Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Logo
Motto Semper Apertus
Immer offen
Gründung 1386
Ort Heidelberg
Bundesland Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Rektor Bernhard Eitel
Studenten 30.880 (WS 2013/2014)[1]
Jahresetat 600,0 Mio € (2011, inkl. Medizin)[2]
Website www.uni-heidelberg.de
Die Universitätsbibliothek, das Wahrzeichen der Universität Heidelberg. Die RKU gehört zu den ältesten und angesehensten Universitäten der Welt.
Die Alte Universität, Entwurf von Baumeister Johann Adam Breunig, ist der Sitz des Rektorats

Die Ruprecht-Karls-Universität ist eine Universität des Landes Baden-Württemberg in Heidelberg. Sie ist eine der ältesten europäischen Universitäten und die älteste in Deutschland. Nach der Prager Karls-Universität und der Universität Wien war sie die dritte Universitätsgründung im Heiligen Römischen Reich nördlich der Alpen. Am 23. Oktober 1385 erhielt Heidelberg das Gründungsprivileg von Papst Urban VI. Seit ihrer Gründung im Jahr 1386 durch den pfälzischen Kurfürsten Ruprecht I. bestand sie über Jahrhunderte aus vier Fakultäten (Theologie, Recht, Medizin, Philosophie). Erst im Sommersemester 1891 kamen die Naturwissenschaften als fünfte eigenständige Fakultät hinzu.[3] 1969 wurde sie in 16 fachspezifischere Fakultäten aufgegliedert. Nach einer Neuordnung im Jahr 2002 gibt es gegenwärtig 12 Fakultäten.

In den aktuellen QS World University Rankings 2013 ist die Universität Heidelberg als die beste deutsche Universität ausgewiesen. Sie belegt weltweit Platz 50.[4] In anderen Rankings wie dem Academic Ranking of World Universities und Times Higher Education World University Rankings war die Universität Heidelberg in den letzten Jahren durchgängig unter den besten drei Hochschulen in Deutschland. Die Universität ist Mitglied der League of European Research Universities (LERU) und der Coimbra Group.

Geschichte[Bearbeiten]

Aula der Alten Universität

Gründungsphase[Bearbeiten]

Die Universität war die dritte Universitätsgründung im Heiligen Römischen Reich nach Wien und Prag (der ältesten deutschsprachigen Universität).

Gegründet wurde sie von Kurfürst Ruprecht I. mit päpstlicher Genehmigung im Jahre 1386, um seinem stark zergliederten Territorium, der Pfalz am Rhein, einen geistigen Mittelpunkt zu geben, Fremde anzuziehen und Kirchen- und Staatsdiener im eigenen Lande auszubilden. Hintergrund der Universitätsgründung war auch das abendländische Schisma: Absolventen der – zum in Avignon residierenden Papst haltenden – Sorbonne konnten in der Pfalz – die zum römischen Papst hielt – nicht mehr in kirchliche Dienste treten, weshalb Bedarf für eine einheimische Theologenausbildung bestand. Die ersten Professoren der jungen Universität kamen aus Paris und Prag und flüchteten vor Kirchenspaltung und Nationalitätenkämpfen in ihrer Heimat ins damals sichere Heidelberg. Gründungsrektor war Marsilius von Inghen. In Heidelberg wurde lange Zeit ausschließlich die philosophische Richtung des Nominalismus gelehrt.

Die Stiftungsurkunden wurden am 1. Oktober 1386 ausgefertigt. Am 18. Oktober begann das Studium Generale mit einer kirchlichen Messe, am Tag darauf wurden die Vorlesungen aufgenommen.[5] Der Auftrag für ein silbernes Siegel datiert ebenfalls vom 18. Oktober. Die Universität führt das Siegelbild in ihrem Logo.[6]

Die Universität litt zunächst unter erheblichen Raumproblemen, die Vorlesungen fanden im Augustiner- und im Franziskanerkloster statt. Mehr Räumlichkeiten gewann die Universität, als Kurfürst Ruprecht II. die Juden aus Heidelberg vertrieb und freiwerdende Gebäude der Universität überließ. Die Synagoge wurde zur Marienkapelle umfunktioniert und diente als Hörsaal. Zur Finanzierung der Universität gründete Kurfürst Ruprecht III. das Heiliggeiststift, die Heiliggeistkirche diente zugleich als Universitätskirche, bis im 19. Jahrhundert die Peterskirche diese Funktion übernahm.

Die Kurfürsten sorgten für ihre Universität, griffen aber auch in ihre Autonomie ein, wo es ihnen notwendig schien. So schufen sie neuen geistigen Strömungen, wie dem Humanismus, Raum. So führte Friedrich der Siegreiche eine wichtige Universitätsreform durch: An der theologischen Fakultät durfte nun auch der Realismus gelehrt werden, was ein Stück Lehrfreiheit bedeutete. Zugleich wurde an der juristischen Fakultät nun neben dem kirchlichen auch das weltliche Recht gelehrt. Friedrichs Hofrat Andreas Hartmanni wurde zwischen 1463 und seinem Tod 1495 insgesamt siebenmal und damit so oft wie keiner seiner früheren oder späteren Amtskollegen zum Rektor der Universität gewählt. Unter den Kanonikern der Heiliggeistkirche war dessen jüngerer Verwandter Hartmannus Hartmanni, der um 1510 das langlebigste der frühen Stipendien an der Universität stiftete, das bis 1949 bestand.

Reformation[Bearbeiten]

Gegen die Reformation hat sich die Universität trotz Martin Luthers Heidelberger Disputation von 1518 lange Zeit verschlossen. Obwohl der Kurpfälzer Kanzler Hartmannus Hartmanni der Ältere, Sohn des früheren Rektors, den Kurfürsten Friedrich II. im Jahr 1546 dazu bewegen konnte, den evangelischen Prediger der Heiliggeistkirche, Heinrich Stoll, gegen den Willen der altgläubigen Professoren zum Rektor der Universität zu berufen, gelang zunächst nur die Reformation der Artistenfakultät und des Collegium principis. Erst Kurfürst Ottheinrich wandelte die gesamte Universität 1556 in eine evangelische Landeshochschule um. In diesem Zusammenhang nahm er die bis dahin einschneidendste Universitätsreform vor: Die Studenten sollten von nun an normale bürgerliche Kleidung statt der bislang vorgeschriebenen geistlichen Tracht tragen. An der theologischen Fakultät wurde das Studium des Hebräischen und des Griechischen verpflichtend, an der medizinischen Fakultät wurde mehr Wert auf die praktische Ausbildung gelegt.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde Heidelberg durch Kurfürst Friedrich III. zu einem Zentrum europäischer Wissenschaft und Kultur und erhielt einen besonderen Charakter als calvinistische Hochschule. Heidelberg wurde zum deutschen Genf, also einem Zentrum der calvinistischen Gelehrsamkeit, dessen internationale Ausstrahlung Professoren und Studenten aus ganz Europa hierher zog. Unter Mitwirkung der theologischen Fakultät entstand 1563 der berühmte Heidelberger Katechismus. Neben den Calvinismus trat gegen Ende des 16. Jahrhunderts der Späthumanismus. In dieser Epoche wirkten hier unter anderem Paul Schede, Jan Gruter, Martin Opitz, Julius Wilhelm Zincgref oder Matthäus Merian.

Dreißigjähriger Krieg[Bearbeiten]

Die Blütezeit dauerte bis 1618. Der Dreißigjährige Krieg traf die Universität schwer. Mehrfach wurde der Lehrbetrieb unterbrochen, 1622 die weltberühmte Bibliotheca Palatina nach Rom verschleppt. Den mühsamen Neuanfang nach dem Krieg zerschlug die völlige Zerstörung Heidelbergs durch die Truppen Ludwigs XIV. 1693. Erneut blieb die Universität mehrere Jahre geschlossen.

18. Jahrhundert[Bearbeiten]

Domus Wilhelmina von 1735, heute Alte Universität genannt, historisches Bild (um 1900)

Im 18. Jahrhundert herrschte in Heidelberg intellektuelle Mittelmäßigkeit vor. Die Professoren wurden größtenteils von Jesuiten, die meist nur kurz in Heidelberg blieben, gestellt. Bei anderen Professorenstellen setzte sich die Vererblichkeit dieser Stellen durch, was dem wissenschaftlichen Niveau schadete. Der bis dahin unangefochten evangelische Charakter ging durch eine verspätete Gegenreformation verloren. Finanzielle Misswirtschaft und die Revolutionskriege Ende des 18. Jahrhunderts brachten die Universität um ihren Besitz und ihre eigenständigen Einkünfte.

1712–1735 entstand am Universitätsplatz mit der Domus Wilhelmina, heute als Alte Universität bekannt, ein neues Hauptgebäude, Architekt war der Mainzer Johann Adam Breunig.[7]

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Studentenkarzer

Der Übergang Heidelbergs an Baden im Jahr 1802 führte einen Neuanfang herbei. Die Universität wurde reorganisiert und zur staatlich finanzierten Lehranstalt. Den Namen des ersten badischen Großherzogs Karl Friedrich fügte die Universität dem Namen ihres Stifters hinzu und nennt sich seither Ruprecht-Karls-Universität.

Geistig wurde die Universität vom Neuhumanismus geprägt, aber auch die Romantiker fanden Anhänger unter Professoren und Studenten. Zwei Jahre lehrte Georg Wilhelm Friedrich Hegel in Heidelberg, Schlosser begründete eine eigene Heidelberger Schule der politischen Geschichtswissenschaft, der Mediziner Maximilian Joseph von Chelius zog Patienten aus ganz Europa an. Heidelberger Professoren gehörten zu den Trägern des Vormärz-Liberalismus, mehrere von ihnen waren 1848 Mitglieder der Frankfurter Nationalversammlung. Nach der Revolution wurde Ludwig Häusser Sprecher der liberal-nationalstaatlichen Gesinnung in Südwestdeutschland. Während die Naturwissenschaften im Zusammenwirken von Robert Bunsen, Gustav Kirchhoff und Hermann von Helmholtz eine Sternstunde erlebten, war Heidelberg im 19. Jahrhundert weithin bekannt als Juristenuniversität.

1886 feierte die Universität ihr 500-Jahr-Jubiläum. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts lag die Zahl der immatrikulierten Studenten, darunter erstmals seit dem Sommersemester 1900 auch Frauen, bei ca. 1500 (im Sommersemester üblicherweise höhere Zahlen als im Wintersemester), wovon die meisten in der juristischen Fakultät eingeschrieben waren. [8].

20. Jahrhundert bis 1945[Bearbeiten]

Am Anfang des Jahrhunderts lehrten die beiden wichtigsten Vertreter der Südwestdeutschen Schule in Heidelberg, Wilhelm Windelband und Heinrich Rickert. Heidelberg war eine weltoffene und liberale Universität. Das zeigte sich nicht nur an den zahlreichen ausländischen Studenten, sondern seit der Jahrhundertwende am spezifischen Heidelberger Geist, dem interdisziplinären Gespräch, das inspiriert wurde von Max Weber mit seinen Freunden, vor allem dem Theologen Ernst Troeltsch, und einem Kreis junger Gelehrter.

Weimarer Republik[Bearbeiten]

Dem lebendigen Geist. Sitzende Minerva von Karl Albiker (1931)

In der Weimarer Republik galt die Universität, geprägt durch Professorengestalten wie Karl Jaspers, Gustav Radbruch, Martin Dibelius und Alfred Weber, weithin als eine Hochburg des demokratischen Geistes. Auf Initiative von US-Botschafter Jacob Gould Schurmann, einem ehemaligen Studenten der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, gesammelte amerikanischen Spenden von über 500 000 Dollar ermöglichten 1930 die Errichtung der Neuen Universität[9] durch Karl Gruber. Sie erhielt die von Friedrich Gundolf formulierte Widmung „Dem lebendigen Geist“, die, nachdem sie während der NS-Diktatur durch die Widmung "Dem deutschen Geist" ersetzt worden war, 1945 auf Weisung der amerikanischen Militärregierung wiederhergestellt wurde, wobei auch der 1936 anstelle der Pallas Athene Karl Albikers angebrachte Reichsadler entfernt und die griechische Göttin der Kunst und Wissenschaft wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück versetzt wurde.

Doch betätigte sich der Physiker und Nobelpreisträger Philipp Lenard schon früh im Sinne der Nationalsozialisten. Bei einem öffentlichen Zwischenfall anlässlich des Gedenktages für den ermordeten Walter Rathenau trat der Student Carlo Mierendorff hervor.[10] Dem durch öffentliche antisemitische Hetzreden sich auszeichnenden Philosophie-Assistenten Arnold Ruge wurde schließlich wegen Beleidigung von Universitätsmitgliedern die Lehrerlaubnis entzogen.[11] Emil Gumbel musste sodann dem Druck der gegen ihn gerichteten nationalistischen Stimmungsmache weichen.

Wissenschaftlich prägten vor allem die Philosophische und Juristische Fakultät in jener Zeit das Bild Heidelbergs. Neue Wege ging aber auch Ludolf von Krehl mit dem Konzept einer ganzheitlichen Medizin.

Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Die Universität Heidelberg war in der Zeit des Nationalsozialismus die erste Volluniversität in Deutschland, die sich zur nationalsozialistischen Universität erklärte und das Führerprinzip einführte. Von den 1933 einsetzenden Entlassungen jüdischer oder politisch unerwünschter Dozenten und Professoren war die Universität überproportional stark betroffen. So mussten u. a. der Rechtsphilosoph und ehemalige Justizminister Gustav Radbruch, der Serologe Hans Sachs und der Philosoph Karl Jaspers die Universität verlassen. Insgesamt verlor die Universität Heidelberg auf diese Weise 25 % ihres Lehrkörpers. Viele betroffene Wissenschaftler gingen in die Emigration. Zwei Professoren, der Chirurg Richard Werner und der Gynäkologe Maximilian Neu, wurden Opfer des nationalsozialistischen Terrors.[12] An der Bücherverbrennung im Mai 1933 auf dem Universitätsplatz waren vor allem Universitätsangehörige aktiv beteiligt. Besonderen Anteil hatten hier Heidelberger Burschenschaften. Durch das Wirken profilierter Regimeanhänger war Heidelberg als braune Universität verrufen. Die Widmung der Portalfigur am Gebäude der Neuen Universität wurde 1936 von „Dem lebendigen Geist“ in „Dem deutschen Geist“ geändert, die Schirmherrin von Künsten und Wissenschaften Pallas Athene wich einem sehr großen deutschen Adler, und viele Studenten, Dozenten und Professoren huldigten dem neuen Motto.[13] Im November 1938 wurde der Militärhistoriker Paul Schmitthenner Rektor der Universität und blieb es bis zum Kriegsende.

Nach 1945[Bearbeiten]

Bundesrepublik[Bearbeiten]

Am Ende des Zweiten Weltkriegs war die Universität äußerlich unzerstört, bedurfte aber der geistigen Erneuerung. Auf Initiative von Emil Henk, der als eines der wenigen überlebenden Mitglieder des Verschwörerkreises vom 20. Juli 1944 über Kontakte zur amerikanischen Militärregierung verfügte, wurde die Ruperto-Carola als erste deutsche Universität bereits 1945 wiedereröffnet. Unter Federführung des Philosophen Karl Jaspers[14][15] wurde in einem seit dem 5. April 1945 tagenden "Dreizehnerausschuss" eine neue Satzung ausgearbeitet, in der sich die Universität verpflichtete, „dem lebendigen Geist der Wahrheit, Gerechtigkeit und Humanität zu dienen.“ Erster Rektor der Nachkriegszeit war der Chirurg Karl Heinrich Bauer. Dem bereits am 26. August an die Militärregierung gerichteten Gesuch um "Wiedereröffnung in allen Fakultäten"[16] wurde nach längeren Verhandlungen schließlich entsprochen, so dass der Lehrbetrieb mit dem Wintersemester 1945/1946 schrittweise wieder eröffnet werden konnte, nachdem bereits am 15. August der Unterricht in der Medizinischen Fakultät hatte wiederaufgenommen werden können. "Am 7. Januar fand die erste Immatrikulationsfeier der Gesamtuniversität nach dem Kriege statt."[17] Im Zuge des Ausbaus und der Expansion wurde die Universität räumlich geteilt: Für die Naturwissenschaften und einen Teil der Medizin entstand im Neuenheimer Feld eine Campus-Universität, während die Geisteswissenschaften ihr angestammtes Quartier in der Altstadt behielten. Das Altklinikum in Bergheim wurde weiter ausgebaut.

Reformen veränderten die bisherigen Strukturen: Bestand die Universität seit ihrer Gründung nur aus vier Fakultäten (Theologie, Recht, Medizin, Philosophie), zu denen erst 1890 die Naturwissenschaften durch Ausgliederung aus der philosophischen Fakultät als fünfte Fakultät hinzugekommen waren, wurde sie 1969 in 16 Fakultäten aufgegliedert. Die Zahl der Studenten wuchs kontinuierlich an – im Jubiläumsjahr 1986 (600-Jahr-Feier) waren 27.000 Studierende in Heidelberg immatrikuliert. Sie stellten einen beachtlichen Teil der Heidelberger Gesamtbevölkerung.

Auch der traditionell große Anteil von Ausländern hat sich nach dem Krieg wieder eingestellt. Dass trotz der hohen Zahlen Lehre und Forschung auch heute noch als einheitliche Aufgabe verstanden werden, sieht die Universität in allen ihren Gliedern als Herausforderung und Verpflichtung an.

Studentenbewegung[Bearbeiten]

Die Studentenbewegung erfasste Heidelberg erst relativ spät. Es ging zunächst um Straßenbahn-Preise (1965, 1969 mit Roter-Punkt-Aktion), die Notstandsgesetze, den Tod von Benno Ohnesorg, das Erstarken der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) und um die Beteiligung der Studentenschaft an der inneren Universitätsverwaltung. Auch der Vietnamkrieg wurde in Heidelberg deutlich abgelehnt. In vielen Versammlungen wurde um das politische Mandat gestritten, also um das Recht der Studentenschaft zu allgemeinpolitischen Stellungnahmen. Von Teilen der Professoren (Bund Freiheit der Wissenschaft), der Landesregierung und vom RCDS, der Studentenorganisation der CDU, wurde es abgelehnt, während es der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) und große Teile der Studentenschaft forderten. Aktuelle politische Fragen und studentische Rechte bildeten eine lebhafte Mixtur in vielen Debatten. Die unabhängigen und konservativen Studenten verloren ihren Einfluss auf das Studentenparlament und den AStA, in das überwiegend SDS- und andere politisch linksstehende Studenten hineingewählt wurden.

Im Januar 1969 verhaftete ein Polizeiaufgebot zwölf Studenten, fast alle Mitglieder des SDS, in den Räumen des AStA, und die Abriegelung des Hörsaalgebäudes und die Räumung des Collegium Academicum durch über 700 stark bewaffnete Polizeikräfte 1978 im Auftrag des Kultusministers Wilhelm Hahn gilt heute als ein Endpunkt der Studentenbewegung in ganz Deutschland.

Seit 1990[Bearbeiten]

Die Universität hat sich in den letzten Jahren auch durch ihre vielen Kliniken und durch Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen einen guten Ruf im Bereich der Medizin, aber auch in der Neurobiologie und Physik, der Mathematik und Informatik, den Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre verschafft. Als erste deutsche Universität gründete sie Niederlassungen im Ausland, die den guten Ruf der Universität weltweit fördern sollen, so zum Beispiel in Ägypten, Chile oder Massachusetts (USA). Im Oktober 2007 wurde sie in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative für die Förderung ihres Zukunftskonzeptes Heidelberg: Realising the Potential of a Comprehensive University ausgewählt.

Räumliche Situation[Bearbeiten]

Heute ist die Universität räumlich geteilt: Die Naturwissenschaften, Sportwissenschaft und die meisten Teile der Medizin befinden sich im Neuenheimer Feld, das Gros der Geisteswissenschaften sowie die Rechtswissenschaften befinden sich in der Heidelberger Altstadt, ebenso wie das Rektorat und die Universitätsverwaltung. Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften befinden sich seit dem Frühjahr 2009 auf dem neugegründeten „Campus Bergheim“. Hinzu kommen diverse Liegenschaften der Universität im Stadtgebiet und der näheren Umgebung (unter anderem über zehn Gebäude der Fakultät für Physik und Astronomie am Philosophenweg).

