Rudolf Christian (Ostfriesland)

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Rudolf Christian

Rudolf Christian (* 2. Juni 1602; † 16. April 1628 in Berum) war von 1625 bis 1628 Graf von Ostfriesland. In seine Regierungszeit fallen die Heimsuchung Ostfrieslands als Rückzugsgebiet und Quartier ausländischer Truppen, die am Dreißigjährigen Krieg beteiligt waren, und der Beginn der Fehnkultur.

Er war der zweite Sohn von Enno III. aus dessen zweiter Ehe mit Anna Prinzessin von Holstein-Gottorp. Er erreichte einen Ausgleich mit den Ständen, die ihm darauf nach und nach huldigten, letztlich sogar die Stadt Emden. Unter seiner Führung wurde das Harlingerland endgültig in die Grafschaft Ostfriesland eingegliedert. Dies manifestiert sich in dem bis zum Ende der Grafschaft 1744 gültigen sechschildrigen ostfriesischen Wappen, das unter seiner Herrschaft im Jahre 1625 eingeführt wurde.

Er starb im Alter von nur 26 Jahren an einem Stich ins linke Auge, den er bei einem Streit von einem Lieutenant des in Berum einquartierten kaiserlichen Generals Gallas auf der Burg erhielt. Er war zu dieser Zeit mit einer braunschweigischen Prinzessin verlobt.

Da Rudolf Christian kinderlos war, folgte ihm sein Bruder Ulrich II. als Graf von Ostfriesland nach.

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • Ernst Esselborn: Das Geschlecht Cirksena. Die Häuptlinge, Grafen und Fürsten von Ostfriesland. s. n., Berlin 1945.
  • H. Reimers: Ostfriesland bis zum Aussterben seines Fürstenhauses. Friesen-Verlag, Bremen 1925 (Nachdruck. Sändig, Vaduz 1991).
  • Martin Tielke (Hrsg.): Biographisches Lexikon für Ostfriesland. 3 Bände. Ostfriesische Landschaftliche Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Aurich 1993–1997, ISBN 3-925365-75-3 (Bd. 1), ISBN 3-932206-00-2 (Bd. 2), ISBN 3-932206-22-3 (Bd. 3).
Vorgänger Amt Nachfolger
Enno III. Graf von Ostfriesland
1625–1628
Ulrich II.