Rueun

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rueun
Wappen von Rueun
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Surselvaw
Kreis: Ilanz
Gemeinde: Ilanz/Glioni2w1
Postleitzahl: 7156
Koordinaten: 730742 / 18231646.7791869.150729788Koordinaten: 46° 46′ 45″ N, 9° 9′ 3″ O; CH1903: 730742 / 182316
Höhe: 788 m ü. M.
Fläche: 11.58 km²
Einwohnerdichte: 36 Einw. pro km²
Website: www.rueun.ch
Rueun

Rueun

Karte
Rueun (Schweiz)
Rueun
ww
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2014

Rueun ( [ʁu̯ɛʊ̯n]?/i, deutsch und offiziell bis 1943 Ruis) war bis am 31. Dezember 2013 eine politische Gemeinde im Kreis Ruis im Bezirk Surselva des Kantons Graubünden in der Schweiz. Am 1. Januar 2014 fusionierte Rueun mit den ehemaligen Gemeinden Castrisch, Duvin, Ilanz, Ladir, Luven, Pigniu, Pitasch, Riein, Ruschein, Schnaus, Sevgein, Siat zur neuen Gemeinde Ilanz/Glion.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot das goldene (gelbe) Brustbild des Heiligen Andreas (Apostel) mit silbernem Nimbus, vor sich ein naturfarbenes Andreaskreuz haltend

Das Wappenmotiv des Heiligen Andreas wurde schon auf einer Fahne als auch in einem Siegel verwendet. Es verweist auf die Beziehung der Pfarrei der Andreaskirche zum Kloster Disentis.

Herkunft des Namens[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ruis ist um 765 erstmals als Ruane im Testament von Bischof Tello erwähnt. Der Name stammt vom Lateinischen rova ab, was Erdrutsch bedeutet. Diese Bezeichnung bezieht sich auf den Schuttkegel des Dorfbaches, an dem das Dorf gegründet wurde.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde umfasst Gebiete links und rechts des Vorderrheins. Auf der rechten Seite liegt unbesiedeltes Waldgebiet. Am linken Ufer reicht der Ort vom Talboden (San Clau, 739 m ü. M.) bis hinauf zum Fil da Rueun (2351 m). Das Dorf selber liegt auf einer Terrasse oberhalb des Talbodens. Zur Gemeinde gehören zahlreiche Maiensässe. Vom gesamten Gemeindegebiet von 1158 ha sind 533 landwirtschaftlich nutzbar. 506 ha sind von Wald und Gehölz bedeckt. Das restliche Gemeindeareal umfasst 68 ha unproduktive Fläche (Gebirge) und 51 ha Siedlungsfläche.

Polenweg[Bearbeiten]

In der Nähe des Bahnhofs überspannt seit 1840 die Punt da Rueun den Vorderrhein. Sie führt auf der anderen Seite des Flusses auf den Polenweg, der von Ilanz nach Tavanasa führt. Er wurde zwischen 1940 und 1945 von internierten polnischen Soldaten erbaut. Erinnerungstafeln und ein Bildstock am westlichen Ende des Plaun grond erinnert daran.

Kirchen[Bearbeiten]

Pfarrkirche ist die katholische Kirche St. Andreas, die erstmals 840 erwähnt wird.[1] Daneben stehen in Rueun vier Kapellen: St. Nikolaus unterhalb des Dorfes,[2] St. Franziskus[3] und St. Antonius von Padua beide an der Strasse nach Pigniu und St. Maria Magdalena[4] am östlichen Ende des Dorfes vor Schnaus.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Von den Ende 2004 431 Bewohnern waren 400 Schweizer Staatsangehörige.

In Rueun wohnt die Bündner Schauspielerin und Sängerin Corin Curschellas.[5][6]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rueun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Katholische Pfarrkirche St. Andreas
  2. Kapelle St. Nikolaus
  3. Kapelle St. Franziskus
  4. Kapelle St. Maria Magdalena
  5. Telefonbuch der Schweiz, aufgerufen am 21. März 2014
  6. Corin Curschellas e sia amur per la chanzun rumantscha im Rätoromanischen Fernsehen vom 19. Mai 2013.