Rudolf Kolisch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Rudolf Kolisch (* 20. Juli 1896 in Klamm, Niederösterreich; † 1. August 1978 in Watertown, Massachusetts) war ein österreichisch-amerikanischer Violinist.

Leben[Bearbeiten]

Rudolf Kolisch studierte Violine bei Otakar Ševčík und Komposition bei Franz Schreker und Arnold Schönberg. Er wurde 1924 der Schwager von Schönberg. Während des Zweiten Weltkriegs lebte Kolisch in Amerika.

Seine Bedeutung lag in der Interpretation der neuen Musik des 20. Jahrhunderts durch das von ihm gegründete Kolisch-Quartett (vormals Wiener Streichquartett). Kolisch favorisierte bei den Interpretationen des Quartetts die Temperierte Stimmung.

Sein ehrenhalber gewidmetes Grab befindet sich auf dem Grinzinger Friedhof (Gruppe 6, Reihe 6, Nummer 9) in Wien.

Lehrtätigkeit[Bearbeiten]

  • 1939 New School of Social Research in New York
  • 1944 - 1967 University of Wisconsin in Madison
  • 1967 - 1978 New England Conservatory of Music in Boston
  • 1956 - 1958 Darmstädter Ferienkurse für neue Musik
  • 1974 - 1977 Interpretationskurse im Mödlinger Schönberg-Haus

Schriften[Bearbeiten]

  • Religion der Streicher (Musikkonzepte)
  • Tempo und Charakter in Beethovens Musik

Weblinks[Bearbeiten]