Rudolf Sarközi

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Rudolf Sarközi (* 11. November 1944 im Anhaltelager Lackenbach) ist als Obmann des Kulturvereins Österreichischer Roma ein Vertreter der österreichischen Roma.

Biografie[Bearbeiten]

Rudolf Sarközi besuchte die Volksschule Unterschützen im Burgenland. Als „Zigeuner“ erhielt er keine Lehrstelle und arbeitete als Hilfsarbeiter im Hoch- und Tiefbau und als Monteurhelfer bei einem Wasser- und Heizungsinstallationsunternehmen.

Nach der Eheschließung übersiedelte Sarközi 1964 mit seiner Ehefrau Helga und dem Sohn Andreas nach Wien, wo er nach seinem Wehrdienst bei einem Elektro- und Blitzschutzunternehmen beschäftigt war.

1981 wurde Sarközi von der Gemeinde Wien im städtischen Fuhrpark als Kraftfahrer angestellt, war aber seit Juli 1997 wegen seiner Tätigkeit im Interesse der Roma und Sinti karenziert. 2005 trat er in den Ruhestand.

Politische Tätigkeit[Bearbeiten]

Auf Sarközis Initiative wurde 1991 der Kulturverein Österreichischer Roma gegründet, dessen Obmann er seit damals ist. Eine Petition des Kulturvereins, die auch vom Verein Roma in Oberwart unterstützt wurde, führte zu einem Entschließungsantrag aller vier damals im Parlament vertretenen Parteien, der einstimmig angenommen wurde und schließlich die Anerkennung der Roma und Sinti Österreichs als Volksgruppe der Roma im Dezember 1993 brachte[1].

Am 3. Juni 1996 wurde das von Rudolf Sarközi gegründete Roma-Doku von Bundeskanzler Franz Vranitzky, Bürgermeister Michael Häupl und dem damaligen Bundespräsident Thomas Klestil eröffnet.

Sarközi beteiligte sich an der ständigen Ausstellung im Museum Auschwitz-Birkenau. Am 24. November 1996 proklamierte der Internationale Rat zum Gedenken der Vernichtung der Roma den 2. August als Gedenktag an die Vernichtung der Roma. Seit 1997 nimmt er an der jährlichen Gedenkfeier des Rates teil, dem er auch angehört.

Nach der Ermordung von vier Roma durch den Bomben-Attentäter Franz Fuchs in Oberwart musste Sarközi seine Volksgruppe bei vielen Veranstaltungen vertreten. Im Juni 1995 gründete er den Roma-Bildungsfonds.

Auszeichnungen (Auszug)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerhard Baumgartner, Florian Freund: Roma Politik in Österreich, 16 f. (eingesehen 16. Dezember 2008; PDF; 876 kB)