Ruine Alt-Landenberg

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Ruine Alt-Landenberg
Burghof nach Westen

Burghof nach Westen

Entstehungszeit: um 1200
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Ministeriale
Ort: Bauma
Geographische Lage 47° 22′ 22″ N, 8° 52′ 20″ O47.3727777777788.8722222222222721Koordinaten: 47° 22′ 22″ N, 8° 52′ 20″ O; CH1903: 708271 / 247871
Höhe: 721 m ü. M.
Ruine Alt-Landenberg (Zürich)
Ruine Alt-Landenberg

Die Burg Alt-Landenberg ist eine Burgruine auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Bauma im Kanton Zürich in der Schweiz. Sie liegt auf einer Anhöhe über der Töss bei rund 721 m ü. M. Höhe.

Anlage[Bearbeiten]

Der Zugang war bergseits durch einen künstlich vertieften Halsgraben erschwert. Der heutige Zugang erfolgt von Süden her. Nach einem ersten Tor gelangte man in einen Zwinger und über eine Zugbrücke zu einem zweiten Tor zu einer in den Fels geschlagenen Treppe, die direkt in die Anlage führte.

Die Anlage besteht aus einem rund 25 Meter lange Westteil und einem etwas längeren und breiteren Ostteil, in dem die Wohngebäude standen. Der Bau erfolgte in mehreren Phasen. Eine ältere Anlage, vermutlich mit schindelgedeckten Holzhäusern, wurde um 1200 ausgebaut; auch die Ringmauer entstand um diese Zeit. Der alte Zugang im Norden wurde durch eine Toranlage im Südwesten ersetzt. Als Baumaterial wurde auffallend viel Tuffstein verwendet. Der geräumige Palas, der den ganzen östlichen Teil einnahm, entstand in einer späteren Ausbauphase. Bergseitig war er durch eine teilweise noch erhaltene drei Meter starke Schildmauer geschützt. Die Säulensockel, die das erste Obergeschoss trugen, sind noch zu sehen. Die Quermauer im Westen und der 14 Meter tiefe Sodbrunnen wurden später angebaut. Denkbar, dass dieser schmale Teil eine Treppenhaus bildete. Spuren eines Bergfrieds wurden nicht gefunden.

Die Anlage von Alt-Landenberg mit Ringmauer, Torbau, Zwinger, Innenhof, geräumigem Palas und Wirtschaftsgebäuden entsprach einer typischen Burg des ausgehenden Hochmittelalters. Die Burganlage wurde in den 1960er Jahren freigelegt und restauriert.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg wurde um 1200 als typische Rodungsburg erbaut. Ihre Anfänge und ersten Bewohner sind nicht dokumentiert. 1315 fielen jedoch bereits die letzten Ritter der Burg in der Schlacht am Morgarten, als sie auf Seiten der Habsburger eine vernichtende Niederlage erlitten. Das Kloster St. Gallen bekam Alt-Landenberg als Erblehen zurück. Die Burg wechselte immer wieder den Besitzer. Hans Rüegg von Altlandenberg wurde 1651 als letzter Besitzer erwähnt. Zu dieser Zeit wurden Steine der immer mehr verfallenen Burg als Baugabe für eine Kirche gebraucht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Meyer (Red.): Burgen der Schweiz. Band 5: Kantone Zürich und Schaffhausen. Silva, Zürich 1982. S. 9–10.
  • Walter Drack (Red.): Zürcher Denkmalpflege, 3. Bericht 1962/1963. Zürich 1967. S. 13–24.
  • Hans Kläuli: Burg und Herrschaft Altlandenberg. In: Walter Sprenger (Red.): Geschichte der Gemeinde Bauma. Bd. 1. Bauma 1994. S. 131–180, ISBN 3-85981-173-8.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ruine Alt-Landenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien