Rundfunkjahr 1982

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Weitere Ereignisse

1982: Der C64 im „Brotkasten“-Gehäuse kommt in den Handel

Allgemein[Bearbeiten]

  • Die ersten CD-Spieler kommen in den Handel. Die weltweit erste industriell gepresste CD-Veröffentlichung ist das letzte Studioalbum von ABBA (The Visitors). Einer der ersten in Westeuropa erhältlichen CD-Spieler ist der Sony CDP-101, der für rund 2.300 DM verkauft wird.[1]
  • Sony stellt das professionelle Betacam-System vor, das mit Kassetten arbeitet, die über die gleichen Abmessungen wie das für den Heimvideomarkt entwickelte Betamax verfügen, jedoch mit diesem nicht kompatibel sind, weil sie auf einem abweichenden Aufzeichnungssystem basieren. Betacam und seine Nachfolger, die unter dem Begriff Sony Halbzoll zusammengefasst werden, beherrschen bis heute den größten Teil des professionellen MAZ-Marktes.
  • Eutelsat wird als übernationale Organisation für die Verbreitung von Satellitenfernsehen ins Leben gerufen. Noch im gleichen Jahr wird der Testsatellit OTS (Orbital Test Satellit) ins Weltall geschossen.
  • Januar − Der amerikanische Computerhersteller Commodore International stellt auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas den Commodore 64 (C64) vor. Es handelt sich dabei um den ersten leistungsstarken und für ein breites Publikum erschwinglichen Heimcomputer.
  • 1. April − Von deutschen Zeitungsverlegern wird die Erste Private Fernsehgesellschaft (EPF) gegründet.
  • 1. Juni – Im ZDF werden fortan alle Sendungen mit dem ZDF-Logo gekennzeichnet.
  • 2. November – In Großbritannien geht Channel 4 nach den beiden Kanälen der BBC und des Privatsenders ITV als vierte, landesweit empfangbare Sendekette in Betrieb.

Hörfunk[Bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten]

