Rudolf Hasse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rudolf Hasse auf Auto Union Typ C beim Donington Grand Prix 1937

Rudolf Hasse (* 30. Mai 1906 in Mittweida; † 12. August 1942 in einem Lazarett in Makejewka bei Stalino an der Ostfront in der Ukraine) war ein deutscher Motorrad- und Automobilrennfahrer.

Wie viele andere Rennfahrer auch begann Rudolf Hasse mit Motorradrennen. So gewann er beispielsweise im Mai 1927 auf Schüttoff den 350-cm³-Lauf beim I. Badberg-Viereck-Rennen auf dem Badberg-Viereck in Hohenstein-Ernstthal, dem heutigen Sachsenring.

1929 wechselte Hasse auf vier Räder und war ein ausgezeichneter Langstreckenfahrer, der lange Distanzen ohne Pause zurücklegen konnte. Seine Markenzeichen waren die weiße Kappe und die großen Schutzbrillen, hinter denen er seine eigenen Augengläser unterbringen musste. 1936 stieß er zu Auto Union, für die er 1937 mit dem Sieg beim Großen Preis von Belgien seinen größten Erfolg feiern konnte. Während des Zweiten Weltkrieges war er zunächst in der Truppenbetreuung  – vorwiegend im Osten – tätig: Er hielt Filmvorträge über die Autorennen der dreißiger Jahre. Danach war er als Absolvent des Technikums Mittweida als Kriegstechniker im Offiziersrang bei den Panzertruppen im Krieg gegen die Sowjetunion eingesetzt.

Mit nur 36 Jahren erkrankte er schwer an der Asiatischen Ruhr und starb in einem Lazarett in Makejewka bei Stalino an der Ostfront, wo er auch begraben wurde[1]. Der Friedhof wurde später zerstört und existiert heute nicht mehr.[2] In seiner Heimatstadt Mittweida erinnert ein Denkmal auf dem Neuen Friedhof an diesen Sohn der Stadt.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Leif Snellman, Felix Muelas: Rudolf Hasse (D). www.kolumbus.fi, 25. März 2012, abgerufen am 14. Dezember 2013 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Eintrag für Rudolf Hasse in der Online-Gräbersuche des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (www.volksbund.de/graebersuche)
  2. Eintrag bei www.findagrave.com (englisch)