Rupea

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Rupea
Reps
Kőhalom
Wappen von Rupea
Rupea (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Brașov
Koordinaten: 46° 2′ N, 25° 13′ O46.0388864725.222506875278461Koordinaten: 46° 2′ 20″ N, 25° 13′ 21″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 461 m
Fläche: 74,87 km²
Einwohner: 5.269 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km²
Postleitzahl: 505500
Telefonvorwahl: (+40) 02 68
Kfz-Kennzeichen: BV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 1 Gemarkung/Katastralgemeinde: Fișer
Bürgermeister: Flavius Dumitrescu (PD-L)
Postanschrift: Str. Republicii, nr. 169
loc. Rupea, jud. Brașov, RO–505500
Website:
Das Ortszentrum am Fuße des Burgberges.
Evangelische Kirche
Die Burg und Burgbrunnen

Rupea (ehem. Cohalm, deutsch Reps, ungarisch Kőhalom) ist eine Stadt im Kreis Brașov in Siebenbürgen, Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Rupea liegt am Valea Mare (Kosder-Bach) – ein rechter Zufluss des Homorod – und an der Europastraße E60, welche hier in der Region Sighișoara (Schäßburg) mit Brașov (Kronstadt) verbindet. Die Siedlung liegt am Fuße der gleichnamigen Burg. Der Bahnhof von Reps befindet sich etwa 7 km außerhalb, in der Siedlung Rupea Gară (Repser Bahnhof). Zur Kleinstadt Rupea gehört das acht Kilometer nordwestlich gelegene Dorf Fișer (Schweischer).

Geschichte[Bearbeiten]

Reps wurde als Marktflecken im 12. Jahrhundert als neue Siedlung auf dem Königsboden von deutschen Kolonisten, den sogenannten Siebenbürger Sachsen gegründet und nach unterschiedlichen Angaben 1324[2] oder 1344[3] erstmals urkundlich erwähnt. Es war eine der Primärsiedlungen der Sieben Stühle und bis ins 19. Jahrhundert Vorort des Repser Stuhls.

Eine Besiedlung des Ortes, von den Einheimischen bei Pădurea lui Grigore (Grigoriwald) genannt, deutet nach archäologischen Funden bis ins 2. Jahrhundert der Römerzeit zurück.[4]

Einwohner[Bearbeiten]

Volkszählung Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1850 3.308 837 17 2.084 370
1920 3.500 1.509 232 1.743 16
1941 3.680 1.599 323 1.595 163
1956 4.691 2.532 602 1.385 172
1977 6.640 3.617 1.502 1.269 252
1992 6.326 4.331 1.428 193 374
2002 5.759 4.063 1.245 110 341
2011[1] 5.269 3.591 975 82 648 (Roma 360)

Seit der offiziellen Erhebung von 1850 wurde in Rupea die höchste Einwohnerzahl 1977 registriert. Die höchste Bevölkerungszahl der Rumänen wurde 1992, die der Magyaren 1977, die der Rumäniendeutschen 1850 und die der Roma (374) 1992 ermittelt. Des Weiteren wurden seit 1850 auch Ukrainer, Serben und Slowaken registriert.[5]

Die evangelische Gemeinde der Siebenbürger Sachsen hatte am 31. Dezember 1995 noch 86 Mitglieder. Im Jahr 2009 zählte die evangelische Kirchgemeinde 57 Mitglieder [6].

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Das bedeutendste Sakralgebäude der Stadt ist die evangelisch-lutherische Kirche von Reps. Sie wurde im 15. Jahrhundert als gotische Saalkirche errichtet und später mit einem barocken Glockenturm versehen. Heute wird sie von der stark geschrumpften evangelisch-deutschen Gemeinde und den lutherischen Ungarn gemeinsam genutzt. Sie steht unter Denkmalschutz.[4]
  • Die Repser Burg im 11. Jahrhundert errichtet, ist das Wahrzeichen der Stadt. Hoch über der Stadt auf dem Kohalmer Berg (578 m), ist sie als Ruine weithin zu sehen. Sie wurde im Jahr 1324 als castrum Kuholm zum ersten Mal erwähnt und war Sitz des Repser Königsrichters und der Stuhlobrigkeit, die von hier aus das Repser Ländchen, die östlichste Region des Königsbodens verwaltete. 1421 wurde die Burg von der Türken zerstört, nachher neu aufgebaut und auch gleichzeitig erweitert. Im 17. Jahrhundert wurde der dritte und vierte Burghof errichtet. 1790 zerstörte ein Unwetter die Wehrgänge und die Dächer, sodass diese verfielen. 1954 wurden einige Mauern restauriert[2] und heute stehen die Burgreste unter Denkmalschutz.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die örtliche Wirtschaft wird geprägt von der Landwirtschaft. Daneben gibt es in Reps je eine Fabrik zur Herstellung von Teppichen und Möbeln. In der näheren Umgebung finden sich Salzquellen dessen Wasser 126,2 mg/l Salze enthält.[2]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rupea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. a b c Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  3. Angaben auf der Website der Kleinstadt Rupea abgerufen am 26. März 2015 (rumänisch)
  4. a b c Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB)
  5. E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Brașov laut Volkszählungen von 1850–2002 (ungarisch; PDF; 784 kB)
  6. Dieter Drotleff: Pfarrer, Kuratoren, Seelenzahlen. In: Allgemeine Deutsche Zeitung. Beilage: Karpatenrundschau, 4. März 2010, S. 3.
  7. Johann Michael Salzer: Der königliche freie Markt Birthälm in Siebenbürgen. Ein Beitrag zur Geschichte der Siebenbürger Sachsen. C. Graeser, Wien 1881, S. 407.