Durch einen Auftritt in der ARD-Sendung Musikladen gelingt Nena der Durchbruch
  • Start von Farbfernsehen nach der PAL-Technik in Kamerun.
  • 1. Januar − Die englische Serie Im Schatten der Eule ist erstmals im Deutschen Fernsehen zu sehen.
  • 2. Januar − Im ZDF ist die amerikanische Indianerserie Der lange Treck zu sehen.
  • 13. Januar − Die deutsche Fernsehserie Scherlock Schmidt & Co wird zum ersten Mal im Gemeinschaftsprogramm der ARD (Deutsches Fernsehen) ausgestrahlt.
  • 20. Januar − Die kanadische Serie Die vom Club sendet das Deutsche Fernsehen erstmals.
  • 21. Januar − Beim ZDF ist erstmals die deutsche Fernsehserie Beim Bund zu sehen.
  • 30. Januar − Bei der Vergabe der 39. Golden Globes in Los Angeles werden die Fernsehserien Polizeirevier Hill Street und MASH ausgezeichnet.
  • 6. Februar − Der 6-teilige Fernsehfilm aus Frankreich Heimatlos auf französisch (Sans famille) hat Premiere im ZDF.
  • 10. Februar − Die Fernsehserie Das kann ja heiter werden mit Peer Augustinski hat im ZDF Premiere.
  • 21. Februar − Im Deutschen Fernsehen ist Orientexpress erstmals in deutscher Erstausstrahlung zu sehen.
  • 22. Februar − Beim ZDF ist die deutsche Serie Kreisbrandmeister Felix Martin zu sehen.
  • 26. Februar − Erstmalige Ausstrahlung der deutsche Fernsehserie Die Fischer von Moorhövd im Gemeinschaftsprogramm der ARD (Deutsches Fernsehen).
  • 28. Februar − Die deutsche Fernsehserie Zeit genug ist im Deutschen Fernsehen erstmals zu sehen.
  • 1. März − Zum ersten Mal ist im Deutschen Fernsehen die deutsche Serie Steckbriefe zu sehen.
  • 24. März − Die Magazinsendung Globus hat Premiere im Deutschen Fernsehen.
  • 25. März − Das ZDF übernimmt die englische Serie Billy in deutscher Erstausstrahlung.
  • 1. April − Im ZDF startet tele-illustrierte als Nachfolgemagazin von Die Drehscheibe.
  • 1. April − Das ZDF übernimmt zum ersten Mal die 12-teilige deutsch-kanadische Serie Die Minikins.
  • 1. April − Die US-Serie Ach du lieber Vater hat Premiere im ZDF.
  • 5. April − Die 12-teilige deutsche Geschichtenserie Unheimliche Geschichten ist erstmals im Deutschen Fernsehen zu sehen.
  • 7. April − Die englische Serie Schmuggler ist zum ersten Mal beim ZDF zu sehen.
  • 17. April − Die Polizeiserie Nero Wolfe ist erstmals im ZDF zu sehen.
  • 28. April − Erstmals ist die australische Serie Tandarra im Deutschen Fernsehen zu sehen.
  • Mai − Im Kabelnetz der Stadt Zürich wird der Fernsehsender Teleclub verbreitet, einer der frühesten privatfinanzierten Bezahlsender Europas.
  • 12. Mai − Im Deutschen Fernsehen startet erstmals Schwarz-Rot-Gold.
  • 20. Mai − Start der zeitgeschichtlichen Dokumentarserie Österreich II von Hugo Portisch und Sepp Riff.
  • 21. Mai − Die Nachrichten und Informationssendung für Kinder und Jugendliche Pinnwand wird zum ersten Mal im ZDF ausgestrahlt.
  • 3. Juni − Im FS 2 des ORF hat die französische Miniserie Wie es Gott gefällt (original: Au plaisier de Dieu) Premiere. Darin wird, dem gleichnamigen Roman von Jean d’Ormesson folgend, die Geschichte einer Adelsfamilie in der französischen Provinz zwischen 1908 und 1968 erzählt.
  • 9. Juni − Die 6-teilige Kinderserie Zwei alte Hasen entdecken Neues wird erstmals vom Gemeinschaftsprogramm der ARD (Deutsches Fernsehen) ausgestrahlt.
  • 9. August − Die 26-teilige Science-Fiction-Comedyserie Der Androjäger wird im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt.
  • 17. August − Durch einen Auftritt in der ARD-Sendung Musikladen erlangt die Sängerin Nena und ihre Band erstmals bundesweit Beachtung.
  • 4. September − ORF-Premiere der Kultursendung 1000 Meisterwerke.
  • 22. September − In den USA ist die erste von 180 Folgen der Sitcom Family Ties zu sehen. Die Serie dreht sich um den Alltag der Familie Keaton aus Columbus, Ohio. Während die Eltern versuchen, nach den Werten der Hippiebewegung zu leben, und die beiden Töchter einen eher alternativen Lebensstil pflegen, unterstützt der älteste Sohn, Alex Keaton (Michael J. Fox), die konservative Wende von Präsident Ronald Reagan. Das Titellied Without Us stammt von Jeff Barry und wird in der Originalfassung von Johnny Mathis und Deniece Williams gesungen.
  • 24. September − Der BR strahlt die erste Folge der Kinderserie Meister Eder und sein Pumuckl aus.
  • 1. Oktober – Alle Sendungen des Gemeinschaftsprogrammes der ARD (Deutsches Fernsehen) werden fortan mit ARD-Logo gekennzeichnet.
  • 1. Oktober − Auf allen Kanälen der ARD und des ZDF werden zweimal für jeweils eine viertel Stunde Videotext für alle ausgestrahlt.
  • 1. Oktober − Die deutsche Fernsehserie Gastspieldirektion Gold ist erstmals als Regionalprogramm des NDR im Gemeinschaftsprogramm der ARD (Deutsches Fernsehen) zu sehen.
  • 2. Oktober − Das ZDF beginnt mit der deutschsprachigen Erstausstrahlung der US-amerikanischen Abenteuerserie Shogun. Richard Chamberlain spielt darin den im Jahr 1600 in Japan gestrandeten englischen Navigator John Blackthorne.
  • 28. Oktober − Die englisch-polnische Serie Sherlock Holmes und Dr. Watson hat im ZDF Premiere.
  • 1. November − Der erste eigenständige grönländische Fernsehsender KNR nimmt in Nuuk seinen Betrieb auf. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Bevölkerung Grönlands mit dänischen Fernsehprogrammen versorgt.
  • 2. November − Der zweite Privatsender Großbritanniens, Channel 4, nimmt seinen Betrieb auf.
  • 5. November − Mit der Premiere von So long Kottan, der achten Folge von Kottan ermittelt, kommen im ORF-Fernsehen jeweils freitags sechs weitere Folgen der Krimiparodie ins Programm.
  • 8. November – Die 85-teilige deutsche Comedyserie Büro, Büro ist erstmals im Deutschen Fernsehen zu sehen. Sie macht die junge Schauspielerin Elfi Eschke populär.
  • 22. November − Das ZDF strahlt die letzte von Ilja Richter moderierte disco aus.
  • 13. Dezember − Bei der Strukturänderung in den beiden Fernsehprogrammen der DDR wird der Anteil an Unterhaltung und Spielfilmen drastisch erhöht.[2]
  • 21. Dezember − Das SF beginnt mit der Ausstrahlung der ZDF-Weihnachtsserie Jack Holborn.
  • 24. Dezember − Im Deutschen Fernsehen ist erstmals das 4-teilige Marionettenspiel Katze mit Hut aus der Augsburger Puppenkiste zu sehen.
  • 30. Dezember − Im ZDF beginnt die 10-teilige deutsche Episodenreihe Jakob und Adele.

Geboren[Bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Hörfunk – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Hörfunk
 Portal: Fernsehen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Fernsehen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klassiker: CD Player Sony CDP-101 Stereo, abgerufen am 5. April 2009
  2. Jürgen Wilke: Mediengeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Bonn 1999, S. 808.