Rudolf Hundstorfer

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Rudolf Hundstorfer (2013)

Rudolf Hundstorfer (* 19. September 1951 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (SPÖ), ÖGB-Gewerkschaftsfunktionär und war seit 2007 Präsident des ÖGB. Seit Dezember 2008 ist er Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz, seit 1. Februar 2009 für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.

Leben[Bearbeiten]

Hundstorfer ist seit 1966 beim Magistrat der Stadt Wien beschäftigt, wo er auch den Beruf eines Bürokaufmannes erlernte. Seit den frühen 1970er Jahren engagierte er sich in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), deren Vorsitzender er ab Mai 2003 war.

Ab 1990 war er zudem Mitglied des Wiener Gemeinderates und Landtages, ab 1995 auch Vorsitzender des Gemeinderates. Nachdem Hundstorfer zum Präsidenten des ÖGB gewählt worden war, schied er am 25. Jänner 2007 aus dem Wiener Landtag und Gemeinderat aus.

Im Oktober 2003 wurde Hundstorfer Vizepräsident des ÖGB. Am 27. März 2006 übernahm er nach dem Rücktritt von Fritz Verzetnitsch im Zuge der Affäre um die BAWAG interimistisch die ÖGB-Präsidentschaft. Nachdem der Bundeskongress des ÖGB, der im Juni 2006 stattfinden sollte, auf 2007 verschoben wurde, wurde Hundstorfer ÖGB-Präsident über Juni hinaus. Nachdem er zum Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz in der Regierung Faymann I designiert worden war, legte er das Amt des ÖGB-Präsidenten zurück. Am 1. Dezember 2008 wurde Erich Foglar vom ÖGB-Vorstand zu seinem designierten Nachfolger gewählt.

Am 8. September 2005 unterschrieb er eigenhändig als Vertreter aller drei BAWAG-Aktionäre (Gewerkschafts-Stiftung, Vermögensverwaltung und ÖGB), dass Verbindlichkeiten in Höhe von 1,53 Milliarden Euro der BAWAG dem ÖGB übertragen werden. Hundstorfer verschwieg dies bis Juni 2006 und rechtfertigte sich dann, als er von Medien mit seinem Handeln konfrontiert wurde, mit den Worten: „Ich wusste nicht, was ich da unterschrieb“.[1]

Privates[Bearbeiten]

Hundstorfer ist verheiratet und hat eine Tochter und zwei Stiefkinder.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Standard, 16. Juni 2006 online
  2. Orden für die Regierung: "Wo war mei Leistung?", Kleine Zeitung, 24. Jänner 2012
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)

Weblinks[Bearbeiten]