Rubidiumoxid

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Kristallstruktur
Struktur von Rubidiumoxid
Rb+: __ O2−: __
Allgemeines
Name Rubidiumoxid
Verhältnisformel Rb2O
CAS-Nummer 18088-11-4
Kurzbeschreibung

gelbbraune Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 186,93 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,00 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

400 °C (Zersetzung)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Rubidiumoxid ist ein Oxid des Rubidiums, das mit Wasser heftig reagiert. Es kommt in der Natur nicht vor.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Rubidiumoxid ist ein gelber, kristalliner Feststoff. Das Salz kristallisiert in einer anti-Calciumfluorid-Struktur.[3] Die Kristalle sind kubisch mit der Raumgruppe Fm\bar{3}m, dem Gitterparameter a = 674 pm sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle.[4] Rubidiumoxid reagiert heftig mit Wasser:

\mathrm{Rb_2O + H_2O \longrightarrow 2\ RbOH}

Die Standardbildungsenthalpie von Rubidiumoxid beträgt ΔHf0 = -331 kJ/mol.[3]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Rubidiumoxid kann durch Reaktion von Rubidium und Rubidiumhydroxid hergestellt werden:

\mathrm{2\ Rb + 2\ RbOH \longrightarrow 2\ Rb_2O + H_2}

weitere Synthesemöglichkeiten sind:

\mathrm{3\ Rb + RbO_2 \longrightarrow  2\ Rb_2O}

und

\mathrm{10\ Rb + 2\ RbNO_3 \longrightarrow 6\ Rb_2O + N_2}

Durch die direkte Reaktion von Rubidium und Sauerstoff entstehen dagegen Rubidiumhyperoxid RbO2 (hauptsächlich) oder Rubidiumperoxid Rb2O2.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Da Rubidiumoxid stark mit Wasser reagiert, wirkt es auf der Haut als Base. Beim Umgang mit Rubidiumoxid ist somit die Berührung mit Haut zu vermeiden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c www.webelements.com/Rubidiumoxid
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. a b A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg, Lehrbuch der Anorganischen Chemie 1995, 101. Auflage, de Gruyter. ISBN 3-11-012641-9, S. 1176.
  4. Jean D'Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Band 3: R. Blachnik (Hrsg.): Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale. 4. neubearbeitete und revertierte Auflage. Springer, Berlin u. a. 1997, ISBN 3-540-60035-3, S. 690 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten]