Runaway Bay (Jamaika)

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Runaway Bay
Runaway Bay (Jamaika)
Runaway Bay
Runaway Bay
Koordinaten 18° 27′ N, 77° 20′ W18.455-77.328888888889Koordinaten: 18° 27′ N, 77° 20′ W
Basisdaten
Staat Jamaika
County Middlesex

Parish

Saint Ann
Einwohner 6742 (2010)
Hotel-skyline
Hotel-skyline

Runaway Bay ist eine Kleinstadt im Norden von Jamaika. Die Stadt befindet sich im County Middlesex im Parish Saint Ann. Im Jahr 2010 hatte Runaway Bay eine Einwohnerzahl von 6742 Menschen.[1] Runaway Bay ist ein bekanntes Ziel für Touristen.

Etymologie[Bearbeiten]

Die Herkunft des Namens ist ungewiss. Die glaubhaftesten Quellen erklären zum einen, dass der Ort 1657 der letzte Fluchtpunkt spanischer Besatzer war, die vor englischen Soldaten, unter Führung des letzten spanischen Gouverneurs Don Cristobal Arnaldo de Ysassi, zu fliehen versuchten[2][3]. Eine andere Geschichte besagt, dass dies der Ort war, von dem afrikanische Sklaven von den im Landesinneren liegenden Zuckerrohrplantagen nach Kuba flohen[3].

Geografie[Bearbeiten]

Runaway Bay liegt an der nördlichen Küste der Insel in der gleichnamigen Bucht. Trotz seiner Lage steigt die Landschaft innerhalb der Ortschaft auf mehr als 100 Meter über den Meeresspiegel. Die nächsten größeren Ortschaften sind die beiden westlich gelegenen Ortschaften Dunbarton und Discovery Bay. Südwestlich der Stadt befindet sich das Handelszentrum Brown's Town. Circa 16 Kilometer Östlich befindet sich Ocho Rios einer der bekanntesten Touristenstädte der Insel.

Infrastruktur[Bearbeiten]

In Runaway Bay beginnt, beziehungsweise endet der Highway A1, einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen der Insel. Der Highway verläuft über Falmouth, Montego Bay und Lucea bis nach Negril an der Westküste. Die gut ausgebaute B3 verläuft nach Süden hin bis Brown's Town.

Kultur und Umwelt[Bearbeiten]

Badestrand mit Hotel im hintergrund

Natur[Bearbeiten]

Strandabschnitt in Runaway Bay
Das Cardiff Hall Estate Anfang des 19. Jahrhunderts

Runaway Bay ist von einer Hügelkette der auslaufenden Dry Harbour Mountains umgeben. von Süden her verläuft der Pear Tree River und mündet in den Atlantik.

Unweit der Stadt befinden sich die Green Grotto Caves. Eine System von Tropfsteinhöhlen von denen die größte 1,525 Meter lang und 12 Meter tief ist[4][5]. Der Name stammt von einer grünen Algen-Art ab die sich an den Wänden im inneren des Höhlensystems befinden[6]. Die Höhle birgt eine große Anzahl von Kammern, Felsformationen, Stalagmiten und Stalaktiten[5]. Das größte Merkmal dürfte jedoch der Grotto Lake, ein unterirdischer See sein[6][5]. Die Green Grotto Caves bergen eine lange Geschichte. Funde von Tonscherben und Dechsel belegen das die Höhlen schon von den Arawak, den Ureinwohnern der Insel als Wohnstätte genutzt wurden[4][5]. Während der Zeit der Eroberung der Insel durch die Engländer wurden die Höhlen von den Spaniern, die von der Insel vertrieben wurden, als Unterschlupf verwendet.[5] Im Zweiten Weltkrieg wurden sie von Schmugglern zur Lagerung von Waffen zur Weiterführung nach Kuba benutzt.[4] In den letzten Jahren des Krieges lagerte die Regierung von Jamaika Rumfässer in den Höhlen.[4][5] Die Höhlen beheimaten 9 von 21 Fledermausarten der Insel, unter anderen die Jamaika-Fruchtfledermaus.

Tourismus[Bearbeiten]

Runaway Bay liegt im Hauptgebiet für Tourismus, zwischen Ocho Rios und Discovery Bay. In den 1960er Jahren wurde das bis dahin Landschaftsbestimmende Cardiff Hall-Anwesen abgerissen und zu einem Komplex aus Luxushotels, Golfplätzen, Parks und privaten Villen umgewandelt. Seit dem zählt Ronaway Bay zu einer der landschaftlich schönsten Plätze von Jamaika. Zu den bekanntesten Strandabschnitten gehören der FKK-Strand Hedonism III Nudist Resort und der Privatstrand Ocean View Beach.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.deStatistiken auf World Gazetteer
  2. Jamaica History
  3. a b Runaway Bay bei VisitJamaica.com
  4. a b c d YardieTours.com - Green Grotto Caves
  5. a b c d e f - Green Grotto Caves offizielle Website
  6. a b Jamaicans.com Travelguide