Ruine Wulp
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Die Ruine Wulp liegt im Küsnachter Tobel oberhalb Küsnacht am Zürichsee. Die Überreste der einstigen Burg Wulp stammen in ihrer jetzigen Form aus dem Hochmittelalter, die Anlage ist schon seit dem Ende des Mittelalters unbewohnt.
Über den Namen der Burg Wulp gibt es keine Dokumente oder Urkunden aus dem Mittelalter. Laut einer Chronik des Klosters von Muri aus dem 12. Jahrhundert, besass ein gewisser Eghardus de Chüsnach im Jahre 1095 eine Burg in der Nähe von Zürich. Bis heute ist aber nicht sicher, ob damit die Burg Wulp gemeint war.
Als man auf dem vermuteten Burgareal archäologische Grabungen durchführte, fand man Überbleibsel von der Bronzezeit bis zum Hochmittelalter. So stellte man fest, dass im 10. Jahrhundert die erste Befestigungsanlage aus einer Palisade und Gräben bestand. Etwa hundert Jahre später wurde die Palisade durch Steinmauern ersetzt. Gleichzeitig wurden auch die Gebäude erneuert. Ausserdem fand man heraus, dass im 12. Jahrhundert sämtliche Gebäude abgerissen und durch einen wuchtigen Wohnturm und ein zentrales Gebäude ersetzt wurden. Nur die Ringmauer blieb bestehen. Wiederum hundert Jahre später wechselte die Burg Wulp den Besitzer und gehörte fortan den Freiherren von Regensberg.
Die Ruine wurde in den Jahren 1920 - 23, 1961 - 62, 1978 und 1980 – 82 durch den Verschönerungsverein Küsnacht ausgegraben und konserviert. 1923 wurde sie unter den Schutz des Bundes gestellt.
[Bearbeiten] Theorien über das Ende der Burg
- Die Freiherren von Regensberg zerstörten den Turm bis zu den Grundmauern, um die Steine für eine uns unbekannte Burg, die wahrscheinlich nie fertiggestellt wurde, zu verbauen.
- 1267 wurde die Burg Wulp durch die Zürcher zerstört, wie Chroniken berichteten. Das konnte aber durch Funde nicht belegt werden.
- Wahrscheinlich aber wurde die Burg nach 1270 verlassen und verfiel dann im Laufe der Zeit.
Heute sieht man noch die Reste einer kleinen Burgruine mit Turmfundament und Ringmauer aus dem 11. Jahrhundert und verschiedener Gebäude und Mauern aus dem 12. und 13. Jahrhundert.
[Bearbeiten] Literatur
- Christian Bader: Die Burgruine Wulp bei Küsnacht ZH. In: Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Bd. 25. Basel 1998.
[Bearbeiten] Weblinks
47.3215833333338.6058611111111Koordinaten: 47° 19′ 17,7″ N, 8° 36′ 21,1″ O; CH1903: (688241 / 241846)
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