Rui Costa (Fußballspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rui Costa

Rui Costa 2007 im Trikot von Benfica Lissabon

Spielerinformationen
Voller Name Rui Manuel César Costa
Geburtstag 29. März 1972
Geburtsort AmadoraPortugal
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
bis 1990 Benfica Lissabon
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1990–1994
1990–1991
1994–2001
2001–2006
2006–2008
Benfica Lissabon
AD Fafe (Leihe)
AC Florenz
AC Mailand
Benfica Lissabon
122 (18)
38 0(6)
239 (40)
169 0(7)
43 0(5)
Nationalmannschaft
1993–2004 Portugal 94 (26)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Rui Manuel César Costa ['ʀui 'manuɛɫ 'sezar 'cɔʃta] (* 29. März 1972 in Amadora) ist ein ehemaliger portugiesischer Fußballspieler.

Zunächst in der Verteidigung eingesetzt, spielte er schon bald im offensiven Mittelfeld. In der Nationalmannschaft gehörte er zusammen mit Luís Figo zur Goldenen Generation Portugals.

Heute ist er in der sportlichen Leitung von Benfica Lissabon tätig.

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Im Alter von fünf Jahren begann Costa beim Damaia Ginásio Clube mit dem Indoor-Fußball. Im Alter von zehn Jahren bestritt er ein Probetraining bei Benfica Lissabon. Betreut wurde dieses durch Portugals Fußballegende Eusébio, welcher schon damals von den Fähigkeiten Costas begeistert war. Anschließend wurde er in das Fußballinternat Benficas aufgenommen, wo er bis 1990 spielte. In seiner ersten Saison im Männerbereich wurde er an den AD Fafe ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Beim unterklassigen Verein zeigte er gute Leistungen und war Stammspieler. 1991 stieß er dann endgültig zum Profikader von Benfica Lissabon, wo er bis 1994 blieb. Mit Benfica gewann er 1993 den nationalen Pokalwettbewerb und 1994 die nationale Meisterschaft. Im Sommer 1994 bot der AC Florenz 6 Millionen € für den jungen Mittelfeldspieler. Benfica, damals mit finanziellen Problemen behaftet, stimmte dem Wechsel zu und ließ Costa nach Italien ziehen. Sieben Jahre spielte Costa für die Fiorentina, wobei er zweimal den italienischen Pokalwettbewerb (1996, 2001) gewinnen konnte. Während dieser Zeit wurde er mehrfach als bester Zehner Italiens geehrt. Durch starke Leistungen wurde er immer wieder mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht, blieb dem ACF aber immer treu. Erst als Florenz zur Saison 2001/02 Insolvenz anmelden musste, entschied sich Costa für einen Wechsel. Damaliger Trainer in Florenz war Fatih Terim. Als dieser im Sommer 2001 zum AC Mailand wechselte, nahm er Costa mit. Für Mailand war Costa der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte. Insgesamt 42 Millionen € wurden an Florenz überwiesen. Bei den Rossoneri hatte Costa wohl seine erfolgreicheste Zeit. In fünf Jahren dort gewann er je einmal die italienische Meisterschaft, die Coppa Italia, die Supercoppa Italiana, die UEFA Champions League und den Europäischen Supercup. In den ersten beiden Jahren war Costa unumstritten im Mittelfeld, rückte aber danach immer mehr in den Schatten des brasilianischen Wunderkinds Kaká. Von da an fand sich Costa meistens auf der Auswechselbank wieder und ihm blieb oft die Rolle des Zuschauers.

Am 25. Mai 2006 wurde bekannt, dass Costa wieder zu seinem Heimatverein Benfica wechseln wird. Beide Vereine und der Spieler einigten sich auf einen Wechsel zur neuen Saison. Am 11. Mai 2008 bestritt er sein letzte Profifußballspiel gegen Vitória Setúbal. Anschließend erklärte er seinen Rücktritt.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Seit er 1991 (gerade erst in den Nationalkader einberufen) bei der Juniorenweltmeisterschaft den entscheidenden Elfmeter im Endspiel gegen Brasilien erzielte und Portugal damit Juniorenweltmeister wurde, galt er in seiner Heimat als Nationalheld. Dieser Cup-Gewinn und der zwei Jahre zuvor erste errungene Titel (noch ohne Costa) im Jugendbereich, war die Geburtsstunde der Goldenen Generation Portugals. Viele Anhänger erhofften sich in den kommenden Jahren große Erfolge im Männerbereich. Zu einem Titel schaffte es die Goldene Generation allerdings nie.

1993 wurde er das erste Mal in die Portugiesische Fußballnationalmannschaft einberufen. Nach der Europameisterschaft im Jahr 2004 erklärte er seinen Abschied aus der Nationalmannschaft. Für die Fußball-Europameisterschaft 1996, die EM 2000, die EM 2004 und die Weltmeisterschaft 2002 war Costa nominiert.

Siehe auch:

Erfolge/Titel[Bearbeiten]

Als Nationalspieler

Mit seinen Vereinen

Auszeichnungen

Weblinks[Bearbeiten]