Rupert Gottfried Frieberger

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Rupert Gottfried Frieberger (* 26. März 1951 in Linz) ist ein österreichischer Organist, Komponist, Musikwissenschaftler und katholischer Theologe. Er ist seit 1969 Prämonstratenser-Chorherr im Stift Schlägl in Oberösterreich.

Wirken[Bearbeiten]

Er wurde als Musiker, Theologe und Musikwissenschafter ausgebildet an der Wiener Musikakademie und der Universität Wien, und schloss mit Mag. art. (1977), Dr. theol. (1983), und einem PhD ab. Er zeichnet als Cantor und Stiftskapellmeister für die musikalischen Belange der Prämonstratenserabtei Schlägl in Oberösterreich verantwortlich.

Die Laudationes zu zahlreichen Ehrungen und Preisen, die ihm im unüblich jungen Alter überreicht wurden, hoben stets seine Universalität in Sachen Musik und das Bild des eigenständigen Komponisten heraus.

Frieberger tritt seit langem für eine „Korrespondenz“ und „Interaktion“ der Künste ein; seine universitären Lehrveranstaltungen haben stets interdisziplinären Charakter. Aufgrund einer künstlerischen Begegnung in Venedig beschäftigt er sich seit 1998 auch mit Malerei, vornehmlich mit abstrakten Acryl-Darstellungen.

Von 1978 bis 2013 war er Direktor der Landesmusikschule Schlägl; er ist künstlerischer Leiter der Internationalen Schlägler Musikseminare samt einer eigenen musikwissenschaftlichen Publikationsreihe, lehrt an der Universität Salzburg in übergreifender Weise in Sachen Liturgiewissenschaft und Musikwissenschaft, unterrichtet an der Musik-Universität Wien Improvisation und Aufführungspraxis, und betreut als Orgelsachverständiger Restaurierungen und Orgelneubauten im In- und Ausland. Seit 1979 ist er im "Internationalen Arbeitskreis für Orgelfragen".

Als Dirigent (vor allem von Alter Musik mit Originalinstrumenten und Gegenwartsmusik) und Organist hat er in nahezu allen Ländern Europas und in Marokko konzertiert, bisher 60 Schallplatten- und CD-Einspielungen gemacht und auch für mehrere Rundfunk- und Fernsehanstalten gespielt. Als mit Preisen ausgezeichneter, bekannter Orgelimprovisator wurde er auch in internationale Jurien wie z. B. der Wettbewerbe in Haarlem und Nürnberg geholt und immer wieder gebeten, die großen Orgeln Europas vorzuführen, u. a. auch mit sogenannten „Orgelreisen“.

Als Komponist hat er in renommierten Verlagen wie Doblinger (Wien), Carus (Stuttgart), Anton Böhm & Sohn (Augsburg), Helbling (Innsbruck), Musica Rinata (Berlin) u. a. publiziert. Außerdem wirkte er in mehreren Jurien und Kommissionen mit.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Kompositionen[Bearbeiten]

  • Magnificat Salisburgense. Für Männerchor, Sopransolo, Oboe und zwei Orgeln (1993). Berlin 2011
  • Ostermusik für Flöte und Orgel. Berlin 2011
  • Fastenmusik für Oboe und Orgel. Berlin 2006
  • Adventsmusik für Oboe und Orgel. Berlin 2003
  • Die letzten Worte unsres Herrn. Für Chor, Bariton und Orgel. Berlin 2003
  • In Memoriam A. B. - ein Bruckner-Mosaik für Orgel. Berlin 2013

Publikationen[Bearbeiten]

  • (Hg.) Schlägler Orgelkonzerte. Jubiläumsschrift zu d. 10. Schlägler Orgelkonzerten. Innsbruck 1979 (Musikwissenschaftliche Beiträge der Schlägler Musikseminare, Band 1).
  • Der Orgelbau in Oberösterreich im 17. und 18. Jahrhundert. Unter besonderer Berücksichtigung bestehender Instrumente. Innsbruck 1984 (Musikwissenschaftliche Beiträge der Schlägler Musikseminare, Band 3).
  • (Hg.) Beiträge zum oberösterreichischen Orgelbau. Unter Mitarbeit von Ingemar Curt Melchersson, Innsbruck 1996 (Musikwissenschaftliche Beiträge der Schlägler Musikseminare, Band 5).
  • Kirchenmusikpflege an der Praemonstratenserabtei Schlägl von 1838 (Beginn der Regierung des Abtes Dominik Lebschy) bis 1941 (Beschlagnahme des Stiftes durch das nationalsozialistische Regime). Steinbach a.d. Steyr 2008 (Musikwissenschaftliche Beiträge der Schlägler Musikseminare, Band 7).
  • Orgeln im Stift Schlägl und in seinen inkorporierten Pfarreien. Steinbach a.d. Steyr 2009 (Musikwissenschaftliche Beiträge der Schlägler Musikseminare, Band 8).

Weblinks[Bearbeiten]