Rudolf Arnold Nieberding

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Arnold Nieberding, Gemälde von Hugo Vogel

Rudolf Arnold Nieberding (* 4. Mai 1838 in Konitz, Westpreußen; † 10. Oktober 1912 in Berlin) war ein deutscher Jurist und Politiker der Kaiserzeit.

Der Sohn eines Gymnasialdirektors begann seine politische Laufbahn 1866 im preußischen Handelsministerium. Er wechselte 1872 ins Reichskanzleramt, wo er drei Jahre später zum Vortragenden Rat aufstieg. Ab 1889 leitete er als Direktor die erste Abteilung im Reichsamt des Innern, von 1893 bis 1909 stand er als Staatssekretär des Reichsjustizamtes an der Spitze des deutschen Justizwesens.

Er war maßgeblich an der Verabschiedung des Bürgerlichen Gesetzbuches beteiligt und steuerte nach 1900 wichtige Beiträge zur Reform des Strafgesetzbuches und der Strafprozessordnung bei. Zudem veröffentlichte Nieberding das Werk Wasserrecht und Wasserpolizei im preußischen Staate (1866 und 1899).

Literatur[Bearbeiten]

  • Dirk Hainbuch/ Florian Tennstedt (Bearb.): Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945. Band 1: Sozialpolitiker im Deutschen Kaiserreich 1871 bis 1918. Kassel University Press, Kassel, 2010, S. 117; ISBN print 978-3-86219-038-6, ISBN online 978-3-86219-039-3 (Online, PDF; 2,2 MB)