Rudolf Geschwind

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Rudolf Geschwind.jpg
Denkmal im Rosariums in Baden bei Wien

Rudolf Geschwind (* 29. August 1829 in Hředle, Böhmen; † 30. August 1910 in Karpfen, Ungarn) war ein Rosenzüchter.

Leben[Bearbeiten]

Rudolf Geschwind studierte an der der Bergbau- und Forstakademie in Schemnitz. Nach Abschluss seiner Ausbildung 1852 arbeitete er an verschiedenen Orten in Italien, der Ukraine, in Ungarn, in Böhmen und in Polen und war zuletzt städtischer Forstmeister in Karpfen.

Seine Rosenzucht begann Rudolf Geschwind als Hobby. Zwischen 1860 und 1910 brachte er rund 140 zumeist winterharte Rosensorten heraus. Sein 1886 erschienenes Buch „Die Hybridation und Sämlingszucht der Rosen“ war das erste Buch über die Zucht neuer Rosen in deutscher Sprache. Es wurde 1888 von der Internationalen Gartenbauausstellung zu Köln am Rhein preisgekrönt und gilt heute noch als Standardwerk für Rosenzüchter.

Ein Denkmal ihm zu Ehren steht im Rosarium des Doblhoffparks in Baden bei Wien, umrahmt von der Rose 'Gruss an TeplitzVorlage:'.

Rosenzüchtungen von Rudolf Geschwind[Bearbeiten]

Berühmte, von Rudolf Geschwind gezüchtete Rosen sind die Beetrose 'Gruss an Teplitz' (siehe: Weltrose "alte Rosen") und „Zigeunerknabe“, auch bekannt als „Gipsy Boy“, eine robuste dunkelrote Strauchrose.

Aennchen von Tharau
Erinnerung an Brod


Rosenzüchtungen von Rudolf Geschwind
Einführungsjahr Rosensorte Einführungsjahr Rosensorte Einführungsjahr Rosensorte
1860 Premier Essai 1890 Trompeter von Säckingen 1900 Pescheräh
1867 Dr. Hurta Rigoletto Eugen E. Marlitt
1882 Anna Geschwind Ovid Satanella
1884 Geschwinds Nordlandrose Wodan Leopold Ritter
1886 Lios Alpha Anna Scharsach Gräfin Chotek
Mme Richter Gipsy Blood Julia Festilla
Forstmeisters Heim Alpenfee Josephine Ritter'
Fatinitza Elbfex Geschwinds Unermüdliche'
Mercedes Dr. Valentin Teirich Geschwinds Schönste
Souvenir de Brod Amneris 1902 Obergärtner Franz Joost
Schloß Luegg Andor Wenzel Geschwind
Nymphe Tepla Antonie Schurz 1905 Lady Gray
Kleiner Postillon Corporal Johann Nagy 1909 Gipsy Boy
Décoration de Geschwind Chloris Azalea
Ännchen von Tharau Erinnerung an meinem Vater Wicking
Wassilissa Fantasca Walküre
Aurelia Liffa Julius Fabianics de Misefa Alice Rauch
Erlkönig Lydia Geschwind Asta von Parpat
1887 Manetti purpurea Picotte Parkzierde
Manetti alba rosea Hauptmann A. Steinsdorfer 1910 Wachhilde
Manetti floribunda Ulana Siwa
Loreley 1891 Dryade Freya
Caecilie Scharsach Nymphe Egeria Nach Geschwinds Tod eingeführt
Meteor 1892 Erinnerung an Schloß Scharfenstein 1912 Hermione
Gilda Lydia Prinz Hirzeprinzchen
Rotkäppchen 1894 Schneelicht Asra
Dora 1895 Fontäne Rote Beka
Eurydice Himmelsauge Ariana El
Virago Griseldis Fatma
Fiametta Lisdana Astra
1888 Kobold Theano 1913 Geisha
Erebus Niobe 1928 Geschwinds Multiflora
Erinnerung an meine Mutter Meigela Geschwinds Gorgeous
Ernst G. Dörell Nora Einführungsjahr unbekannt
Ernst Willner Phaedra Arva Leany
Major Franz Teirich Irrlicht Majthenyi
Esmeralda Vineta Frau Dr. E. Skibinska
Tartarus Crémé
Terror Cyclop
Frau Viktoria von Thusansky Geranium
1889 Graziella Gelon
Gruß an Wien Feuerkugel
Herzblättchen Zacharula-rubrifolia
Marie Geschwind Sylvia
Báró Natália 1897 Gruß an Teplitz
Stadkassierer Wilhelm Liffa Virginia R. Coxe
Caroline Bank
Marie Dermat

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Geschwind: Die Hybridation und Sämlingszucht der Rosen, ihre Botanik, Classification und Cultur nach den Anforderungen der Neuzeit. (Reprint der Ausgabe von 1888), Olms. Hildesheim 1997, ISBN 3-487-08379-5

Literatur über Geschwind[Bearbeiten]

Rudolf Geschwind 1829 - 2009 (1910 - 2010). Sammelband des Internationalen Symposiums Rudolf Geschwind 1829 - 2009 gewidmet dem 180. Jahrestag der Geburt von Rudolf Geschwind abgehalten in Krupina und Zvolen am 11. un 12. Juni 2009. Ed.: Miroslav Lukáč. Krupina : Die Stadt Krupina in Zusammenarbeit mit Kulturzentrum und Andrej Sládkovič-Museum in Krupina, 2011 (Korrigierte slowakisch-deutsche Ausgabe). 184 S. ISBN 978-80-970553-1-8

Weblinks[Bearbeiten]