Ruggero Deodato

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Ruggero Deodato in Cannes 2008

Ruggero Deodato (* 7. Mai 1939 in Potenza, Basilicata) ist ein italienischer Filmregisseur, Schauspieler und Drehbuchautor, der für seine umstrittenen Filme bekannt ist.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Deodato begann seine Karriere als Regie-Assistent von Roberto Rossellini, arbeitete später für Antonio Margheriti und Sergio Corbucci. Für Margheriti inszenierte er seinen ersten Film, bei dem er aus Werbegründen allerdings nicht genannt wurde. Bis 1969 inszenierte er einige Abenteuerfilme und wechselte dann für einige Jahre zum Fernsehen.

International bekannt wurde Deodato mit der zweiten Phase seiner Kinokarriere. Ab 1975 inszenierte er einige wegen ihrer Brutalität kontrovers diskutierte Filme, darunter Cannibal Holocaust. Ab Mitte der 1980er Jahre arbeitete Deodato wieder verstärkt für das Fernsehen.[1]

Deodato wirkte als Gastschauspieler in der Rolle eines Kannibalen in Hostel 2 mit. Er trat vom 4 bis 6. Mai 2012 gemeinsam mit seinem Landsmann und Italo Horror-Genre Legende Lamberto Bava auf den Texas Frightmare Weekend 2012 auf.[2] Dort präsentierte er seinen Ende des Jahres 2012 erscheinenden Film The House on the Edge of the Park Part II, der Fortsetzung seines 1980 erschienen Sexploitation-Giallo-Films Der Schlitzer.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Ruggero Deodato im Januar 2008
Regie
  • 1964: Ursus und die Sklavin des Teufels (Ursus il terrore dei Kirghisi) (ungenannt)
  • 1969: Die Jungfrau mit der scharfen Klinge (Zenabel)
  • 1969: I quattro del Pater Noster
  • 1976: Eiskalte Typen auf heißen Öfen (Uomini se nasce, poliziotti si muore)
  • 1977: Mondo Cannibale, 2. Teil – Der Vogelmensch (Ultimo mondo cannibale)
  • 1979: Das Concorde Inferno (Concorde affaire 79)
  • 1980: Nackt und zerfleischt (Cannibal Holocaust)
  • 1980: Der Schlitzer (La casa sperduta nel parco)
  • 1983: Atlantis Inferno (I predatori di Atlantide)
  • 1985: Cut and Run (Inferno in diretta)
  • 1986: Flash Fighter (Per un pugno di diamanti)
  • 1987: Die Barbaren (The Barbarians)
  • 1987: Body Count (Camping del terrore)
  • 1988: Off Balance – Der Tod wartet in Venedig (Un delitto poco comune)
  • 1988: Dial: Help (Minaccia d’amore)
  • 1993: SEX-trem (Vortice mortale)
  • 1996: Zwei Engel mit Vier Fäusten (Noi siamo angeli) (Fernsehserie, 6 Filme)
  • 1997–1999: Unter der Sonne Afrikas (Sotto il cielo dell’Africa) (Fernsehserie, 12 Filme)
  • 2005: Padre Speranza – Mit Gottes Segen (Padre Speranza) (Fernsehfilm)
Darsteller
  • 2007: Hostel 2 (Hostel: Part 2)
  • 2008: Dead Bones

Literatur[Bearbeiten]

  • -MAERZ- (Axel Estein): Kannibalen - Fleisch ist Fleisch. In: Splatting Image, Nr. 8, Berlin 1991, Seiten 5-14

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roberto Poppi: Dizionario del cinema italiano. I registi, Gremese 2002, S. 146/147.
  2. Texas Frightmare Weekend – Guests
  3. Event Report: Texas Frightmare Weekend 2012.