Rudi Kargus

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Rudolf Kargus
Spielerinformationen
Geburtstag 15. August 1952
Geburtsort WormsDeutschland
Position Torwart
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1970–1971
1971–1980
1980–1984
1985
1986–1987
1987–1990
Wormatia Worms
Hamburger SV
1. FC Nürnberg
Karlsruher SC
Fortuna Düsseldorf
1. FC Köln
9 (0)
254 (0)
131 (0)
22 (0)
20 (0)
0 (0)
Nationalmannschaft
1975–1977 BR Deutschland 3 (0)
Stationen als Trainer
1991–1996
1998
Hamburger SV Jugend
USC Paloma Hamburg
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Rudolf „Rudi“ Kargus (* 15. August 1952 in Worms) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler, der als Torhüter des Hamburger SV in den Jahren 1976 den DFB-Pokal, 1977 den Europapokal der Pokalsieger und 1979 die Deutsche Fußballmeisterschaft gewonnen hat. Kargus ist bis heute (2011) mit insgesamt 24 gehaltenen Strafstößen der beste „Elfmetertöter“ der Bundesliga-Geschichte.

Laufbahn[Bearbeiten]

Vereine, 1962 bis 1990[Bearbeiten]

Wormatia Worms, bis 1971[Bearbeiten]

Der gebürtige Wormser spielte noch als Zwölfjähriger in der Jugend von Wormatia Mittelstürmer, ehe er durch eine Verletzung des etatmäßigen Keepers in das Tor kam. Als Ballfänger fand er seine wahre Begabung und kam rasch in die Südwestauswahl. In der Saison 1970/71 kam der A-Jugendliche in der Hinrunde bei der Wormatia bereits in der Fußball-Regionalliga Südwest neun Mal zum Einsatz. An der Seite der erfahrenen Mitspieler Dieter Franzreb, Volker Radtke und Heiner Schmieh zeichnete er sich dabei in den Spielen gegen den SV Alsenborn, Borussia Neunkirchen, FC Homburg und SV Völklingen aus, so dass auch der DFB auf ihn aufmerksam wurde. Unter DFB-Jugendtrainer Herbert Widmayer debütierte der 1,83 m große und schmalgliedrig gewachsene Nachwuchskeeper am 25. November 1970 in Lübeck beim Länderspiel gegen Schweden in der Deutschen Jugendnationalmannschaft, das 1:0 endete. Kargus hütete auch bei den zwei Qualifikationsspielen gegen Italien im März und April 1971 das Tor der sich durchsetzenden DFB-Jugend. Beim UEFA-Juniorenturnier im Mai 1971 in der Tschechoslowakei kam er in allen drei Gruppenspielen gegen den Gastgeber (0:0), Griechenland (2:4) und die Auswahl des DFV (1:3) zum Einsatz. Insgesamt werden für Kargus acht Jugendländerspiele notiert. Der vormalige „Macher“ des TuS Altrip (Finalist im Jahr 1970 um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft) und danach als Jugendmanager beim Hamburger SV angestellte Gerhard Heid vermittelte Rudi Kargus zur Runde 1971/72 zum Rothenbaum.

Hamburger SV, 1971 bis 1980[Bearbeiten]

In den ersten zwei Runden in der Fußball-Bundesliga, 1971 bis 1973, konnte Kargus unter Trainer Klaus-Dieter Ochs noch nicht die Torhüterhierarchie beim HSV verändern, Stammkeeper blieb der erfahrene Arkoc Özcan. Sein erstes Bundesligaspiel bestritt Kargus am 11. September 1971 bei einem 1:1-Remis gegen Eintracht Braunschweig. Insgesamt kam er in den ersten zwei Runden auf 24 Ligaeinsätze. Als Kuno Klötzer zur Runde 1973/74 die sportliche Leitung in Hamburg übernahm, wurde Kargus Stammspieler und absolvierte 33 Rundenspiele. Mit herausragenden Reflexen und Paraden war Kargus beim Pokalwiederholungsspiel am 21. Dezember 1973 gegen Borussia Mönchengladbach aufgefallen, als er vor 50.000 Zuschauern beim 3:1-Erfolg nach Elfmeterschießen drei Strafstöße von Köppel, Bonhof und Danner parieren konnte und damit den Grundstock zu seinem Ruf als „Elfmetertöter“ legte. Beim DFB reagierte man auf die Leistungen des HSV-Torhüters mit der ersten Nominierung für das B-Länderspiel am 3. September 1974 gegen Luxemburg.

Endgültig führte ihn seine sportliche Entwicklung in der Runde 1974/75 in den engen Kreis der Torhüter, die für die Nationalmannschaft in Frage standen. Sepp Maier, Norbert Nigbur, Bernd Franke, Dieter Burdenski und der junge HSV-Keeper führten die Torhüterrangliste an. Mit drei gehaltenen Strafstößen in der Bundesliga sowie zwei im UEFA-Cupspiel bei Dynamo Dresden – am 11. Dezember 1974 wehrte er die Elfmeter von Dörner und Lichtenberger beim 2:2 in Dresden ab – hatte er sich endgültig einen Ruf als „Elfmetertöter“ erhechtet. Die Entwicklung setzte sich aber noch fort, Kargus gewann 1975/76 mit dem HSV den DFB-Pokal und erreichte in der Liga die Vizemeisterschaft. Er parierte in der Bundesliga sieben Elfmeter und feierte am 20. Dezember 1975 in Istanbul gegen die Türkei sein Länderspieldebüt. Jetzt war er hinter Sepp Maier die klare Nummer zwei und fuhr als Ersatzmann mit zur Fußball-Europameisterschaft nach Jugoslawien. Zum sportlichen Höhepunkt wurde 1976/77 der 2:0-Sieg im Finale des Europacups der Pokalsieger am 11. Mai 1977 in Rotterdam gegen RSC Anderlecht.

Die Personalrochade des „Generalmanagers“ Peter Krohn zur Runde 1977/78, mit der Ablösung des erfahrenen und sachlichen Trainerroutiniers Kuno Klötzer durch den zwar eloquenten aber nicht gerade für „hanseatische Tugenden“ stehenden Rudi Gutendorf, führte aber beim HSV insgesamt zu einem dramatischen sportlichen Absturz. Der Irrtum auf der Trainerbank brachte den Hanseaten den enttäuschenden 10. Bundesligarang ein und auch die Stabilität der Torhüterleistung von Kargus blieb davon nicht unberührt. Mehrere Patzer kratzten am Nimbus des vormaligen Nationalmannschaft-„Kronprinzen“. Dennoch reiste er neben Maier und Burdenski mit zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Argentinien.

Mit dem neuen Trainer Branko Zebec gewann Kargus 1979 die Deutsche Meisterschaft, wurde 1980 Vizemeister und stand im Europacup der Landesmeister am 28. Mai 1980 in Madrid im Finale gegen Nottingham Forest. Im Gedächtnis bleibt aber insbesondere der 5:1-Heimerfolg am 23. April 1980 im Halbfinale gegen Real Madrid. Obwohl der Ex-Wormser sein 200. Bundesligaspiel und weitere B-Länderspiele absolvierte, stand der einstige Rückhalt im HSV-Tor, durch einige schwächere Leistungen verursacht, mittlerweile in der Kritik. In der Saison 1979/80 strahlte er keine Ruhe und Souveränität mehr aus und nach Irrflügen im Europapokalviertelfinale gegen Hajduk Split verlangte Zebec von HSV-Manager Günter Netzer eine Neuverpflichtung für das Tor. Es kamen Heinz-Josef Koitka und Uli Stein an den Rothenbaum und der dreimalige Nationaltorhüter musste zu Beginn der Saison 1980/81 drei Monate ausharren, ehe er vom 1. FC Nürnberg verpflichtet wurde. Sein letztes Bundesligaspiel für den Hamburger SV absolvierte Kargus am Schlusstag der Runde 1979/80, dem 31. Mai 1980, beim 4:0-Heimerfolg gegen Schalke 04. Nach insgesamt 254 Bundesligapartien von 1971 bis 1980 war seine Zeit in Hamburg abgelaufen.

Nürnberg, 1980 bis 1984[Bearbeiten]

Kargus debütierte beim 1. FC Nürnberg am neunten Spieltag der Runde 1980/81, den 15. Oktober 1980, beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Nach acht Spieltagen stand der „Club“ mit Trainer Horst Heese mit 5:11 Punkten auf dem 15. Tabellenrang und Kargus und Kollegen wurden mit 1:4 Toren durch Frankfurt noch mehr in den Abstiegskampf gedrängt. Am Rundenende belegte Nürnberg den 14. Rang und Kargus hatte in 22 Einsätzen seinen Beitrag zum Klassenerhalt geleistet. In den nächsten drei Spielzeiten avancierte der Torhüter zur überragenden Spielerpersönlichkeit in Nürnberg. Am 24. Spieltag der Saison 1981/82 parierte er in Mönchengladbach seinen 18. Elfmeter und löste damit Norbert Nigbur als Rekordhalter ab.

Mit dem Club erreichte er in dieser Runde im DFB-Pokal die Endspielteilnahme. Im Halbfinale feierte Kargus zuvor einen 2:0-Erfolg gegen seinen Ex-Club aus Hamburg. In Frankfurt setzte sich aber Bayern München am 1. Mai 1982 nach einer 2:0 Clubführung mit 4:2 Toren gegen das Team von Trainer Udo Klug durch. Als Mannschaftskapitän bewahrte Kargus die Elf aus der Noris in der Saison 1982/83 mit seinen überdurchschnittlich guten Torhüterleistungen fast alleine vor dem Abstieg. Diese reichten aber im Folgejahr 1983/84 nicht aus, als beim „Club“ mit Klug, Rudi Kröner und ab dem 1. Januar 1984 mit Heinz Höher gleich drei sportliche Leiter sich vergeblich an der Rettung der Franken vor dem Abstieg versuchten. Der Ex-Nationaltorhüter ging mit in die 2. Fußball-Bundesliga und absolvierte zwölf Spiele in der Zweitklassigkeit, bevor ihm als vermeintlichem „Rädelsführer“ einer Spielerrebellion gegen Trainer Höher Ende Oktober 1984 gemeinsam mit fünf weiteren Spielern – Udo Horsmann, Stefan Lottermann, Horst Weyerich, Detlef Krella und Manfred Walz – wegen „vertragswidriger Indiskretion und Arbeitsverweigerung“ fristlos gekündigt wurde.[1] Es folgte eine dreimonatige Pause für den einstigen „Retter“, ehe er aus Karlsruhe ein neues Vertragsangebot bekam.

Karlsruhe, Düsseldorf und Köln, 1985 bis 1990[Bearbeiten]

Am 18. Spieltag, dem 2. Februar 1985, feierte Kargus beim 0:3 gegen Waldhof Mannheim beim abstiegsgefährdeten Karlsruher SC sein Bundesliga-Comeback. KSC-Schlussmann Bernd Fuhr hatte in den letzten fünf Spielen der Hinrunde 26 Gegentreffer kassiert, sodass der Verein in der Winterpause den erfahrenen Keeper aus Nürnberg verpflichtete, außerdem den Verteidiger Michael Hertwig. Kargus absolvierte in der Rückrunde 15 Ligaspiele für den KSC, aber weder die Neuverpflichtungen noch der Wechsel von Trainer Werner Olk zu Lothar Buchmann konnten den Abstieg der Badener verhindern. Kargus gehörte 1985/86 dem Zweitliga-Kader des KSC an. Die Karlsruher setzten aber wieder auf Bernd Fuhr im Tor, sodass Kargus nur noch zu sieben Zweitliga-Einsätzen kam. Am Rundenende war er vertragslos und hielt sich mit Waldläufen und Gymnastik fit.

Das Fithalten lohnte sich: Nach einem Mittelfußbruch von Stammtorhüter Jörg Schmadtke erhielt Ex-Nationalspieler Kargus während der Runde 1986/87 einen Kontrakt bei Fortuna Düsseldorf. Er absolvierte am 23. Spieltag gegen Bayer Uerdingen sein 400. Bundesligaspiel; am Ende aber stieg Düsseldorf zum vierten Mal aus der Bundesliga ab. Rudi Kargus hatte nochmals zwanzig Erstligapartien bestritten. Sein letztes Spiel in der Fußball-Bundesliga erlebte er am 30. Mai 1987 im Düsseldorfer Rheinstadion gegen den 1. FC Kaiserslautern. Nach insgesamt 408 Erstligaeinsätzen sowie 19 Spielen in der 2. Bundesliga war seine Spielerlaufbahn beendet.[2]

Es folgten drei Jahre als Ersatzmann für Bodo Illgner beim 1. FC Köln, wo er aber nicht mehr in der Liga zum Einsatz kam. Nachdem er sich bei einem Hallenfußballturnier den Ellenbogen verletzt hatte, musste er 1990 endgültig seine aktive Laufbahn beenden.

Nach seinem Rücktritt als Aktiver übernahm er zwischen 1991 und 1996 das Amt des Chef-Jugendtrainers beim Hamburger SV. Ein Jahr zuvor hatte er den Fußball-Lehrer-Lehrgang an der Sporthochschule in Köln als Klassenprimus abgeschlossen. 1998 war Kargus Trainer von USC Paloma Hamburg. Durch mehrere Hüftoperationen bedingt, musste er seine Trainerkarriere frühzeitig beenden.[3]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

In der Nationalmannschaft spielte er zwischen 1975 und 1977 drei Mal und nahm 1978 mit der DFB-Elf an der Weltmeisterschaft in Argentinien teil, ohne zum Einsatz gekommen zu sein. In der B-Länderelf kam er von 1974 bis 1979 zu elf Einsätzen.

Erfolge[Bearbeiten]

Mit dem HSV wurde er 1979 Deutscher Meister, 1976 DFB-Pokalsieger und gewann 1977 den Europapokal der Pokalsieger.

Eine Studie der TU Dortmund hat 2009 herausgefunden, dass Kargus bei damals 3.828 gegebenen Elfmetern der erfolgreichste Elfmetertöter der Bundesligageschichte ist. Seine 24 (manche Quellen geben 23 an)[4] gehaltenen Strafstöße erreichte er bei 70 Strafstößen, die auf sein Tor abgegeben wurden.[5]

Trivia[Bearbeiten]

Die Wahl der Handschuhe glich immer einer Zeremonie, denn Kargus nahm immer fünf Paare mit auf das Spielfeld, wählte dann eines daraus aus, spuckte aber vor dem Überziehen immer in das Handschuhpaar.[6]

Sonstiges[Bearbeiten]

Rudi Kargus gibt heute seine Erfahrung an junge Fußballspieler weiter. Sein letztes Projekt (Juli 2005) war ein internationales Fußball-Camp in Camden/NY, in dem deutsche und US-amerikanische Spieler gemeinsam trainierten.

In Hamburg wird er vom HSV immer noch als Torwartlegende bezeichnet.[7]

Der ehemalige Nationalspieler ist heute Maler. Seit 1996 setzt er sich intensiv mit Kunstmalerei auseinander und hatte bereits diverse Ausstellungen. Geweckt wurde diese Leidenschaft durch einen Maler, den Kargus im Urlaub auf Fuerteventura traf. An der Kunstschule Blankenese erlernte er expressive Malerei.[8][9] Er hat sein Atelier in einem abgelegenen Bauernhof zwischen Norderstedt und Quickborn.[10]

In einem Interview mit der Zeitung Die Welt eröffnete Kargus 2009, dass er in seiner aktiven Torhüterzeit sehr unter dem psychischen Druck gelitten habe. Seit dieser Zeit geht er Menschenmassen aus dem Weg und gleichzeitig hilft ihm die Malerei innere Ruhe zu finden. Für die Fußballweltmeisterschaft 2006 wurde er vom DFB engagiert Fußballbilder zu malen, was er eigentlich nie wollte. Diese wurden auf der Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen ausgestellt.[11][12]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudi Kargus: Glanzparade: Malerei von Rudi Kargus. Oberhummer Gesellschaft, 2005, ISBN 3-934137-09-1.
  • Werner Skrentny, Jens R. Prüss: Hamburger SV: Immer erste Klasse. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 1998, ISBN 3-89533-220-8.
  • B. F. Hoffmann: Das große Lexikon der Bundesligatorhüter. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2003, ISBN 3-89602-526-0, Seite 196–199.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kicker Sportmagazin Nr. 90/1984, S. 81
  2. Matthias Arnhold: Rudolf Kargus - Matches in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 31. Oktober 2013. Abgerufen am 27. November 2013.
  3. ndr.de Rudi Kargus: Der Elfmeter-Töter mit dem Pinsel, 15. August 2011, abgerufen am 8. September 2011
  4. ndr.de Rudi Kargus: Der Elfmeter-Töter mit dem Pinsel, 15. August 2011, abgerufen am 8. September 2011
  5. ruhrnachrichten.de TU Dortmund: Studie outet die Elfmeter-Killer, 26. Mai 2009, abgerufen am 8. September 2011
  6. ndr.de Rudi Kargus: Der Elfmeter-Töter mit dem Pinsel, 15. August 2011, abgerufen am 8. September 2011
  7. hamburg1video.de Holsten HSV Talk - Frank Rost und Rudi Kargus, 3. Mai 2008, abgerufen am 8. September 2011
  8. Björn Troll: FIFA WM 2006 (TM): Kargus Ausstellung zur Fußball-WM 06; Meldung auf report-k.de
  9. ndr.de Rudi Kargus: Der Elfmeter-Töter mit dem Pinsel, 15. August 2011, abgerufen am 8. September 2011
  10. Welt Online: Rudi Kargus Ein Festhalter lernt loslassen, 12. Oktober 2009, abgerufen am 8. September 2011
  11. Welt Online: Rudi Kargus Ein Festhalter lernt loslassen, 12. Oktober 2009, abgerufen am 8. September 2011
  12. onlinekunst.de: "Fußball: Malerei von Rudi Kargus", 2006, abgerufen am 8. September 2011