Ruden (Insel)
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Der Ruden ist eine Insel in der Mündung des Peenestroms vor der zu Mecklenburg-Vorpommern gehörenden Ostseeküste.
Der Ruden befindet sich auf dem südlichen Ende der Greifswalder Boddenrandschwelle, dem Rest eines Endmoränenrückens. Alten Aufzeichnungen zufolge war er vor dem Allerheiligensturmhochwasser 1304 mit der zu Rügen gehörenden Halbinsel Mönchgut verbunden. Südlich des Ruden verläuft mit dem Osttief eine Untiefenrinne. Seit dem 17. Jahrhundert wurde er von Dänen und Schweden als Zoll- und Lotsenstation genutzt.
In den folgenden Jahrhunderten wurde die Insel durch die Meereserosion ständig, vor allem an der Nordküste, kleiner. Noch um 1700 betrug die Fläche der Insel das Dreifache der heutigen Fläche. Während des Sturmhochwassers von 1872 wurden an der Ostküste etwa 20 bis 26 Meter weggespült. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Ruden in zwei Teile zerrissen. Danach begann man ab 1894 mit dem Aufbau eines Schutzwalles, um die Insel als Lotsenstützpunkt zu erhalten. Nach einem weiteren Sturmhochwasser im Jahr 1904, das wiederum Landverluste zur Folge hatte, wurden die Schutzdeiche weiter verstärkt. Heute schützt ein Ringdamm den Nordteil der Insel und im Süden verhindern eingebrachte Betonrippen eine drohende Abspülung.
Während des Zweiten Weltkrieges errichtete die Wehrmacht auf dem Ruden einen Flugbeobachtungsturm, von dem aus die Flugbahnen der im nahe gelegen Peenemünde abgeschossenen Raketen beobachtet werden konnten. Zu Zeiten der DDR nutzten Grenzsicherungs-Einheiten der 6. Grenzbrigade Küste (DDR-Volksmarine) den Turm als Funkmeßstation zur Verhinderung von Republikfluchten; es waren ab 1972 etwa 20 Grenzsoldaten dauerhaft auf Ruden stationiert, die auch den Übergang vom Greifswalder Bodden zur freien Ostsee visuell überwachten.
Der Ruden gehört seit 1925 zum Naturschutzgebiet „Naturschutzgebiet Peenemünder Haken, Struck und Ruden“.
Die Insel, die von derzeit zwei Einwohnern bewohnt wird, verfügt über einen kleinen Hafen, der zumeist von Sportbooten oder Tagesausflüglern, die sich mit Ausflugs- oder Fischerbooten aus Karlshagen von der Insel Usedom oder dem Krösliner Ortsteil Freest übersetzen lassen, angelaufen wird. Jährlich führt das Einwohnerehepaar tausende Besucher über die Insel. Derzeit (2009) hat der neue Eigentümer der Insel das Anlegen von Sportbooten wegen Unfallgefahr untersagt. Damit ist wohl auch dieses letzte Eiland für Wassersportler verloren.
Rechtlich gesehen gehört der Ruden zur Gemeinde Kröslin. Der Ruden ist eine deutsche Grenzübergangsstelle.
Auf der Insel Ruden werden Bienenvölker gezüchtet, da aufgrund der widrigen Umweltverhältnisse ausgeschlossen werden kann, dass sich die Population mit anderen Bienenvölkern vermischen kann.
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54.20388888888913.770555555556Koordinaten: 54° 12′ N, 13° 46′ O

