Madagaskar die meisten Rubellite.

Der bekannteste Rubellit, ein roter Turmalin, ist der "Große Rubin", den König Gustav III. von Schweden im Jahr 1786 Katharina der Großen von Russland schenkte. Unter der Zarin Katharina die Große wurde die Erschließung Sibiriens vorangetrieben und während ihrer Regentschaft wurde der Ural-Turmalin entdeckt und mit ihm der "Sibirische Rubin", der Rubellit.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rubellite – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien