Rumänien

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rumänien (Begriffsklärung) aufgeführt.
România
Rumänien
Flagge Rumäniens
Wappen Rumäniens
Flagge Wappen
Amtssprache Rumänisch
Hauptstadt Bukarest
Staatsform Republik
Regierungssystem Semipräsidentielles System
Staatsoberhaupt Präsident
Klaus Johannis
Regierungschef Premierminister
Victor Ponta
Fläche 238.391 km²
Einwohnerzahl 20.121.641 (Stand 20. Oktober 2011)[1]
Bevölkerungsdichte 84,4 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2013[2]
  • 188,893 Mrd. USD (50.)
  • 371,233 Mrd. USD (46.)
  • 8.873 USD (68.)
  • 17.440 USD (74.)
Human Development Index 0,785 (54.)[3]
Währung Leu (RON)
Unabhängigkeit 9. Mai 1877
Nationalhymne Deșteaptă-te, române!
Nationalfeiertag 1. Dezember
Zeitzone UTC+2 OEZ
UTC+3 OESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen RO
ISO 3166 RO, ROU, 642
Internet-TLD .ro
Telefonvorwahl +40
Österreich Belgien Bulgarien Republik Zypern Tschechien Deutschland Dänemark Dänemark Estland Spanien Finnland Frankreich Frankreich Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Griechenland Griechenland Ungarn Irland Italien Italien Italien Litauen Luxemburg Lettland Niederlande Polen Portugal Rumänien Schweden Slowenien Slowakei Island Montenegro Mazedonien Kroatien Türkei Türkei Malta Serbien Grönland Färöer Norwegen Norwegen Isle of Man Guernsey Jersey Andorra Monaco Schweiz Liechtenstein Vatikanstadt San Marino Albanien Kosovo Bosnien und Herzegowina Moldawien Weißrussland Russland Ukraine Autonome Republik Krim Kasachstan Abchasien Südossetien Georgien Aserbaidschan Aserbaidschan Armenien Iran Libanon Syrien Israel Jordanien Saudi-Arabien Irak Russland Tunesien Algerien MarokkoRomania in European Union.svg
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Rumänien (rumänisch România; [romɨˈnia]?/i) ist eine semipräsidentielle Republik im Grenzraum zwischen Mittel- und Südosteuropa. Das Land liegt am Schwarzen Meer und erstreckt sich in westlicher Richtung über den Karpatenbogen bis zur Pannonischen Tiefebene. Rumänien grenzt an fünf Staaten: im Süden an Bulgarien, im Westen an Serbien und Ungarn, im Norden sowie im Osten an die Ukraine und im Osten an Moldawien.

Der moderne rumänische Staat entstand 1859 durch die Vereinigung der Fürstentümer Moldau und Walachei. Nach 1945 war Rumänien während des Kalten Kriegs Teil des Warschauer Pakts. Seit 1989 hat sich Rumänien politisch den westeuropäischen Staaten angenähert und wurde Mitglied der NATO (2004) sowie der Europäischen Union (2007).

Mit 238.391 km² verfügt Rumänien über die neuntgrößte Fläche und mit etwa 20,1 Millionen Einwohnern über die siebtgrößte Bevölkerung aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die rumänische Hauptstadt Bukarest ist mit 1,9 Millionen Einwohnern[4] die sechstgrößte Stadt der EU, knapp vor Wien (1,75 Millionen) und Budapest (1,73 Millionen).

Ländername[Bearbeiten]

Der rumänische Begriff România (Rumänien) kommt von român (Rumäne), was seinerseits eine Ableitung des lateinischen romanus (Römer, römisch) ist.[5]

Im 16. Jahrhundert berichteten italienische Reisende, dass die Bewohner auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens sich selbst Römer nannten. In einem Brief des Kaufmanns Neacșu von 1521 wird das Fürstentum Walachei als Rumänisches Land (rumänisch: Țara românească) bezeichnet. Die moderne Entsprechung România ist seit dem frühen 19. Jahrhundert gebräuchlich.

Historische Dokumente weisen die Schreibweisen rumân und român zur Bezeichnung der Rumänen auf, die ursprünglich synonym verwendet wurden. Im 17. Jahrhundert nahm die vorherrschende Sprechform rumân die Bedeutung Leibeigener an, während român seine Bedeutung als Bezeichnung der Rumänen beibehielt.

Nach der Abschaffung der Leibeigenschaft Mitte des 18. Jahrhunderts ging die Form rumân allmählich aus der Sprache verloren, ist im Deutschen aber bis heute Wortstamm von Rumänien.

Geografie[Bearbeiten]

Topografie[Bearbeiten]

Rumänien liegt in der Übergangszone zwischen Mittel-, Süd- und Osteuropa.[6]

Historische Regionen Rumäniens

Die Staatsgrenzen sind insgesamt 3.150 km lang.[6] Davon entfallen 1.817 km auf Flüsse, vor allem auf die Donau, die Rumänien nach Süden gegen Bulgarien und nach Südwesten gegenüber Serbien abgrenzt. Die rumänische Küstenlinie am Schwarzen Meer ist 225 km lang.[7] Die Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine im Norden und Osten wird durch Moldawien unterbrochen. Eine weitere Außengrenze besteht im Westen zu Ungarn.

Rumäniens Landschaft wird etwa zu je einem Drittel von Gebirge, Hochland und Ebene eingenommen.[8] Der prägende Gebirgszug des Landes sind die Karpaten, welche die drei historischen Regionen Moldau, Walachei und Siebenbürgen (Transsilvanien) voneinander trennen. Das geografische Zentrum Rumäniens ist das Siebenbürgische Hochland, das im Westen vom Apuseni-Gebirge und ansonsten vom Karpatenbogen umschlossen wird. Die Ostkarpaten bilden die Grenze zum Moldauer Hochland, das im Nordosten Rumäniens liegt.

Die Südkarpaten wiederum trennen Siebenbürgen von der Walachischen Tiefebene. Diese Region lässt sich in die Kleine Walachei (Oltenien) im Westen sowie die Große Walachei (Muntenien) unterteilen, welche die zentralen und östlichen Anteile umfasst. Die Walachei wird nach Westen durch das Banater Gebirge abgegrenzt. Dieses bildet zusammen mit Apuseni-Gebirge und Poiana-Ruscă-Gebirge die sogenannten Rumänischen Westkarpaten. Diese grenzen die zentralen Regionen Rumäniens zur Pannonischen Tiefebene ab. Hier befinden sich die historischen Regionen Banat (Südwesten), Kreischgebiet (Westen) und Maramureș (Nordwesten). Im Norden Rumäniens liegt die Bukowina. Im Osten des Landes grenzt die Dobrudscha ans Schwarze Meer.

Geologie[Bearbeiten]

Fast die gesamte südliche Hälfte der Karpaten befindet sich auf rumänischem Staatsgebiet. Das Gebirge bildete sich während der Alpidischen Orogenese im Trias und gehört zu einem Gebirgssystem, das sich von den Alpen bis zum Himalaya erstreckt.[6]

Zehn Gipfel der Karpaten erreichen Höhen von über 2500 m. Höchster Punkt der Südkarpaten und ganz Rumäniens ist der Moldoveanu mit 2544 m. Die Ostkarpaten erreichen am Pietros 2303 m, die rumänischen Westkarpaten am Curcubăta Mare-Gipfel 1848 m. Die Südkarpaten sind am massivsten, während Ost- und Westkarpaten von Senken und Pässen durchzogen sind. Teile der Ostkarpaten sind vulkanisch, der Rest der rumänischen Karpaten besteht aus Schiefer und Kalkstein.

Das Siebenbürgische Hochland ist zwischen 300 m und 700 m, das Moldauische Hochland 300 m und 500 m hoch. Das kleine Dobrudscha-Hochland erreicht an seinem höchsten Punkt 467 m. Die Pannonische und Walachische Tiefebene (Campia Romana) bleiben unterhalb der Grenze von 200 m.

Hydrologie[Bearbeiten]

Der bedeutendste Fluss Rumäniens ist die Donau (rumänisch Dunărea), die mehr als tausend Kilometer durch oder an Rumänien entlang fließt. Sie stellt einen der wichtigsten Verkehrswege des Landes dar. Die Donau bildet den größten Teil der rumänischen Südgrenze zwischen dem rumänischen Teil des Banats und Serbien beziehungsweise der Walachei und Bulgarien. Im großen Donaudelta mündet der Fluss ins Schwarze Meer.

Die übrigen wichtigen Flüsse Rumäniens gehören direkt oder indirekt zum Einzugsgebiet der Donau und entwässern die Ostkarpaten:[6] Die Theiß grenzt Rumänien teilweise nach Norden zur Ukraine ab, der Pruth die rumänische Region Moldau nach Nordosten zu Moldawien. Der Sereth fließt durch Moldau, der Olt durch die Walachei, der Mureș (Nebenfluss der Theiß) durch Siebenbürgen.

Rumäniens Seen machen 1,1 Prozent der Landesfläche aus.[6] Insgesamt gibt es über 3400 Seen. Am größten sind die Lagunen Razim mit 41.500 ha und Sinoie mit 17.100 ha.

Klima[Bearbeiten]

Rumänien gehört zur gemäßigten Klimazone im Bereich der Westwindzone. Durch die natürliche Barriere der Karpaten unterscheiden sich die einzelnen Landesteile allerdings klimatisch voneinander. Siebenbürgen (westlich des Karpatenbogens) ist noch vom maritimen Klima der atlantischen Winde geprägt. Die Karpaten verhindern jedoch, dass diese Luftmassen den Osten und Süden des Landes erreichen. In der Moldau (östlich der Karpaten) herrscht ein kontinentales Klima vor. Diese Region ist kalten Luftströmen aus der Ukraine ausgesetzt. In der Walachei (südlich der Karpaten) existieren mediterrane Einflüsse; in noch stärkerem Ausmaß trifft dies auf die Dobrudscha zu.

Die jährlichen Durchschnittstemperaturen variieren innerhalb Rumäniens zwischen 11 °C im Süden und 8 °C im Norden. Kältester Monat ist gewöhnlich der Januar, wärmster Monat der Juli. Im Winter betragen die durchschnittlichen Temperaturen 0 °C an der Schwarzmeerküste und −15 °C im Hochgebirge. Im Sommer steigen die durchschnittlichen Temperaturen in den tieferen Regionen des Landes auf mehr als 25 °C. Die tiefste jemals gemessene Temperatur wurde mit −38,5 °C am 25. Januar 1942 in Bod festgestellt, die höchste mit 44,5 °C am 10. August 1951 bei Brăila.[9]

Die Niederschläge sind tendenziell am stärksten im Nordwesten Rumäniens und am schwächsten im Südosten. Die höchsten jährlichen Niederschlagsraten treten mit 1000 mm im Hochgebirge auf, die geringsten mit 300–400 mm an der Schwarzmeerküste. Diese kommt auf 2286 Sonnenstunden im Jahr gegenüber nur 1500 in den Gebirgsregionen Rumäniens.[9]

Natur[Bearbeiten]

Rumänien ist zu 27 % von Wald bedeckt.[10] Die Waldzone endet bei 1800 Meter, darüber befinden sich Bergweiden. Innerhalb der Nadelwaldzone (1400–1800 m) wachsen Fichten, Tannen, Kiefern, Eiben und Lärchen. Im Buchenwald (400–1400 m) dominieren zwar Buchen, doch kommen daneben auch Hainbuchen, Ulmen, Eschen und Birken vor. Die unterste Waldzone ist der Eichenwald (150–400 m), wo sich neben Eichen auch Ahorne, Platanen, Weiden, Pappeln und Linden finden lassen.

Im Bărăgan (Teil der Walachischen Tiefebene) und in der Dobrudscha existieren Steppenlandschaften, von denen allerdings große Teile landwirtschaftlich genutzt werden.[10] Ansonsten kommen hier neben vereinzelten Laubbäumen Rosen, Prunus und Weißdorne vor. Im Donaudelta befindet sich eine Sumpflandschaft, die durch Schilfrohr, Rohrkolben, Wasserschierling und Seerosen geprägt ist.

Rumäniens Tierwelt umfasst 3.600 Arten, bei denen es sich teilweise um in Europa weit verbreitete Gattungen handelt, teilweise aber auch um nur hier vorkommende.[11] Dazu zählen in den Karpaten die Gämse, Bartgeier[12], Braunbär (ca. 6600 Exemplare[13]), Wolf (ca. 3100[14]) und Luchs (ca. 1500[15]). Daneben finden sich in den höher gelegenen Waldregionen Rumäniens Tiere, die im Rest Europas häufiger vorkommen, wie Steinadler, Mönchsgeier, Rothirsch und Rotfuchs, in tiefer gelegenen Laubwäldern Dachs, Reh und Wildschwein.

In der Walachischen Tiefebene finden sich kleine Populationen der Großtrappe. Das Donaudelta bietet Heimat für zahlreiche Arten von Fischen, Amphibien und Zugvögeln. Dazu zählt der in Europa nur hier vorkommende Rosapelikan.[11] Daneben leben hier unter anderem der Purpurreiher und der wegen seines Kaviars bekannte Stör.

Das Donaudelta ist ein Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.

Naturschutz[Bearbeiten]

Als Mitglied der EU ist Rumänien auch zur Umsetzung des NATURA–2000–Schutzgebietnetzes verpflichtet. Zahlreiche Nationalparks existierten bereits oder wurden nach dem EU-Beitritt des Landes eingerichtet.

In Rumänien existieren derzeit 148 Vogelschutzgebiete und 383 FFH-Gebiete, die nach NATURA 2000 als besondere Schutzgebiete eingestuft werden. Das entspricht 23,4 % der rumänischen Landfläche. Deutschland hat im Vergleich 22,6 % (Stand: 12/2013)[16] seiner Fläche nach diesem Kriterium ausgewiesen.

Das Donaudelta ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und beherbergt das größte Schilfrohrgebiet der Welt. Rumänien besitzt mehr biogeografische Regionen als jedes andere EU-Land, aber die Landschaften werden zunehmend von der boomenden und modernisierten Landwirtschaft und dem Städtewachstum beeinflusst.

Das nationale Budget im Sektor des Biodiversitätsschutz ist sehr gering und es fehlt vielfach an Bewusstsein über Sinn und Zweck von EU-Naturschutz-Richtlinien. Im Oktober 2007 bekam die Regierung in Bukarest eine schriftliche Verwarnung der Europäischen Kommission, da das Land seine Gesetze zur Erhaltung der Biodiversität nicht eingehalten habe. Konkret ging es um bestimmte Schutzzonen für Zugvögel.[17]

Herrenlose Hunde bilden ein Problem, da sie auch Menschen angreifen, wenn sie hungrig sind. Allein in Bukarest schätzt man ihre Zahl auf 60.000.[18]

Illegaler Holzschlag, dem keine Wiederaufforstung folgt, bedroht zunehmend den Waldbestand. Grund sind die internationale Nachfrage nach billigem Holz, große ausländische Holzverarbeitungsfirmen vor allem aus Österreich, die die Holzwirtschaft bestimmen und ein pyramidenförmiges System, in dem alle Beteiligten vom Förster über die Verarbeiter bis zum Politiker von den illegalen Einnahmen profitieren. NGOs wie Plantam Fapte Bune versuchen gegen diese Entwicklung zu steuern. [19]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Demografie[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Bevölkerung Rumäniens kontinuierlich zu und überschritt schließlich die Grenze von 23 Millionen Einwohnern. Seit der Revolution von 1989 ist diese Zahl aber infolge eines Geburtendefizits leicht gesunken. Nach dem Ergebnis einer Volks- und Wohnungszählung vom 20. Oktober 2011 lebten in Rumänien 20,12 Millionen Menschen, somit ist die Bevölkerungsanzahl seit der Aufnahme von 2002 um 7,2 Prozent gefallen (−1.559.333 Menschen).[1] Auf tausend Rumänen kommen jährlich 11,8 Todesfälle, aber nur 9,4 Geburten, was eine Wachstumsrate der Bevölkerung von −0,27 Prozent bedeutet.[20] Die rumänische Fruchtbarkeitsrate von 1,3 Kindern pro Frau liegt damit deutlich unterhalb der Nettoreproduktionsrate.[21] Dies hat auch Auswirkungen auf die rumänische Altersstruktur, nach der – für Europa typisch – nur 15 Prozent der Einwohner jünger als 15 Jahre alt sind. Weitere 16,1 Prozent der Bevölkerung sind älter als 65, 1,3 Prozent älter als 85, wobei diese Werte angesichts der zunehmenden Lebenserwartung (72 Jahre) mittelfristig steigen werden. Ebenfalls zur Abnahme der Bevölkerung hat beigetragen, dass Rumänien aufgrund seiner wirtschaftlichen Probleme seit 1945 ein Auswanderungsland gewesen ist, auch wenn sich diese Entwicklung durch die Stärkung der Wirtschaft seit 2002 abschwächt.[22]

2011 wurden etwa 727.500 Personen, die schon länger als ein Jahr im Ausland lebten, registriert. 46,2 Prozent davon waren 20–34-jährige und etwa 24,8 Prozent waren 35–44-jährige. Die Mehrheit dieser Menschen sind nach Italien (46,9 %), nach Spanien (23,5 %), England (5,5 %), Deutschland (4,5 %), Frankreich (3,2 %) und nach Griechenland (2,2 %) für länger als ein Jahr umgezogen. Etwa 31,2 Prozent sind aus der Region Moldau – den Kreisen Bacău, Galați, Iași, Neamț – und dem Kreis Suceava im Süden der Bukowina, die wenigsten der im Ausland lebenden Menschen (2,8 %) stammen aus den Kreisen Călărași, Covasna, Giurgiu, Harghita und Ilfov.[23]

Rumänien hat eine für EU-Verhältnisse leicht unterdurchschnittliche Bevölkerungsdichte von 84,4 Einwohnern pro km². In Bezug auf die einzelnen Landesteile verteilt sich die Bevölkerung relativ ungleichmäßig.[24] Am wenigsten dicht besiedelt ist das Banat mit 56 Einwohnern pro km². Ebenfalls unter dem rumänischen Durchschnitt liegen die Dobrudscha (57,6), das südliche Siebenbürgen (68,9), die Kleine Walachei (71,8) und das nördliche Siebenbürgen (72,4). Relativ dicht besiedelt ist die Moldau (90,5), besonders stark die Große Walachei einschließlich der Hauptstadtregion (kombiniert 103,2).

Gemessen am europäischen Durchschnitt ist der urbane Anteil der rumänischen Bevölkerung mit 54 Prozent im Verhältnis zur ruralen ausgewogen.[21] Allerdings ist der Altersdurchschnitt in den ländlichen Gebieten durch die Abwanderung junger Rumänen in die Städte deutlich höher.[25] Nach 1990 haben sich verstärkt Einwohner in stadtnahen Gebieten niedergelassen. Als Reaktion auf diese Entwicklung sind seit 2005 mehrere Metropolregionen gegründet worden.

Ethnien und Sprachen[Bearbeiten]

Die historischen Siedlungsgebiete der deutschen Minderheit in Rumänien um 1918

Die Rumänen wurden 2011 mit 88,9 Prozent als die deutlich größte Bevölkerungsgruppe des Landes registriert. Daneben existieren aber zahlreiche autochthone Minderheiten, die teilweise regional die Mehrheit stellen. Dies gilt insbesondere für die Ungarn mit 6,5 Prozent (etwa 1,2 Millionen Menschen).[26] Ihre Hauptsiedlungsgebiete befinden sich im Südosten Siebenbürgens, dem Szeklerland, sowie im Grenzgebiet zu Ungarn. Das Verhältnis zwischen Rumänen und Ungarn ist historisch vorbelastet, da beide Anspruch auf die gemeinsamen Siedlungsgebiete erhoben haben. Seit der Revolution von 1989 hat sich die Beziehung zwischen Rumänen und Ungarn allerdings entspannt. Die Demokratische Union der Ungarn in Rumänien, eine ethnische Sammelpartei, ist seitdem mehrfach Teil der nationalen Regierungskoalition gewesen.

Die drittgrößte Bevölkerungsgruppe in Rumänien sind die Roma mit 3,3 Prozent (etwa 621.000 Menschen),[26] welche keine regionalen Schwerpunkte bewohnen. Sie sind sozial und wirtschaftlich häufig schlechter als die übrigen Gruppen gestellt.[27] Der bis Mitte des 20. Jahrhunderts hohe Anteil der Deutschsprachigen ist auf 0,2 Prozent (Stand 2011) gesunken. Dabei handelt es sich vor allem um Siebenbürger Sachsen und Donauschwaben (Banat und Nordwesten bei Satu Mare). Über 200.000 Menschen wurden allein zwischen 1968 und 1989 durch die Bundesregierung „freigekauft“.[28] Der Altersdurchschnitt der in Rumänien verbliebenen ist jedoch relativ hoch, so dass die Gesamtzahl der Rumäniendeutschen von unter 50.000 Menschen[29] weiter sinken wird. Daneben existieren zahlreiche weitere Minderheiten: Ukrainer (0,3 %) in der Bukowina und Maramureș; Russisch-Lipowaner (0,2 %), Türken (0,2 %) und Tataren (0,1 %) in der Dobrudscha; Serben (0,1 %), Slowaken (0,1 %) und Tschechen (unter 0,1 %) im Banat. Bei Parlamentswahlen werden für insgesamt 18 Minderheiten unabhängig von den abgegebenen Stimmen jeweils ein Sitz in der Abgeordnetenkammer ausgewiesen.

Die Verteilung der Sprachen entspricht weitgehend den einzelnen Nationalitäten.[23] Amtssprache Rumäniens ist laut Verfassung Rumänisch (limba română), eine der ostromanischen Sprachen, das von 91 Prozent der Bevölkerung des Landes gesprochen wird. Ungarisch nimmt mit 6,7 Prozent regional ebenfalls eine bedeutende Rolle ein. In den Regionen, in denen jeweils eine der Minderheitensprachen von mehr als 20 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird, ist diese offizielle Zweitsprache in Verwaltung, Gerichten und Schulen. Die häufigsten Fremdsprachen in Rumänien sind Englisch und Französisch, in Siebenbürgen und im Banat auch Deutsch.

Religionen[Bearbeiten]

Rumänien hat als säkulares Land keine Staatsreligion. 86,7 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zur rumänisch-orthodoxen Kirche.[23] Diese ist eine autokephale Kirche innerhalb der osteuropäischen Orthodoxie. Die ethnische und sprachliche Teilung Rumäniens setzt sich in der Kirchenzugehörigkeit fort, da die Ungarn vorzugsweise anderen Konfessionen als der rumänisch-orthodoxen Kirche angehören.

Protestanten machen insgesamt 6,7 Prozent der Bevölkerung aus. Knapp die Hälfte von ihnen gehören der reformierten Kirche an, die übrigen sind Pfingstler, Baptisten, Siebenten-Tags-Adventisten, Unitarier (Unitarische Kirche Siebenbürgen), Lutheraner (Evangelisch-lutherische Kirche in Rumänien und Evangelische Kirche A. B. in Rumänien) oder Evangelikale. Ungarn und Deutsche in Siebenbürgen sind vor allem in den traditionellen protestantischen Kirchen vertreten, während die Rumänen (sofern sie nicht orthodoxen Glaubens sind) neueren protestantischen Freikirchen angehören. Insgesamt 5,6 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken, wovon knapp ein Prozent auf die mit Rom unierte Rumänische griechisch-katholische Kirche entfällt. Der Großteil der Katholiken in Rumänien wird von den ethnischen Ungarn gestellt. Die in der Moldau lebenden Tschangos sind katholisch, ebenso wie die Mehrheit der Donauschwaben.

Muslime in Rumänien machen 0,3 Prozent der Bevölkerung aus, wobei es sich vor allem um Türken und Tataren in der Dobrudscha handelt. Von den vor 1945 ursprünglich zahlreichen Juden in Rumänien ist nur eine kleine Minderheit (unter 0,1 Prozent) übrig geblieben. Die Anzahl der Konfessionslosen liegt trotz der langen kommunistischen Herrschaft nur bei 0,2 Prozent.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Rumäniens

Antike[Bearbeiten]

Ethnogenese der Rumänen

Das Gebiet des heutigen Rumänien wurde laut Herodot mindestens seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. von den thrakischen Völkern der Geten und Daker besiedelt.[30] In den folgenden Jahrhunderten kam es regelmäßig zu militärischen Konflikten zwischen den Geto-Dakern einerseits und den jeweiligen Völkern südlich der Donau (Odrysen, Makedonen, Römer). Seine größte Ausdehnung erreichte das Dakerreich unter König Burebista (60–44 v. Chr.) durch die Vereinigung mehrerer Stämme. Nach seinem Tod zerfiel der Stammesverbund wieder.

Unter König Decebal kam es zur erneuten Vereinigung der dakischen Stämme. Dieser fiel 85 n. Chr. in die römische Provinz Moesia ein. Erst zwischen 101 und 106 wurde er von Kaiser Trajan in zwei Feldzügen nördlich der Donau besiegt. Decebals Herrschaftsgebiet wurde als Provinz Dacia mit der Hauptstadt Sarmizegetusa ins Römische Reich eingliedert, seine Bevölkerung romanisiert. Die Provinz umfasste in etwa das heutige Siebenbürgen, das Banat und Oltenien. Aufgrund seiner Goldvorkommen war Dacia für die Römer interessant, militärisch war die Provinz allerdings von Anfang an starkem Druck durch die Nachbarvölker ausgesetzt. Daher wurde sie unter Kaiser Aurelian bis 275 wieder aufgegeben und Teile ihrer Bevölkerung südlich der Donau angesiedelt.

Während der Völkerwanderung wurde das Gebiet des heutigen Rumäniens nacheinander von Goten, Hunnen, Gepiden, Slawen, Awaren und Bulgaren durchstreift. Das Schicksal der romanisierten Bevölkerung in der früheren Provinz Dacia und der damit zusammenhängende Ursprung des rumänischen Volks ist unter modernen Historikern umstritten: Die dako-romanische Kontinuitätstheorie besagt, dass auch nach der Aufgabe der Provinz dauerhaft eine dakisch-romanische Bevölkerung nördlich der Donau verblieben sei, aus der zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert die heutigen Rumänen hervorgegangen seien. Dem gegenüber steht die Migrationsthese, der zufolge die Ethnogenese der Rumänen südlich der Donau stattgefunden habe und diese Bevölkerungsgruppe erst nach dem Ungarneinfall (9. Jahrhundert) von Bulgarien aus nach Siebenbürgen eingewandert sei. Die zwei Thesen beantworten die Frage nicht, inwieweit diese Bevölkerung sich den Assimilationsdruck im bulgarischen Reich widersetzt hat.

Mittelalter[Bearbeiten]

Territoriale Ausdehnung Bulgariens unter Khan Krum (803–814)

Ab Mitte des 6. Jahrhunderts gehörten weite Teile des heutigen Rumäniens zum bulgarischen Reich. Auch die Christianisierung der örtlichen Bevölkerung sowie die Einführung des kyrillischen Alphabets, das bis 1862 in Rumänien verwendet wurde, fand in diesem Zeitraum statt.

In Siebenbürgen existierten im 12. und 13. Jahrhundert von Rumänen gebildete politische Einheiten, die aber vom ungarischen Árpáden-Reich abhängig waren.[31] Jenseits der Karpaten etablierte der rumänische Adlige Basarab I. im frühen 14. Jahrhundert das Fürstentum Walachei. War Basarab zunächst nur ein ungarischer Vasall, so wurde er 1330 nach seinem Sieg über den König von Ungarn faktisch unabhängig. Auf ähnliche Weise wurde das Fürstentum Moldau geschaffen, als der Adlige Bogdan I. seine Unabhängigkeit 1365 militärisch gegen Ungarn behauptete. Die beiden rumänischen Fürstentümer grenzten sich zusätzlich vom katholischen Ungarn ab, indem zwei orthodoxe Metropolien in Argeș (1359) beziehungsweise Suceava (1401) eingerichtet wurden. Siebenbürgen erlangte als Fürstentum innerhalb Ungarns ebenfalls eine gewisse Autonomie. Hier ging die Macht jedoch von den Ungarn und den eingewanderten Siebenbürger Sachsen aus, während die orthodoxe rumänische Bevölkerung seit 1366 – und verschärft seit 1437 – rechtlich schlechter gestellt war.

Seit dem späten 14. Jahrhundert war die Walachei außenpolitisch durch die Nachbarschaft zum expandierenden Osmanischen Reich geprägt. Bedeutende Fürsten dieser Zeit waren Mircea cel Bătrân (Mircea der Alte, 1386–1418) und Vlad III. Drăculea (1456–1462, 1476), die teilweise militärische Erfolge gegen die Türken verbuchen konnten. Moldau musste sich während dieser Epoche sowohl gegen den Einfluss Ungarns als auch Polens wehren. Unter dem Fürsten Ștefan cel Mare (Stephan der Große, 1457–1504) nahm auch Moldau zeitweilig erfolgreich am Abwehrkampf gegen die Türken teil. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurden die beiden rumänischen Fürstentümer allerdings dem Osmanischen Reich gegenüber tributpflichtig, auch wenn sie ihre politische und religiöse Autonomie bewahrten.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Die drei Fürstentümer wurden durch die Karpaten geteilt: Moldau (rot), Walachei (blau), Siebenbürgen (gelb)

Mitte des 16. Jahrhunderts verschwand das Königreich Ungarn als unabhängige politische Macht.[32] Dies führte dazu, dass das Fürstentum Siebenbürgen faktisch eigenständig wurde.

Für Moldau und Walachei bedeutete der Niedergang Ungarns, dass sie politisch noch stärker dem Druck des Osmanischen Reiches ausgesetzt waren und schließlich zu dessen Vasallen wurden. Den Versuch einer antitürkischen Politik unternahm Mihai Viteazul (Michael der Tapfere, 1593–1601), der im Jahr 1600 von Mai bis September die drei von Rumänen bewohnten Fürstentümer geführt hatte. Diese Machtkonzentration dauerte aber nur vier Monate, da sie sowohl von den Nachbarstaaten als auch den internen Eliten abgelehnt wurde.

Das Osmanische Reich sicherte sich mit der Dobrudscha, dem Budschak (1538) und dem Banat (1551) weitere teilweise rumänisch besiedelte Territorien. Im 17. und 18. Jahrhundert trat die Habsburgermonarchie dem türkischen Herrschaftsanspruch entgegen. Die Situation der rumänischen Fürstentümer verschlechterte sich dadurch, da die Habsburger Siebenbürgen (1711), das Banat (1718), Oltenien (1718–1739) und die Bukowina (1775) unter ihre Kontrolle brachten.

Nach dem Niedergang Polens übte das Russische Reich, das sich 1812 in Bessarabien festsetzte, als dritte ausländische Großmacht Einfluss auf die rumänischen Fürstentümer aus. Auch die Innenpolitik Moldaus und der Walachei waren durch die außenpolitische Lage betroffen, da das Osmanische Reich griechischstämmige Phanarioten als Fürsten einsetzte.

Unabhängigkeit[Bearbeiten]

Carol I. – erster rumänischer König von 1881 bis 1914

Die Vertreter der Revolution von 1848 forderten eine Vereinigung der Fürstentümer Rumäniens, wozu sich nach der Schwächung Russlands infolge des Krimkrieges eine außenpolitische Gelegenheit bot.[33] 1859 wurde Alexandru Ioan Cuza (1859–1866) sowohl zum Fürsten der Walachei als auch Moldaus gewählt. Am 24. Dezember 1861 schuf er eine Realunion durch die Proklamation des Fürstentums Rumänien (das sogenannte „Altreich“) mit der Hauptstadt Bukarest. Aufgrund innenpolitischer Konflikte wurde Cuza 1866 mit Billigung der Großmächte durch die Adligen zur Abdankung gezwungen und durch den deutschen Prinzen Carol I. (Karl I., 1866–1914) aus der Dynastie Hohenzollern-Sigmaringen ersetzt.[34] Im Russisch-Osmanischen Krieg 1877–1878 unterstützten die Rumänen Russland, woraufhin ihre Unabhängigkeit auf dem Berliner Kongress bestätigt wurde. Zusätzlich erhielt Rumänien die Dobrudscha gegen die Abtretung des südlichen Bessarabiens an Russland. Am 26. März 1881 wurde das neue Königreich Rumänien ausgerufen.

1907 kam es zu einem Bauernaufstand. 1913 kämpfte Rumänien im Zweiten Balkankrieg gegen Bulgarien und sicherte sich im Frieden von Bukarest die südliche Dobrudscha. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 wollte Carol I. Partei zugunsten der Mittelmächte ergreifen, setzte sich aber innenpolitisch nicht durch. Unter seinem Neffen und Nachfolger Ferdinand I. (1914–1927) trat Rumänien im Sommer 1916 der Entente bei. Auf dem damit eröffneten neuen Kriegsschauplatz eroberten die Rumänen zunächst Teile Siebenbürgens, wurden aber bald zurückgedrängt. Bis Dezember 1916 eroberten und besetzten die Mittelmächte in einer Gegenoffensive die Walachei, woraufhin Ferdinand I. und die Regierung in die Moldau fliehen mussten.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs schlossen sich am 1. Dezember 1918 (Nationalfeiertag) die mehrheitlich rumänisch besiedelten Territorien Russlands und Österreich-Ungarns Rumänien an. Dies führte 1919 zum Ungarisch-Rumänischen Krieg, der mit der Besetzung Budapests durch die Rumänen endete. In den Friedensverträgen von Versailles 1919 und Trianon 1920 wurden Rumäniens neue Grenzen anerkannt: Vom untergegangenen Österreich-Ungarn erhielt es Siebenbürgen, das östliche Kreischgebiet, die Bukowina und zwei Drittel des Banats; vom bolschewistischen Russland zusätzlich Bessarabien.

Großrumänien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Großrumänien

Nach dem Ersten Weltkrieg hatten sich Staatsfläche und Bevölkerungszahl des neuen „Großrumäniens“ verdoppelt, wodurch es von einem relativ einheitlichen Nationalstaat zu einem Vielvölkerstaat geworden war. Etwa ein Viertel der rumänischen Staatsbürger gehörten einer der nationalen Minderheiten wie Ungarn, Deutschen, Ukrainern oder Bulgaren an. Wie andere Staaten Europas war auch Rumänien in der Zwischenkriegszeit von politischer Instabilität gekennzeichnet. 1927 wurde Kronprinz Carol zum Thronverzicht gezwungen und sein minderjähriger Sohn Mihai I. (Michael I., 1927–1930, 1940–1947) wurde König. Sein Vater bestieg jedoch 1930 doch noch als Carol II. (Karl II., 1930–1940) den Thron. Dieser errichtete 1938 eine Königsdiktatur mit der Begründung, eine Beteiligung der faschistischen Eisernen Garde an der Regierung zu verhindern.

Rumänien wandte sich außenpolitisch in den 1930ern dem nationalsozialistischen Deutschland zu. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und der sich daran anschließenden territorialen Neuordnung Europas (siehe auch Hitler-Stalin-Pakt, Wiener Schiedsspruch) verlor Rumänien große Gebiete seines Staatsgebietes: Im Sommer 1940 fielen an die Sowjetunion die Nordbukowina, das Herza-Gebiet und Bessarabien; an Bulgarien die Süddobrudscha; an Ungarn das nördliche Siebenbürgen (Zweiter Wiener Schiedsspruch). Carol II. ging nach diesen Verlusten ins Exil.

General Ion Antonescu baute eine faschistische Militärdiktatur auf und trat den Achsenmächten bei. Während des Zweiten Weltkriegs beteiligte sich Rumänien 1941 am zunächst erfolgreichen deutschen Feldzug gegen die Sowjetunion, wodurch die ein Jahr zuvor verlorenen Gebiete wieder rumänisch wurden. Innenpolitisch wurden Juden und Roma vom Antonescu-Regime verfolgt und ermordet.[35] Die erfolgreiche Offensive der Sowjetunion im August 1944 führte zum Sturz Antonescus und zum Frontwechsel Rumäniens. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt es zwar Nordsiebenbürgen von Ungarn zurück, doch kamen Bessarabien, das Herza-Gebiet und die Nordbukowina wieder unter sowjetische Herrschaft. Der Hauptteil dieses Gebietes bildet heute den eigenständigen Staat Moldawien, der Rest ist Teil der Ukraine.

Im Zweiten Weltkrieg verlor Rumänien rund 378.000 Soldaten und Zivilisten. Die rumänische Regierung war im Rahmen des NS-Völkermords an der Ermordung von etwa 270.000 rumänischen Juden aktiv beteiligt.[36]

Volksrepublik[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Rumänien unter sowjetischen Einfluss. Die Eliten des alten Systems und politische Gegner wurden enteignet, verschleppt oder ermordet. 1947 wurden alle bürgerlichen Parteien verboten, König Mihai I. wurde abgesetzt. Die Sozialdemokraten wurden mit der zuvor unbedeutenden Partidul Comunist din România (PCR) zwangsvereinigt, woraus ab März 1948 die Partidul Muncitoresc Român (PMR, deutsch Rumänische Arbeiterpartei) hervorging. Diese rief die Volksrepublik Rumänien aus, in der Gheorghe Gheorghiu-Dej der bestimmende Mann war. 1948 erfolgte eine letzte territoriale Abtretung, als die Schlangeninsel der Sowjetunion übergeben wurde.

Staat und Wirtschaft Rumäniens wurden systematisch nach kommunistischen Vorstellungen umgeformt: 1948 wurde die Industrie verstaatlicht, ab 1950 auch die Landwirtschaft. Mitte der 1950er verbesserte sich die wirtschaftliche Versorgungslage in Rumänien, was die innenpolitische Lage stabilisierte. Um den ethnischen Gegensatz mit den Ungarn innerhalb Rumäniens abzuschwächen, wurde 1952 in deren Hauptsiedlungsgebiet das autonome Szeklerland eingerichtet. Außenpolitisch strebte Gheorghiu-Dej eine vorsichtige Eigenständigkeit gegenüber der Sowjetunion an, dennoch trat Rumänien 1949 dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe und 1955 dem Warschauer Pakt bei.

Sozialistische Republik[Bearbeiten]

Nicolae Ceaușescu – rumänischer Autokrat von 1965 bis 1989
Die rumänische Revolution im Dezember 1989

Am 21. August 1965 wurde unter der Führung der sich nun Partidul Comunist Român (PCR) nennenden Rumänischen Kommunistischen Partei die Sozialistische Republik Rumänien ausgerufen. Führender Mann des Landes wurde Nicolae Ceaușescu, der nach dem Tod von Gheorghiu-Dej das Amt des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei übernommen hatte. Ceaușescu emanzipierte sich ab 1968 demonstrativ von der Sowjetunion, betonte die nationale Eigenständigkeit Rumäniens und unternahm mehrere radikale Einschnitte in Wirtschaft und Gesellschaft: Gesetze zur Förderung des Kinderreichtums und ein Abtreibungsverbot sollten die Bevölkerungszahl Rumäniens steigern.[37] Mittels ausländischer Kredite und durch die Umsiedlung von Teilen der Landbevölkerung in die Städte sollte das agrarisch geprägte Land mehr industrialisiert werden.

Diese Maßnahmen führten jedoch nach einigen vielversprechenden Anfängen nicht zum gewünschten Erfolg, sondern seit den späten 1970er Jahren vielmehr zu einer Versorgungskrise. Der Zusammenbruch der Volkswirtschaft und die mangelnde Bonität Rumäniens zwangen das Regime schließlich zum Export von Grundversorgungsgütern, die nun im Land selbst immer rarer wurden. Dennoch bewahrte Ceaușescu seine Macht zunächst durch die Geheimpolizei Securitate und einen sehr ausgeprägten Personenkult. Nach dem Mauerfall und der Wende 1989 in der DDR und den anderen Staaten des Ostblocks kam es zur Rumänischen Revolution. Demonstranten forderten das Ende des mit Gewalt regierenden Ceaușescu-Regimes. Die Securitate setzte daraufhin Schusswaffen ein, während Teile der regulären Armee dem Regime die Unterstützung verweigerten und Widerstand leisteten, was zu Straßenkämpfen mit mehr als 1000 Todesopfern führte. Nachdem sich die Armeeführung mit den Demonstranten verbündet hatte, wurde Ceaușescu am 25. Dezember 1989 vor ein Militärgericht gestellt und nach einem kurzen Schauprozess zusammen mit seiner Frau standrechtlich erschossen.

Rumänien seit 1990[Bearbeiten]

In der nachkommunistischen Zeit konnte sich Rumänien nur langsam von den Folgen jahrzehntelanger Diktatur und Misswirtschaft erholen. Vorherrschende Partei in den Jahren nach der Revolution wurde die sozialdemokratische PSD (Partidul Social Democrat) unter dem neuen Staatspräsidenten Ion Iliescu. Die PSD rekrutierte sich größtenteils aus den alten kommunistischen Eliten. Dennoch verfolgte Rumänien fortan einen demokratischen und marktwirtschaftlichen Kurs. Außenpolitisch orientierte es sich nach Westen.

1996 wurde Emil Constantinescu neuer Staatspräsident, seine Partei, die christdemokratische PNȚ-CD, wurde stärkste Kraft im Parlament. Sie scheiterte jedoch bei den Wahlen 2000 an der Fünfprozenthürde, was eine Rückkehr der PSD an die Regierung ermöglichte. Iliescu wurde wieder Staatspräsident, Adrian Năstase neuer Ministerpräsident. Im Jahr 2004 trat Rumänien der NATO bei.

Bei den Präsidentschaftswahlen 2004 setzte sich Traian Băsescu durch, der sich auf eine Mitte-rechts-Koalition stützte. 2007 wurde Rumänien Teil der Europäischen Union. Im selben Jahr kam es zu einem Machtkampf zwischen Băsescu und dem Ministerpräsidenten Călin Popescu-Tăriceanu von der nationalliberalen PNL. Băsescu wurde zeitweilig vom Parlament suspendiert, kehrte aber nach einem für ihn positiven Referendum in sein Amt zurück.

Die Parlamentswahlen in Rumänien 2008 fanden erstmals entkoppelt von den Präsidentschaftswahlen statt. Die PSD und die neu gegründete PD-L gingen daraus als Sieger hervor, woraufhin sie eine Regierung unter Emil Boc bildeten.[38]

Staatskrise seit 2011[Bearbeiten]

Harte Sparmaßnahmen führten zu Protesten und schließlich zu einem Misstrauensvotum im Parlament. Das Kabinett Boc II trat zurück. Der frühere Außenminister Teodor Baconschi behauptete, durch die Manipulation einzelner Abgeordneter seien einige zum Oppositionsbündnis übergetreten. Staatspräsident Traian Băsescu ernannte Anfang Februar 2012 Mihai Răzvan Ungureanu zum Premierminister und beauftragte ihn mit der Regierungsbildung.[39]

Nach weniger als drei Monaten im Amt scheiterte Ungureanus Regierung an einem erfolgreichen Misstrauensvotum im Parlament, das von den Parteien Partidul Social Democrat (PSD) und Partidul Național Liberal (PNL) eingebracht wurde.[40][41]

Im Februar 2011 formten die Sozialdemokratische Partei Rumäniens, die National-Liberale Partei unter Crin Antonescu, und die Konservative Partei unter Daniel Constantin die Koalition Uniunea Social Liberală (USL, deutsch Sozialliberale Union). Victor Ponta, Leiter der USL, wurde am 27. April 2012 von Staatspräsident Traian Băsescu mit der Bildung eines Kabinetts beauftragt.[42][43] Băsescu bezeichnete die Ernennung von Ponta als normalen Ablauf des politischen Lebens eines demokratischen Staates und äußerte seine Zuversicht für die Überwindung der politischen Krise.[44] Ponta sollte die Regierungsgeschäfte einstweilen bis zur Parlamentswahl im Spätherbst führen.[45]

Ende Juni 2012 wurde ein Amtsenthebungsverfahren gegen den rumänischen Präsidenten Traian Băsescu eingeleitet, in dem ihm massive Verfassungsverstöße vorgeworfen wurden.[46] Die Abstimmung im Parlament führte zur Suspendierung des Präsidenten. Die Amtsgeschäfte führte indes der nationalliberale Senatspräsident Crin Antonescu.[47] Beim EU-Gipfel am 28. und 29. Juni 2012 nahm Ponta als Vertreter Rumäniens teil, entgegen einer Entscheidung des Verfassungsgerichts, das Präsident Băsescu das Recht zugesprochen hatte, Rumänien wie bisher auch beim Gipfel zu vertreten,[48] indem es urteilte, Traian Băsescu habe seine Befugnisse nicht überschritten.[49] Eine Volksabstimmung zur Amtsenthebung verfehlte Ende Juli die notwendige Wahlbeteiligung, sodass Băsescu in sein Amt zurückkehren konnte.[50]

Bei den Präsidentschaftswahlen 2014 wurde Klaus Johannis, der Bürgermeister von Hermannstadt, zum Nachfolger Băsescus gewählt. Er setzte sich in einer Stichwahl gegen Ministerpräsident Ponta durch.

Politik[Bearbeiten]

Politisches System[Bearbeiten]

Der Parlamentspalast in Bukarest

Rumänien ist eine repräsentative Demokratie mit einem semipräsidentiellen Regierungssystem. Staatsoberhaupt ist der Präsident (președinte), Regierungschef ist der Premierminister (Prim-ministru). Die gesetzgebende Gewalt liegt bei einem Zweikammerparlament.

Sitzverteilung im rumänischen Parlament seit 2008

Der Präsident wird direkt vom Volk gewählt. Erhält kein Kandidat im ersten Durchgang eine absolute Mehrheit, wird eine Stichwahl durchgeführt. Die Amtszeit des Präsidenten beträgt fünf Jahre, wobei die Möglichkeit zur einmaligen Wiederwahl besteht. Als Staatsoberhaupt ernennt der Präsident den Ministerpräsidenten und ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Amtierender Präsident Rumäniens ist seit 2004 der ehemalige Bürgermeister von Bukarest, Traian Băsescu.

Das Parlament ist für die nationale Gesetzgebung zuständig. Es besteht (Stand: Mai 2012) aus zwei Kammern: der Abgeordnetenkammer mit derzeit 402 Parlamentariern (Camera Deputaților)[51] und dem Senat (Senatul) mit 176 Senatoren[52] . Die Mitglieder werden in einem gemischten Personen- und Verhältniswahlrecht gewählt. Eine Legislaturperiode dauert vier Jahre. Parteien ziehen nur in das Parlament ein, wenn sie die Sperrklausel von fünf Prozent aller abgegebenen Stimmen übertreffen. Insgesamt sind achtzehn Sitze für Abgeordnete von Minderheitenparteien reserviert.

Seit den Wahlen vom November 2008 bildeten zunächst die konservative Partidul Democrat Liberal (PD-L) und die sozialdemokratische Partidul Social Democrat (PSD) eine Regierung unter Ministerpräsident Emil Boc. Die Opposition wurde von der liberalen Partidul Național Liberal (PNL) sowie die Demokratischen Union der Ungarn in Rumänien (UDMR) gebildet. Die nationalistische Partidul România Mare verfehlte den Wiedereinzug ins Parlament. Ende 2009 brach die Koalition aus PD-L und PSD auseinander; seitdem regieren die PD-L und die UDMR in einer Minderheitsregierung, erneut unter Führung von Emil Boc.

Am 2. und 16. November 2014 fand die Präsidentschaftswahl in Rumänien statt. Als neuer Präsident wurde Klaus Johannis gewählt.

Außen- und Sicherheitspolitik[Bearbeiten]

Rumänische Soldaten in Afghanistan (2003)

Rumänien ist in die bedeutenden europäischen und transatlantischen Staatenbünde integriert. Es trat am 1. Januar 2007 unter Auflagen der Europäischen Union bei. Die EU verlangt allerdings von Rumänien, dass es die Korruption bekämpft, eine unabhängige Justiz aufbaut und funktionierende Behörden schafft.[53] Im Zuge der NATO-Osterweiterung wurde Rumänien am 29. März 2004 Mitglied der NATO und ist seitdem in die transatlantische Sicherheitsstruktur eingebunden. 2004 und 2005 war Rumänien nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat, im Juli 2004 und im Oktober 2005 führte es den Vorsitz.

Die Armata Română (Rumänische Armee) sind die Streitkräfte Rumäniens. Sie setzt sich aus 75.000 Berufssoldaten und 15.000 zivilen Mitarbeitern zusammen. Das Verteidigungsbudget macht ungefähr zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts aus.[54] Rumänien nahm an den NATO-Missionen in Bosnien und Herzegowina (SFOR) und dem Kosovo (KFOR) teil. Außerdem unterstützt die Armee die militärischen Operationen der Vereinigten Staaten in Afghanistan und dem Irak. Die rumänische Regierung hat allerdings angekündigt, ihre Truppen aus dem Irak abzuziehen.[55]

Gesundheitspolitik[Bearbeiten]

Das Gesundheitswesen war bis 1996 staatlich gelenkt. Danach wurde eine Pflicht-Krankenversicherung eingeführt, über die ein Großteil ärztlicher Leistungen sowie Arzneimittel zur Behandlung chronischer Erkrankungen abgedeckt werden. Der derzeitige Beitragssatz von etwa zwölf Prozent wird paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert. Kinder und Jugendliche, Behinderte, Veteranen und Arbeitslose sind beitragsbefreit. Die 42 regionalen Krankenkassen schließen mit den Leistungserbringern (Krankenhäuser, Ambulanzen, Gesundheitszentren) Verträge ab. Seit 2004 gibt es private Zusatzversicherungen. Nach Angaben des nationalen Statistikbüros machen „Selbstzahlungen“ 30 Prozent der Gesamtausgaben für Gesundheit aus. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt liegt unter vier Prozent (Deutschland: 10,7 Prozent). Die Ausgaben für Gesundheit pro Einwohner betragen jährlich etwa 120 Euro (Deutschland: 2.900 Euro). 2007 wanderten vor allem wegen der niedrigen Bezahlung etwa 4000 und damit jeder zehnte Mediziner aus.[56]

Menschenrechte[Bearbeiten]

Im Zuge der Beitrittsverhandlungen zur Europäischen Union stellte die Europäische Kommission 2005 fest, dass Rumänien beim Schutz der Menschenrechte Fortschritte gemacht habe. Allerdings ist vor allem der Umgang mit Minderheiten durch den rumänischen Staat und die rumänische Bevölkerung immer noch teilweise problematisch. So kommt es nach wie vor zu Diskriminierungen und Übergriffen gegen Angehörige der Volksgruppe der Roma.[57][58][59] Allerdings wurden Hunderttausende von Roma, die aus anderen EU-Ländern – vor allem Frankreich – nach Rumänien zurückgeschafft wurden, anstandslos wieder eingegliedert. Auch ist die Situation in Institutionen für psychisch kranke Menschen nach wie vor unbefriedigend. Amnesty International weist darauf hin, dass Todesfälle in psychiatrischen Anstalten weder effektiv noch unparteiisch untersucht wurden. Auch leiden laut Amnesty International nach wie vor Menschen mit von heterosexueller Orientierung abweichender sexueller Identität unter Diskriminierung und Intoleranz.[60]

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Kreise[Bearbeiten]

Timiș Caraș-Severin Mehedinți Hunedoara Alba Sibiu Brașov Covasna Vrancea Galați Gorj Vâlcea Argeș Dâmbovița Prahova Buzău Brăila Tulcea Dolj Olt Teleorman Giurgiu Bukarest Ilfov Ialomița Călărași Constanța Arad Bihor Cluj Sălaj Satu Mare Maramureș Bistrița-Năsăud Mureș Harghita Suceava Botoșani Neamț Iași Bacău Vaslui Serbien Bulgarien Ungarn Ukraine Moldawien
Die Kreise Rumäniens

Die historischen Regionen haben in Rumänien keine administrative Bedeutung. Der Staat ist in 41 Kreise („județ“, Pl.: „județe“) sowie die Hauptstadt Bukarest unterteilt. Diese zentralistische Verwaltungsgliederung wurde nach dem Vorbild der französischen Départements im 19. Jahrhundert geschaffen. In den ersten Jahren der kommunistischen Herrschaft wurde diese Ordnung verändert, doch kehrte Rumänien 1968 zum ursprünglichen System zurück. Davon abweichend wurden 1981 die Kreise Ialomița und Ilfov in die Kreise Călărași, Giurgiu, Ialomița und Ilfov neu organisiert. Bis 1995 war Ilfov kein selbstständiger Kreis, sondern von Bukarest abhängig.

Im Durchschnitt haben die rumänischen Kreise (inklusive der Hauptstadt) etwas mehr als 500.000 Einwohner auf 5.676 km². Verglichen mit föderalistischen Verwaltungsstrukturen in Deutschland oder den USA, wo einzelne Verwaltungseinheiten andere der gleichen Ebene um mehr als das Zehnfache an Größe übertreffen, weichen die Zahlen in Rumänien nur gering voneinander ab. Abgesehen von der Hauptstadtregion reicht die Bevölkerungsanzahl in den Kreisen von etwa 222.000 (Covasna) bis 829.000 (Prahova). Der flächenmäßig größte Kreis ist Timiș mit 8.697 km², der kleinste Ilfov mit 1.593 km². Letzterer umgibt Bukarest und ist deutlich kleiner als die übrigen Verwaltungseinheiten. Bereits der zweitkleinste Kreis Giurgiu erstreckt sich über 3.526 km².

Parallel existieren in Rumänien acht Planungsregionen. Diese wurden 1998 im Zuge der Vorbereitung auf den EU-Beitritt geschaffen. Sie haben keine realen Befugnisse und sind somit auch keine juristischen Verwaltungseinheiten. Die Planungsregionen sind allerdings für die Zuteilung von EU-Fördergeldern sowie für statistische Erhebungen von Bedeutung.

2013 wurde in Rumänien ein umfassender Prozess der Dezentralisierung und Regionalisierung mit dem Ziel einer Modernisierung des öffentlichen Verwaltungssystems in Gang gesetzt. Im November 2013 leitete die Rumänische Regierung das Dezentralisierungsgesetz dem Rumänischen Parlament zu. Dieses legte den Gesetzesentwurf dem Verfassungsgerichtshof vor, der es als verfassungswidrig erklärte.[61]

Städte mit über 200.000 Einwohner, Stand Oktober 2011[62]
Rang Rumänischer
Name
Deutscher
Name
Einwohner
1. București Bukarest 1.883.425
4. Cluj-Napoca Klausenburg 324.576
2. Timișoara Temeswar 319.279
3. Iași Jassy 290.422
5. Constanța Konstanza 283.872
6. Craiova Krajowa 269.506
8. Brașov Kronstadt 253.200
7. Galați Galatz 249.432
9. Ploiești - 209.945

Städte[Bearbeiten]

Die mit Abstand größte Stadt Rumäniens ist die Landeshauptstadt Bukarest, in der über 1,9 Millionen Einwohner leben, was sie zur insgesamt zehntgrößten Stadt innerhalb der Europäischen Union macht. Sie ist daneben das Zentrum der Großen Walachei (Muntenien).

Gleich mehrere Städte liegen etwa um einen Wert von 300.000 Einwohnern herum, wobei es sich meist um die historischen Zentren der rumänischen Regionen handelt:

  • Das im Banat gelegene Timișoara war Ausgangspunkt der Revolution von 1989.
  • Iași ist die bedeutendste Stadt der Moldau.
  • Cluj-Napoca in Siebenbürgen verfügt über eine dreisprachige Universität (rumänisch, ungarisch, deutsch).
  • Constanța in der Dobrudscha ist der wichtigste EU-Hafen am Schwarzen Meer.
  • Craiova ist das Zentrum der Kleinen Walachei (Oltenien).
  • Der bedeutende Binnenhafen Galați liegt am Zusammenfluss von Donau und Sereth.
  • Brașov war eines der historischen Zentren der Siebenbürger Sachsen.

Insgesamt haben 20 Städte Rumäniens mehr als 100.000, weitere 21 Städte mehr als 50.000 Einwohner.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Infrastruktur Rumäniens hat gewisse Probleme. Rumänien wird von den paneuropäischen Verkehrskorridoren Nr. 4 und Nr. 9 durchquert sowie von Nr. 7 (Wasserweg Donau) in seinem Süden begrenzt. Investitionen in den Eisenbahnverkehr sowie den Zustand der Straßen sind dringend nötig.

Obwohl Rumänien seit 1. Januar 2007 Mitglied der EU ist und dadurch Geld zur Verbesserung und zum Ausbau der Infrastruktur bei der EU beantragt werden kann, geschieht dies nur sehr zögerlich. Der mögliche Rahmen wird bei weitem nicht ausgeschöpft. Ursache ist die ineffiziente Verwaltung welche die Infrastrukturprojekte nicht in angemessener Zeit vorantreibt.

Großprojekte[Bearbeiten]

Typisches Bild der Stromverteilung in Rumänien (hier in Aiud)
Projekt Wert Stand 2006 Anmerkung
Transilvanien-Autobahn, (Brașov-Bors), 680 km 2,2 Mrd. Euro, bis 2012 Arbeiten nach Unterbrechung wieder aufgenommen Staatliche Finanzierung; Ausführung: Bechtel
Karpaten-Autobahn, (Bukarest-Brașov) rund 1,7 Mrd. Euro. Ausschreibungen laufen; Bau von Anfang 2007 bis 2009 Staatliche Finanzierung oder PPP
Städtische Infrastrukturprojekte in Bukarest circa 5,7 Mrd. Euro Ausschreibungen bis 2008 Städt. Eurobondanleihe, Bankkredite und private Finanzierungen
Bahnmodernisierung bis 2018 circa 17 Mrd. Euro in Planung EU-Kofinanzierungen angestrebt
Erdölsektor, Raffineriemodernisierung, Tankstellennetzausbau 3 Mrd. Euro bis 2010 in Planung Investor: Petrom/OMV
Erweiterung des KKW in Cernavoda, Block drei und fünf bis 2011 bzw. 2015 2,2 Mrd. Euro in Vorbereitung Betreiber: Nuclearelectrica S.A.
Metro-Erweiterungsprojekt in Bukarest, Linie V 1 Mrd. Euro in Vorbereitung EIB-Kredit von 370 Mio. Euro genehmigt

Flugverkehr[Bearbeiten]

Es existieren zwei Flughäfen bei Bukarest, weiterhin je einer bei Arad, Baia Mare, Craiova, Sibiu, Târgu Mureș, Constanța, Cluj-Napoca, Timișoara, Oradea, Bacău, Suceava und Iași. Einheimische Fluggesellschaften sind TAROM, Carpatair und die Billigfluggesellschaft Blue Air.

Straßennetz[Bearbeiten]

Um die Autobahnen und Nationalstraßen in Rumänien benutzen zu dürfen, muss eine Vignette (rovinietă) erworben werden. Es existieren mit der A1 und A2 zwei Autobahnen in Rumänien, doch sind weitere in Planung, um das Land stärker an die übrige EU anzuschließen:

Im Gegensatz zu den relativ gut ausgebauten Autobahnen (Tempolimit: 130 km/h) sind die übrigen Straßen – auch die Europastraßen – in einem größtenteils schlechten Zustand, seit 2007 jedoch werden sehr viele Straßen ausgebaut und/oder renoviert.

Auf der Hauptverbindung zwischen Ungarn und Bulgarien (Europastraßen E 68, E 70, E 81 Szeged (Ungarn)–AradDevaSibiuBukarestRusse (Bulgarien)) ist eine maximale Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 bis 60 km/h möglich.

Die Europastraße E 70/E 79 (CalafatCraiovaDrobeta Turnu SeverinTimișoara–Arad), die als Alternative zur viel befahrenen Strecke durch die Karpaten dienen könnte, wird zurzeit (Oktober 2009) auf der ganzen Strecke ausgebaut. Die zahlreichen Baustellen sind, mit Ampeln abgesichert, einspurig passierbar, deshalb sinkt hier die Durchschnittsgeschwindigkeit auf ca. 30 bis 40 km/h.

Die Hauptstraßen führen meist direkt durch Ortschaften, in denen es häufig vor Schulen und Zebrastreifen Bremsschwellen gibt. Auch neu asphaltierte Straßen sind aufgrund der Hitze des Sommers oft sehr wellig, was zum Aufschaukeln führt.

Das rumänische Tankstellen- und Werkstättennetz ist gut ausgebaut. Auf Europastraßen sind die Zapfsäulen meist rund um die Uhr geöffnet. Daneben gibt es zahlreiche Raststätten und Mini-Markets, die immer geöffnet haben.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Große Teile des Streckennetzes und des rollenden Materials der Rumänischen Staatsbahn (CFR) haben einen starken Modernisierungsbedarf, wobei es in den letzten Jahren punktuelle Verbesserungen gab. So werden seit Anfang 2003 im Fernverkehr moderne Desiro-Züge (CFR-Baureihe 96) unter dem Namen „Săgeata Albastră“ („Blauer Pfeil“) eingesetzt.

Kommunikation[Bearbeiten]

Größter Anbieter im Telefon-Festnetzbereich mit drei Millionen Festnetzanschlüssen ist Romtelecom, der privatisierte Nachfolger der Rumänischen Post. Es gibt mehr Mobilfunkanschlüsse als Festnetzanschlüsse in Rumänien. Mobilfunknetzbetreiber sind:

  • Orange Rumänien, mit etwa 10 Millionen Kunden 2012.[63]
  • Vodafone Rumänien, mit etwa 8,3 Millionen Kunden 2011.[64]
  • Cosmote, mit etwa 6,4 Millionen Kunden 2012.[65]
  • Zapp Mobile, Mobilfunk als auch Internet.[66]

In Rumänien verfügten 2011 laut Eurostat 47 % der Haushalte über einen Internetzugang, etwa 31 Prozent der Haushalte über einen Breitbandinternetanschluss, das war der niedrigste Wert in allen 27 EU-Staaten.[67] 2012 stieg die Anzahl der Haushalte mit Internetzugang auf 54 Prozent.[68]

Medien[Bearbeiten]

Im Fernsehbereich ist der private Kanal ProTV seit langem Marktführer, vor dem Privatkanal Antena 1 und dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen TVR 1. Im Hörfunkbereich bietet das öffentlich-rechtliche Radio Romania zahlreiche landesweite und regionale Programme an.[69]

Die führenden überregionalen Tageszeitungen gehören meist wohlhabenden rumänischen Unternehmern, die vorher oft hohe politische Ämter besaßen. Nach der Wende waren der Schweizer Ringier-Verlag und der deutsche WAZ-Konzern an vielen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen beteiligt.

Titelkopf der deutschsprachigen Tageszeitung aus Bukarest

Wichtigste deutschsprachige Publikationen sind die täglich erscheinende Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien (ADZ) in Bukarest und die wöchentliche Hermannstädter Zeitung (HZ) in Hermannstadt. Die deutschsprachige Presse im Gebiet des heutigen Rumäniens existiert bereits seit mehreren Jahrhunderten. Schon 1778 wurde im von Deutschen gegründeten Hermannstadt eine erste Zeitschrift für Siebenbürgen aus der Taufe gehoben.

Mehrere Lokalstudios von Radio Romania und Televiziunea Română (TVR) produzieren deutschsprachige Hörfunk- und TV-Programme. Dazu gehören beispielsweise Radio Neumarkt, der Deutsche Dienst von Radio Rumänien International oder die Fernsehsendung "Deutsch um 1" bei TVR 1.[70]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wirtschaft Rumäniens

Zu den Bodenschätzen Rumäniens gehören Erdgas, Kohle (vor allem Braunkohle), Salz, Gold und Erdöl. Das Land wird zu 41 Prozent durch Ackerland genutzt, zu 29 Prozent durch Wald, zu 21 Prozent durch Weide und zu 3 Prozent durch permanente Saat. Die übrigen geschätzten 6 Prozent treffen auf andere Ländereien zu. Rumänien erwirtschaftete im Jahr 2010 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von etwa 161,629 Mrd. US$, was einem BIP pro Kopf von 7.542 US$ entspricht.[71] Im Vergleich mit dem BIP der EU, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, erreichte Rumänien 2006 einen Index von 38,4 (EU-27 = 100).[72] Trotz der positiven volkswirtschaftlichen Gesamtentwicklung in den Jahren von 2001 bis 2008 (BIP-Wachstum von durchschnittlich 6 Prozent) bedarf die rumänische Wirtschaft weiterer Reformen. Im Krisenjahr 2009 verringerte sich die Wirtschaftsleistung des Landes um erhebliche 6,6 Prozent. Im darauffolgenden Jahr 2010 schrumpfte die Wirtschaft um weitere 1,1 Prozent, erholte sich jedoch 2011 (+ 2,2 Prozent).[73] Die rumänische Wirtschaft entwickelte sich im Gesamtjahr 2012 schlechter als erwartet. Nach vorläufigen Berechnungen wuchs die rumänische Wirtschaft real um 0,2 Prozent. Der durchschnittliche Bruttolohn erreichte im Jahr 2007 einen Betrag von 781 € (Euro zu Kaufkraftparität).[74]

Laut Schätzungen lag der Anteil des Dienstleistungssektors am BIP 2011 bei 50 Prozent, der Anteil des Industriesektors bei 37,8 Prozent und der Landwirtschaftssektor bei 12,3 Prozent des BIP.[75] Im Jahr 2004 waren mit 22,6 Prozent Rekordzuwächse im Landwirtschaftssektor zu verzeichnen. Die jährliche Teuerungsrate ging in Rumänien seit der ersten Welle der EU-Erweiterung 2004 von 9,6 % auf 8,6 % im Jahr 2005 und auf 6,1 Prozent 2010 zurück.[76]

Obwohl die Wirtschaft 2005 weiterhin wuchs und auch das Exportvolumen gesteigert werden konnte, hatte Rumänien 2005 eine Steigerung des Außenhandelsdefizits gegenüber dem Vorjahr um 3 Mrd. Euro zu verzeichnen[77], was mit der im Verhältnis zur Produktionsleistung überproportional gestiegenen Nachfrage nach Importgütern zu erklären ist, die durch Erleichterungen bei der Kreditvergabe möglich wurde. Das hieraus resultierende Leistungsbilanzdefizit belief sich auf rund 9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.[77]

Im Juli 2011 hat Rumänien das Zahlungssystem TARGET2 für den Euro-Transfer lanciert.[78] Seit 2005 gilt eine Einheitssteuer von 16 %. Rumänien ist einer der größten Produzenten von Halbleiter-Anwendungen wie PC-Hauptplatinen, Notebooks und WLAN-Komponenten, die unter verschiedensten (konkurrierenden) Marken weltweit abgesetzt werden. Man bezeichnet dieses als Original Equipment Manufacturer (OEM).

Infolge der Finanzkrise geriet auch Rumänien Ende 2008 in finanzielle Schwierigkeiten. Mitte März 2009 beschloss der Internationale Währungsfonds (IWF) Hilfen von knapp 13 Milliarden Euro in einem zweijährigen Stand-by-Kredit für Rumänien bereitzustellen, ergänzt um 5 Milliarden Euro aus dem Notfallfonds der Europäischen Kommission und zusätzlichen 2 Milliarden Euro von weiteren internationalen Organisationen.[79]

Privatisierung und Beschäftigung[Bearbeiten]

Die Privatisierung der staatlichen Betriebe wird fortgesetzt. Im Juli 2004 erhielt der österreichische Energieversorger OMV die Aktienmehrheit an dem rumänischen Öl- und Erdgaskonzern PETROM (60.000 Mitarbeiter). Ende 2005 erhielt die österreichische Erste Bank den Zuschlag für eine Beteiligung von 61,88 Prozent an der größten rumänischen Bank, der Banca Comercială Română (BCR). Der Kaufpreis von 3,75 Mrd. EUR war bisher die mit Abstand größte Direktinvestition in Rumänien. Nach Zahlen der Wirtschaftskammer wurden bisher rund 30 Prozent aller ausländischen Investitionen in Rumänien von österreichischen Firmen getätigt. Betrug die Erwerbslosenquote im Jahr 2005 noch 5,9 %, waren es im September 2007 nur noch 3,9 %.[80] Der Staat schreibt einen gesetzlichen Mindestlohn von etwa 150 Euro vor.[81] Nach wie vor suchen aber viele Rumänen Arbeit im Ausland, vorzugsweise in den Mittelmeerländern Italien und Spanien.

Industrie[Bearbeiten]

Die Industrie trägt zu beinahe 35 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei und beschäftigt etwa 20 Prozent aller Arbeitskräfte. Hergestellt werden in Rumänien vor allem Elektronik wie Computer, Telekommunikationsausrüstungen, Unterhaltungselektronik und Halbleiter; daneben Fahrzeuge, Schiffe, Produkte der chemischen Industrie, Stahl und Produkte der Leichtindustrie wie Textilien, Schuhe oder Lebensmittel.

Tourismus[Bearbeiten]

2003 erwirtschaftete der Tourismus 780 Millionen Dollar, 14 Prozent mehr als 2002. Die Zahl der Gäste betrug 5,6 Millionen (davon 1,1 Mio aus dem Ausland), was einem Zuwachs von 15,5 Prozent entsprach.

Zum Herbst des Jahres 2004 war der Baustart für das erste von zwei touristischen Großprojekten geplant. Nach einem Fossilienfund entsteht im Kreis Hunedoara ein Dinosaurierpark. Der Baubeginn des zweiten Großprojekts – des Themenparkes Dracula-Park bei Sighișoara (Schäßburg) – wurde bisher von einer Bürgerinitiative verhindert und soll jetzt in der Nähe von Bukarest entstehen.

Mit dem 1. Juli 2005 erfolgte eine Währungsumstellung. Der Kurs beträgt (Stand Januar 2009) 4,22 Lei = 1 Euro. Es wurden neue Geldscheine und auch Münzen in Umlauf gebracht, die alten Zahlungsmittel haben ihre Gültigkeit verloren (2007).

In Rumänien besteht seit Januar 2005 eine Vignettenpflicht für PKW und LKW auf allen Straßen. Die Vignetten („Rovinieta“) sind an den Grenzübergängen und den meisten Tankstellen von OMV, Rompetrol und Petrom erhältlich. Bei der Ausreise wird an der Grenze oft kontrolliert, ob die Rovinieta und der dazugehörige Kaufbeleg vorhanden und gültig sind. Der Preis der Vignette richtet sich seit 2008 nicht mehr nach der Abgaseinstufung (Euronorm), sondern wird pauschal erhoben. Die Preise für PKW betragen 2008 für die Jahresvignette 28 Euro, für eine 30-Tages-Vignette 7 Euro und für die 7-Tages-Vignette 3 Euro. Die Vignette wird bisher nicht gelocht oder gestempelt, daher muss der Kassenbeleg unbedingt aufgehoben werden.[82]

Staatshaushalt[Bearbeiten]

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 63,3 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 51,4 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 7,3 % des BIP.[7] Die Staatsverschuldung betrug 2009 39,0 Mrd. US-Dollar oder 24,0 % des BIP.[7]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Korruption als strukturelle Erscheinung[Bearbeiten]

Protest in Bukarest am 15. Januar 2012, „Stop corupției!“,deutsch Stopp der Korruption!

Hauptartikel: Korruption in Rumänien

Korruption auf vielen Ebenen ist Alltag in Rumänien.[84][85] Korruption und Amtsmissbrauch gelten in dem Land als gravierendes Problem.[86] Die Kultur der Korruption ist tief in den moralischen, konzeptuellen und praktischen Einstellungen eines bedeutenden Teils der rumänischen Bevölkerung verwurzelt und wird in vielen Fällen noch als normale Problemlösungsstrategie angenommen.[87]

Gründe hierfür sind die verbreitete Armut der Bevölkerung und die Unterbezahlung der öffentlich Bediensteten: Besonders von orthodoxen Priestern, Behördenmitarbeitern, Krankenhausangestellten und Lehrern werden Geldbeträge als Zusatzeinkommen eingefordert.[88] Die Gesetzeslage ist immer noch instabil; Abgeordnete verweisen darauf, EU-Stellen hätten sie zu Antikorruptionsgesetzen gezwungen und verhindern in der Folge deren Umsetzung.[89] Auch die Selbstbereicherungsmentalität der politischen und wirtschaftlichen Eliten spielt eine große Rolle.[90]

Gemäß Umfragen glauben 96 Prozent der Rumänen, dass Korruption zu den schwerwiegendsten Problemen im Land gehöre. Ein Drittel der Befragten konnte Beispiele für die Zahlung von eigenen Schmiergeldern in den letzten 12 Monaten angeben.[84] Die rumänische Sprache kennt 30 Redewendungen für die Umschreibung von Schmiergeld.[91] Bereits in den ältesten rumänischen Texten kamen die ursprünglich slawischen und türkischen Begriffe bacșiș, ciubuc, șperț, șpagă und mită vor.[92]

Rumänien lag 2012 im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International im weltweiten Vergleich auf Platz 66, vor Italien (72. Platz), Bulgarien (75. Platz) und Griechenland (94. Platz).[93] Zwar ist der innenpolitische Wille und der außenpolitische Druck – besonders durch die Europäische Union – für Reformen vorhanden, jedoch sind die Sicherheitsbehörden und die Justiz dabei strukturelle Gründe für das Phänomen und mit ihrer Aufgabe oftmals überfordert oder selbst Teil des Problems.

Kultur[Bearbeiten]

Sibiu (Hermannstadt):Brukenthal-Palais, links das „Blaue Stadthaus“, rechts das Rathaus
Timișoara (Temeswar): Piața Unirii mit dem römisch-katholischen Dom und der Dreifaltigkeitssäule
Hauptartikel: Rumänische Kultur

Die rumänische Kultur zeichnet sich sowohl in ihren verschiedensten historischen Erscheinungsformen als auch in ihrer gegenwärtigen Struktur durch eine in Europa einzigartige Vielfalt aus. Die Originalität der rumänischen Kultur hängt sowohl in ihren traditionellen als auch in ihren modernen Formen mit ihrer Fähigkeit zusammen, die verschiedensten Einflüsse aufzunehmen und sie in einer kreativen Synthese miteinander zu verbinden. Die Grenzlage des Landes zwischen Okzident und Orient, die zahlreichen ethnischen und religiösen Minderheiten und die ausgeprägten geographischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturlandschaften haben in dieser Hinsicht eine bedeutende Rolle gespielt. Rumänien teilt die traditionelle Kultur (Rumänische Kultur) mit der von Moldawien. Im Jahr 2007 war Sibiu (Hermannstadt) Kulturhauptstadt Europas. Das zivilgesellschaftliche Stiftungswesen ist bislang schwach entwickelt.[94]

Architektur[Bearbeiten]

Zu den kulturellen Hauptattraktionen Rumäniens zählen diejenigen Kulturdenkmäler, die nach der Wende von 1989 in die UNESCO-Liste aufgenommen wurden: die Moldauklöster mit Außenmalereien; Kloster Horezu; die Kirchenburgen in Siebenbürgen; die Altstadt von Sighișoara; die dakische Festungsanlage in den Bergen Orășties; die Holzkirchen in der Maramureș. Im Jahr 2005 wurde auch das Ritual der Călușari in die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen. Die Schwarze Kirche (Brașov) ist der östlichste gotische Dom Europas und zugleich der bedeutendste gotische Kirchenbau in Südosteuropa.

Musik[Bearbeiten]

In Rumänien existieren in 18 Städten 28 professionelle Orchester:

  • 18 philharmonische Orchester
  • 9 Opernorchester
  • 1 Operettenorchester

Film[Bearbeiten]

Nach 1989 hat die Filmindustrie eine spektakuläre Entwicklung genommen, die sich in zahlreichen internationalen Auszeichnungen für rumänische Produktionen niederschlug (u. a. 2004 Goldener Bär für Kurzfilm für Cristi Puiu; 2005 Caméra d’or Cannes für Corneliu Porumboiu; 2007 Goldene Palme in Cannes für Cristian Mungiu; 2010 Silberner Leopard/Premio speciale della giuria, Locarno für Marian Crișan; 2012 Preis für das beste Drehbuch/Prix du scénario und Beste Darstellerin für die beiden Hauptdarstellerinnen des Films Hinter den Hügeln von Cristian Mungiu, Cannes; 2013 Goldener Bär für Călin Peter Netzer). Die Filmkritiker sprechen daher von einer „rumänischen Welle“ in der internationalen Filmindustrie.

Literatur[Bearbeiten]

Auf der Frankfurter Buchmesse 2003 und auf der Pariser Buchmesse 2013 war Rumänien Gastland. Einer der bedeutendsten rumänischen Schriftsteller der Gegenwart ist Mircea Cărtărescu. Er erhielt u. a. den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2012. In Rumänien füllen sich bei Literaturlesungen teilweise Stadien. Die international bekanntesten rumänischen Bühnenautoren sind die beiden rumänisch-französischen Autoren Eugène Ionesco und Matei Vișniec. In der Lyrik traten im 20. Jahrhundert u. a. der Mitbegründer des Dadaismus Tristan Tzara sowie Mircea Dinescu hervor.

Wissenschaft und Forschung[Bearbeiten]

Das rumänische Forschungssystem hat von der sozialistischen Zeit große strukturelle Probleme geerbt, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten nur langsam und unzureichend beseitigt wurden. Unter den staatlichen Forschungseinrichtungen ist vor allem das Institut für Atomphysik (Institutul de Fizică Atomică Măgurele) bekannt, das an dem ELI (Extreme Light Infrastructure) Projekt der Europäischen Union beteiligt ist, in dessen Rahmen bis 2015 der stärkste Laser der Welt gebaut werden soll. Neben den staatlich finanzierten Forschungsinstituten entwickelten sich langsam auch unabhängige Einrichtungen. Der ehemalige Kultus- und Außenminister Andrei Pleșu erhielt 1993 den New Europe Prize for Higher Education and Research, der ihm ermöglichte, in Bukarest mit Unterstützung des Wissenschaftskollegs zu Berlin und 5 weiterer Forschungsinstitute (Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences, Stanford, Institute for Advanced Study, Princeton, National Humanities Center, Research Triangle Park, The Netherlands Institute for Advanced Study in Humanities and Social Sciences, Wassenaar, The Swedish Collegium for Advanced Study in the Social Sciences, Uppsala) das bekannte New Europe College zu gründen. Im Bereich der Philosophie ist vor allem die Rumänische Gesellschaft für Phänomenologie (Societatea Română de Fenomenologie) auf internationaler Ebene präsent. Das private Institut MB Telecom erhielt 2009 und 2013 auf der Internationalen Messe für Erfindungen in Genf das Grand Prix (als erster Teilnehmer in der Geschichte dieser Messe, der die höchste Auszeichnung zweimal zugesprochen bekam).

Feiertage[Bearbeiten]

Hauptartikel: Feiertage in Rumänien Offizielle Feiertage in Rumänien sind:[95]

1. und 2. Januar Neujahr
2 Ostertage Ostern
1. Mai Tag der Arbeit
Pfingstsonntag und Pfingstmontag Pfingsten
15. August Mariä Himmelfahrt
30. November Tag des heiligen Andreas
1. Dezember Nationalfeiertag
25. und 26. Dezember Weihnachten

Sport[Bearbeiten]

Organisierter Fußball in Rumänien wird seit 1909 in der Divizia A (seit 2006: Liga 1) gespielt, der höchsten nationalen Spielklasse. Im gleichen Jahr ist auch der rumänische Fußballverband Federația Română de Fotbal gegründet worden. Seit der kommunistischen Ära wird der nationale Fußball von Steaua Bukarest und Dinamo Bukarest dominiert, die 25 beziehungsweise 18 Meistertitel gewonnen haben, sowie dem 14-maligen Pokalsieger Rapid Bukarest. Den bisher größten internationalen Erfolg einer rumänischen Mannschaft errang Steaua Bukarest mit dem Europapokal der Landesmeister 1986.

2:0 endete die Finalpartie im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan zu Sevilla gegen den favorisierten spanischen Champion FC Barcelona. Im Elfmeterschießen stellte der deutschstämmige Tormann Helmuth Duckadam einen Rekord für die Ewigkeit als er alle 4 Elfmeter der Spanier erfolgreich parieren konnte. Im Februar 1987 gewann Steaua Bukarest im Louis II Stadion zu Monaco auch den europäischen Supercup nach einem 1:0 durch ein Gheorghe Hagi-Tor gegen Dynamo Kiew. Gegenwärtig (2014/15) steht die rumänische Liga auf Platz 16 der UEFA-Fünfjahreswertung.

Die Rumänische Fußballnationalmannschaft nahm bisher an sieben Fußball-Weltmeisterschaften und vier Fußball-Europameisterschaften teil. Die beste Platzierung war das Erreichen des Viertelfinales bei der WM 1994 und der EM 2000. Bekanntester rumänischer Spieler dieser Ära war Gheorghe Hagi, der anlässlich des UEFA-Jubiläums vom rumänischen Verband zum besten nationalen Spieler der letzten fünfzig Jahre benannt wurde. Der erfolgreichste Liga 1 Spieler aller Zeiten ist Marius Lacatus, der 10-maliger Meister und 7-maliger Pokalsieger mit Steaua Bukarest wurde.

Am 9. Mai 2012 fand, für das erste Mal in der Sportgeschichte Rumäniens, das UEFA Europa League-Finale in Bukarest statt. Für diesen Zweck hat das Gastland 234 Mio. Euro in den Bau eines neuen Stadions, der Arena Națională, investiert.[96]

Rumänien nimmt seit 1900 an Olympischen Spielen teil. Im ewigen Medaillenspiegel gehört es mit 86 Goldmedaillen, die weit überwiegend bei Sommerspielen gewonnen wurden, zu den zwanzig erfolgreichsten Nationen. Am erfolgreichsten schnitt die rumänische Mannschaft bei den Spielen 1984 in Los Angeles ab, an denen sie als einziges Team des Ostblocks teilnahm und zwanzigmal Gold holte. Einzige Medaille bei Winterspielen war Bronze im Zweier-Bob bei den Spielen 1968 in Grenoble.

Rumänische Turnerinnen haben große Erfolge errungen: Nadia Comăneci gewann 1976 und 1980 insgesamt fünfmal Gold, Simona Amânar 1996 und 2000 insgesamt dreimal.

Die Rumänische Rugby-Union-Nationalmannschaft ist eine der stärksten Europas außerhalb der Six Nations und hat bisher an jeder Weltmeisterschaft teilgenommen.

In den frühen 1970ern war Ilie Năstase ein erfolgreicher Tennisspieler, der zwei Grand-Slam-Titel gewann und die Weltrangliste anführte. Die rumänische Mannschaft erreichte zwischen 1969 und 1972 dreimal das Finale des Davis Cups. Seit 1993 werden in Bukarest die Romanian Open abgehalten. Ab Sommer 2014 findet ebenso ein WTA Turnier für Damen unter der Schirmherrschaft von Ion Tiriac und Ilie Nastase statt. Zu den bekanntesten Tennisspielern, denen nach 1989 der Einstieg in die TOP 100 gelungen ist, zählen bei den Herren: Andrei Pavel, Horia Tecău (2010, 2011 und 2012 Wimbledon-Finalist im Doppel; 2012 gewann den Australian Open-Titel im Mixed und das Cincinnati Masters im Doppel), Victor Hănescu, Adrian Ungur; bei den Damen: Irina-Camelia Begu, Alexandra Cadanțu, Sorana Cîrstea, Monica Niculescu, Simona Halep, wobei Halep, die aktuelle Nummer 3 der WTA-Rangliste ist und als kommenden Tennisstar nach dem Roland-Garros Finale 2014 gilt.

Im den 1960er und 1970er Jahren hatte Rumänien große Erfolge im Hallenhandball, die Nationalmannschaft wurde viermal Weltmeister: 1961, 1964, 1970 und 1974. Danach konnte an diese Erfolge nicht mehr angeknüpft werden. Auf Vereinsebene konnte das Männerteam von Steaua Bukarest im Jahre 1968 und 1977 den Landesmeistercup für sich entscheiden. 2006 triumphierte man im Challenge-Cup.

Fechten hat eine lange Tradition in Rumänien, die durch eine große Verbreitung sich auszeichnet. 48 Klubs sind dem rumänischen Fechtverband beigetreten und mit 46 Gold-, 62 Silber- und 83 Bronzemedaillen haben die rumänischen Fechter auf internationales Parkett bei Olympiaden, WM oder EM ihr Können unter Beweis gestellt.

Rumänien ist WM-Zweiter im Männervolleyball 1966 gewesen. Zwei weitere Male wurde Rumänien WM-Dritter. 1963 bei der zweiten EM, die in Rumänien stattfand, gewann man den Titel im Männerwettbewerb. Bereits 1955 bei der ersten EM in Rumänien konnte man das Turnier als Finalist abschließen. Ebenso 1959 in der Tschechoslowakei. Als EM-Dritter schloss man die EM zwei Mal weiter ab, ehe man 1980 in Moskau die olympische Bronzemedaille erringen konnte. Rapid Bukarest gewann den Wettbewerb der Männer für Meistervereine in den Jahren 1961, 1963 und 1965. Dinamo Bukarest entschied diesen Titel ebenfalls 3-Mal für sich : 1966, 1967 und 1981. Die Finals des wichtigsten europäischen Männervolleywettbewerbs für Vereine 1966 und 1967 konnten jeweils Dinamo und Rapid unter sich ausmachen.

Weitere Informationen[Bearbeiten]

 Portal: Rumänien – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Rumänien

Literatur[Bearbeiten]

  • Ion Bulei: Kurze Geschichte Rumäniens. Bukarest 1998. ISBN 973-96876-2-8.
  • Ronald Bachmann: Romania. A Country Study. Washington 1991.
  • Lucian Boia, Romania. Borderland of Europe, London: Reaktion Books, 2001
  • Tom Gallagher: Modern Romania: The End of Communism, the Failure of Democratic Reform, and the Theft of a Nation [Taschenbuch], New York University Press, 2008, ISBN 0-8147-3201-1.
  • Thede Kahl, Michael Metzeltin, Mihai Răzvan Ungureanu (Hrsg.): Rumänien. Raum und Bevölkerung – Geschichte und Geschichtsbilder – Kultur – Gesellschaft und Politik heute – Wirtschaft – Recht – Historische Regionen, 2 Bände, LIT Verlag, 2. Aufl., Wien-Berlin 2008, 976 S., ISBN 978-3-8258-0069-7.
  • Thede Kahl, Larisa Schippel (Hrsg.): Kilometer Null. Politische Transformation und gesellschaftliche Entwicklungen in Rumänien seit 1989, Reihe Forum: Rumänien, Band 10, Frank und Timme Verlag, Berlin 2010, 488 S., ISBN 978-3-86596-344-4.
  • Michael Metzeltin: România: Stat – Națiune – Limbă, București, Editura Univers Enciclopedic, 2002.
  • Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus BoD, Norderstedt 2004 ISBN 3-8334-0977-0.
  • Kurt Scharr: Die Karpaten. Balthasar Hacquet und das vergessene Gebirge in Europa. Studien-Verlag, 2004. ISBN 978-3-7065-1952-6.
  • Historisches Erbe – Kapital für die Zukunft? Deutsche Spuren in Rumänien. Dokumentation des Potsdamer Forums vom 24. April 2003 im Alten Rathaus Potsdam. Deutsches Kulturforum östliches Europa e.V., Potsdam 2003, ISBN 978-3-936168-10-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Rumänien – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Rumänien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Rumänien – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Rumänien – Reiseführer
 Wikimedia-Atlas: Rumänien – geographische und historische Karten
 Wikisource: Rumänien – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Daten des International Monetary Fund: World Economic Outlook Database, Stand: Oktober 2014. Abgerufen am 26. November 2014.
  3. Human Development Report Office: Romania – Country Profile: Human Development Indicators, abgerufen am 25. Oktober 2014
  4. 38. Pressemitteilung des Nationalen Instituts für Statistik Rumäniens am 4. Juli 2013
  5. Erklärendes Wörterbuch der rumänischen Sprache, 1998; Neues Erklärendes Wörterbuch der rumänischen Sprache, 2002
  6. a b c d e Mircea Buza, Wilfried Schreiber: Grundzüge der räumlichen Struktur Rumäniens. In: Thede Kahl, Michael Metzeltin, Mihai-Räzvan Ungureanu (Hrsg.): Rumänien. Wien 2008, S. 25–37.
  7. a b c d e The World Factbook
  8. Kurt Scharr, Rudolf Gräf: Rumänien. Geschichte und Geografie, Wien, Köln, Weimar 2008, S. 17.
  9. a b http://www.hgklein.de/ – Klima
  10. a b http://www.hgklein.de/ – Flora
  11. a b http://www.hgklein.de/ – Fauna
  12. http://www.karpatenwilli.com/komi8813.htm
  13. http://www.human-wildlife.info/images/Europa%20Baer.JPG
  14. http://www.human-wildlife.info/images/Europa%20Wolf.JPG
  15. http://www.human-wildlife.info/images/Europa%20Luchs.JPG
  16. http://www.bfn.de/0316_gebiete.html abgerufen 7. August 2014
  17. http://www.cafebabel.de/article/24553/countdown-fur-die-erde.html
  18. Karl Peter Schwarz: Die Menschen leiden wie die Hunde., faz.de, 7. Oktober 2013, abgerufen am 29. Oktober 2013
  19. Manfred Götzke und Leila Knüppel: Bedrohte Wildnis: Unterwegs in Rumäniens Urwäldern, deutschlandfunk.de, 6. September 2014, abgerufen am 6. September 2014
  20. CIA: The World Factbook 2013
  21. a b Fischer-Weltalmanach 2008
  22. Hintergrundinformationen zu Rumänien bei focus-migration.de
  23. a b c Volkszählung 2011 in Rumänien (rumänisch; PDF; 1,7 MB)
  24. Eurostat
  25. Kurt Scharr, Rudolf Gräf: Rumänien. Geschichte und Geografie, Wien, Köln, Weimar 2008, S. 27.
  26. a b Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  27. Kurt Scharr, Rudolf Gräf: Rumänien. Geschichte und Geografie, Wien, Köln, Weimar 2008, S. 23.
  28. kulturraum-banat.de, Ernst Meinhardt: Der Freikauf der Rumäniendeutschen – Was sagen deutsche Politiker dazu? Was geben die Archive her?
  29.  Hannelore Baier, Martin Bottesch: Geschichte und Traditionen der deutschen Minderheit in Rumänien (Lehrbuch für die 6. und 7. Klasse der Schulen mit deutscher Unterrichtssprache). Mediaș 2007, S. 19–36.
  30. Alexandru Vulpe: Urgeschichte und Antike im Donau-Karpatenraum. In: Thede Kahl, Michael Metzeltin, Mihai-Răzvan Ungureanu (Hrsg.): Rumänien. Wien 2008, S. 171–93.
  31. Ioan-Aurel Pop: Das Mittelalter. In: Thede Kahl, Michael Metzeltin, Mihai-Răzvan Ungureanu (Hrsg.): Rumänien. Wien 2008, S. 195–220.
  32. Bogdan Murgescu: Die rumänischen Länder in der frühen Neuzeit. In: Thede Kahl, Michael Metzeltin, Mihai-Răzvan Ungureanu (Hrsg.): Rumänien. Wien 2008, S. 221–235.
  33. Mihai-Răzvan Ungureanu: Die rumänischen Länder in der späten Neuzeit. In: Thede Kahl, Michael Metzeltin, Mihai-Răzvan Ungureanu (Hrsg.): Rumänien. Wien 2008, S. 237–250.
  34. Vasile Stoica: The Roumanian Question: The Roumanians and their Lands. Pittsburgh Printing Company, Pittsburgh 1919.
  35. Wolfgang Benz, Brigitte Mihok (Hg): Holocaust an der Peripherie. Judenpolitik und Judenmord in Rumänien und Transnistrien 1940 – 1944 Metropol, Berlin 2009 ISBN 3-940938-34-3
  36. Deutsches Historisches Museum: Rumänien als Verbündeter des Deutschen Reiches, abgerufen am 16. Juni 2013
  37. Kligman, G. (1998): „The Politics of Duplicity. Controlling Reproduction in Ceausescu´s Romania“. Berkeley/Los Angeles: University of California Press; Monica Lataianu: „The 1966 Law Concerning Prohibition of Abortion in Romania and its Consequences – the Fate of a Generation“ (PDF; 57 kB); Lorena Anton: Abortion and the Making of the Socialist Mother during Communist Romania
  38. ziua.ro
  39. zeit.de, Die Zeit: Rumänischer Geheimdienstchef soll Ministerpräsident werden, 7. Februar 2012, abgerufen am 18. Juli 2012
  40. sueddeutsche.de, Süddeutsche Zeitung: Rumänien: Regierung stürzt im Streit über Sparpolitik, 27. April 2012, abgerufen am 18. Juli 2012
  41. faz.net, Frankfurter Allgemeine Zeitung: Rumänien: Misstrauensvotum stürzt Mitte-rechts-Regierung, 27. April 2012, abgerufen am 18. Juli 2012
  42. mediafax.ro, Victor Ponta, desemnat premier. Băsescu: Nu există motive de panică pe piețe, 27. April 2012, abgerufen am 18. Juli 2012, in rumänischer Sprache
  43. nzz.ch, Oppositionsführer mit Regierungsbildung beauftragt. Rumäniens Präsident Băsescu schlägt Sozialisten Ponta als Nachfolger vor, 27. April 2012, abgerufen am 18. Juli 2012
  44. adz.ro, Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien: Präsident Traian Bãsescu nominiert Victor Ponta als Premierminister, 27. April 2012, abgerufen am 18. Juli 2012
  45. diepresse.com, Die Presse: Rumänien, oder die Gefahren des politischen Manichäismus, 12. Juli 2012, abgerufen am 18. Juli 2012
  46. wirtschaftsblatt.at, Wirtschaftsblatt, Rumänien schneidert Gesetz für Sturz des Präsidenten, 10. Juli 2012, abgerufen am 18. Juli 2012
  47. rri.ro, Radio Romania International: Die Vorsitzenden des Senats und der Abgeordnetenkammer wurden abgewählt, 10. Juli 2012, abgerufen am 19. Juli 2012
  48. dradio.de, Deutschlandfunk: EU-Staat auf Abwegen, 14. Juli 2012, abgerufen am 18. Juli 2012
  49. Keno Verseck: Staatskrise in Rumänien – Machtkampf korrupter Cliquen, Spiegel Online, 17. Juli 2012, abgerufen am 18. Juli 2012.
  50. William Totok: Referendum in Rumänien: Präsident Basescu bleibt im Amt, taz.de, 21. August 2012, abgerufen am 15. September 2012.
  51. Parliamentary bodies 2012-present; Abgeordnetenkammer. Abgerufen am 27. April 2014.
  52. Anzahl der Senatoren. Abgerufen am 27. April 2014.
  53. Strenge Auflagen für Bulgarien und Rumänien. In: Süddeutsche Zeitung, 26. September 2006
  54. IndexMundi
  55. www.greenpeace-magazin.de Rumänien zieht sich aus dem Irak zurück.
  56. http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?&id=60065, http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?&id=60066
  57. european-circle.de, The European Circle, Timo Borowski: EU muss sich in Roma-Integration einschalten, Abschnitt Repressalien gegenüber Roma, 11. April 2012
  58. anti-ziganismus.de, Behandlungszentrum für Folteropfer e.V. Berlin: Roma – Opfer von Folter
  59. Daniel Oppermann: Zur Situation der Roma in Rumänien seit 1990 – Minderheitenpolitik in Rumänien und ihr Einfluss auf die sozioökonomische Stellung der Roma, GRIN Verlag, 2007, ISBN 3-638-81626-5, S. 128, hier S. 95, online
  60. amnesty international: Jahresbericht Rumänien 2011. Abgerufen am 29. Dezember 2011
  61. Alexandra Pintilie: Aktueller Stand der Regionalisierung in Rumänien am Beispiel Kronstadt und Hermannstadt (Stand Jänner 2014). In: Occasional Papers, 4/2014, Institut der Regionen Europas. Salzburg 2014, S. 99-131. ISBN 978-3-902557-14-8
  62. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  63. Orange Romania saw €219.7m revenue in Q1 2012, am 11. Mai 2012 bei ceeitandtelecom.com
  64. Q4 2011 brings subscribers outflow for Vodafone Romania, am 20. Februar 2012 bei ceeitandtelecom.com
  65. Cosmote hit €117.4m revenue in Romania in Q1 2012, am 17. Mai 2012 bei ceeitandtelecom.com
  66. Webdarstellung von Zapp Romania abgerufen am 15. Juli 2014 (englisch)
  67. Internetzugang und Internetnutzung im Jahr 2011, am 14. Dezember 2011 bei eurostat.ec.europa.eu (PDF; 140 kB)
  68. Internet-Zugangsdichte – Haushalte, eurostat.ec.europa.eu, 14. Juni 2013.
  69. Übersicht über die rumänische Medienlandschaft aus dem Jahr 2012
  70. Deutschsprachige TV-Sendung im rumänischen Hauptfernsehprogramm
  71. World Economic Outlook Database, September 2011. Abgerufen am 12. März 2012.
  72. Eurostat Pressemitteilung 23/2009: Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (PDF-Datei; 360 kB)
  73. http://wko.at/statistik/eu/europa-wirtschaftswachstum.pdf Zugriff 17. April 2013
  74. Eurostat: Länderinformation Rumänien
  75. CIA – The World Factbook: Rumänien. Abgerufen am 12. März 2012.
  76. Wirtschaftskammer Österreichs – Inflationsraten. Abgerufen am 12. März 2012 (PDF; 52 kB).
  77. a b Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu Rumänien, 27. Dezember 2006
  78. Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien : Erster Schritt in Richtung Euro-Annahme. Abgerufen am 12. März 2012.
  79. Tagesschau – Finanzkrise in Osteuropa: EU und IWF stützen Rumänien mit 20 Milliarden Euro (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung vom 25. März 2009
  80. „Makroökonomische Indexe, September 2007“ (auf Rumänisch)
  81. Eurostat: Hotarare nr. 1507 din 12/12/2007
  82. www.oeamtc.at
  83. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
  84. a b dradio.de, Deutschlandradio Kultur, Karla Engelhard: Jeder schmiert – In Rumänien gehört die Korruption zum Alltag, 1. März 2012, abgerufen am 24. Juli 2012
  85. siebenbuerger.de, Siebenbürgische Zeitung, Klaus Dieter Untch: Teufelskreis Korruption im rumänischen Alltag, 26. Mai 2011, abgerufen am 24. Juli 2012.
  86. pesterlloyd.net, Pester Lloyd: Personal- & Schicksalsfrage, 5. November 2012
  87. standard.at, Der Standard: Nationalsport Korruption, 15. Juli 2009.
  88. Martin Krummel: Rumänien - Entwicklungshemmnisse. Dissertation, Universität Gießen 2013, S. 225.
  89. Tina Olteanu: Korrupte Demokratie? Diskurs und Wahrnehmung in Österreich und Rumänien im Vergleich. Springer, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-531-18570-5 (zugleich Dissertation Universität Wien 2011), S. 289.
  90. Emme Alide: Rumänien auf dem Weg in die Europäische Union – Untersuchung zur Erfüllung der wirtschaftlichen Kriterien des Kopenhagener Beschlusses, GRIN Verlag, 2005, ISBN 3-638-41951-7, S. 40.
  91. zdf.de, ZDF: „Wir dachten, wir würden wie im Westen leben“, 29. Juli 2004, abgerufen am 30. Juli 2012.
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  93. transparency.org: Corruption Perceptions Index 2012
  94. Judith Hart: Interview mit Peter Maffay, cicero.de vom 31. August 2012, abgerufen am 1. September 2012
  95. Rumänisches Arbeitsgesetzbuch
  96. gsp.ro: Național Arena costa 119 milioane de euro și a ajuns la 234!, rumänisch. Abgerufen am 9. Juni 2011.

45.86666666666725.3Koordinaten: 46° N, 25° O