Rudolf Dellinger

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Rudolf Dellinger
Rudolf Dellinger (1890)

Rudolf Dellinger (* 8. Juli 1857 in Graslitz; † 24. September 1910 in Dresden) war ein Komponist und Kapellmeister.

Leben[Bearbeiten]

Einer böhmischen Familie von Instrumentenbauern entstammend, erhielt er schon in früher Jugend Musikunterricht. In den Jahren 1874 bis 1879 studierte er an der Musikschule in Prag, später am Prager Konservatorium. Hier erhielt er unter anderem Unterricht in Klavier bei Julius Pisarowitz.

Nach Beendigung seiner musikalischen Ausbildung trat er im Jahre 1880 eine Stellung als Klarinettist in Brünn an. Parallel dazu trat er nach einer entsprechenden Einweisung die Funktion des Kapellmeisters am Theater in Brünn an. In der Funktion als Kapellmeister wirkte er in den Folgejahren in Passau, Eger, Prag sowie Salzburg. Im Jahr 1883 ging er nach Hamburg, wo er am dortigen Carl-Schultze-Theater wirkte. Hier entstand seine erste Operette, die in Hamburg auch ihre Uraufführung erlebte. 1893 wurde Rudolf Dellinger als Kapellmeister des Residenztheaters in Dresden berufen, wo er bis zu seinem Tode tätig sein sollte. Er starb im Jahr 1910 in der Heil- und Pflegeanstalt in Dresden und wurde auf dem Johannisfriedhof beigesetzt.[1]

Rudolf Dellinger komponierte fast ausschließlich Operetten und galt als einer der herausragenden Komponisten dieses Genres seiner Zeit.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1885: Don Cesar
  • 1886: Lorraine
  • 1889: Capitain Fracassa
  • 1891: Saint Cyr
  • 1894: Die Chansonette
  • 1901: Jadwiga
  • 1910: Der letzte Jonas

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Totenschau. In: Dresdner Geschichtsblätter, Nr. 3, 1910, S. 104.