Das Rektorat und das Universitätsmuseum sind in der Alten Universität untergebracht.

Aus dem zweiten Konjunkturpaket des Bundes werden für Sanierungen und Neubauten knapp 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.[18]

Akademische Reputation[Bearbeiten]

Der Friedrichsbau an der Hauptstraße (Altstadt) mit dem Denkmal für Robert W. Bunsen
  • Die von der britischen Times zwischen 2004 und 2009 jährlich herausgegebenen THES – QS World University Rankings stuften Heidelberg zwischen Platz 12 und 15 in Europa und zwischen Platz 45 und 60 im weltweiten Vergleich ein. Damit war Heidelberg in diesen Rankings durchgehend die am höchsten bewertete deutsche Universität. In den Rankings der Fachbereiche belegte Heidelberg im weltweiten Vergleich Plätze zwischen 17 und 43 in Lebenswissenschaften, zwischen 22 und 45 in Naturwissenschaften und zwischen 41 und 61 in Geisteswissenschaften. In dem internationale Reputation bei Wissenschaftlern widerspiegelnden Kriterium „Academic peer review score“ belegte Heidelberg im Jahre 2005 den sechsten Platz in Europa und den achtundzwanzigsten in der Welt.[19][20][21][22] Im 2010 THE Ranking erreicht Heidelberg unter den deutschen Universitäten den 3. Platz, in dem von U.S. News and World Report veröffentlichten QS World University Ranking 2010 Platz 1 unter den deutschen Hochschulen und Platz 51 weltweit.[23]
  • Im Academic Ranking of World Universities, das seit 2003 ebenfalls jährlich von der chinesischen Jiaotong-Universität herausgegeben wird, belegte Heidelberg die Plätze 15 bis 18 in Europa und rangiert zwischen Platz 58 und 66 weltweit. Damit liegt Heidelberg in Deutschland auf dem dritten Platz.[24]
  • Das CHE-Forschungsranking 2009/10 listet Heidelberg als forschungsstärkste aller Universitäten in Deutschland. Die Universität Heidelberg landet als einzige Universität in allen sieben untersuchten Kategorien im Spitzenfeld.[25]
  • In dem 2007 erstmals durch den taiwanesischen Higher Education Evaluation and Accreditation Council herausgegebenen Performance Ranking of Scientific Papers for World Universities ist Heidelberg in Deutschland zweitplatziert, liegt in Europa auf dem zwölften Platz, und liegt im globalen Maßstab auf Platz 61.
  • Mit ihren Platzierungen in diesen weltweiten Universitätsrankings, den einzigen weltweit anerkannten, rangiert die Uni Heidelberg vor vielen anderen weltberühmten Universitäten, so zum Beispiel vor der Georgetown University, dem Dartmouth College, der University of Virginia, der University of Notre Dame, der Rice University, der Tufts University, der Emory University und in fast allen Fällen auch vor der Brown University; alle genannten Institutionen werden zur Spitzengruppe der US-amerikanischen Eliteuniversitäten gezählt.
  • In dem Ranking of Scientific Impact of Leading European Research Universities, das 2004 von der Europäischen Kommission herausgegeben wurde, belegt Heidelberg den vierten Platz in Deutschland und Platz 9 in Europa.[26][27]
  • Das im Dezember 2007 erschienene CHE-ExcellenceRanking, das europäische Masterstudiengänge und Doktorandenkollegs in Biologie, Chemie, Mathematik und Physik vergleicht, sieht Heidelberg in der Exzellenzgruppe in Chemie und Physik und in der Spitzengruppe in Biologie und Mathematik. Damit nimmt Heidelberg hinter der TU München den zweiten Platz in Deutschland ein, gemeinsam mit der LMU München, und teilt sich gesamteuropäisch den neunten Platz mit einigen anderen namhaften europäischen Universitäten.
  • Eine Studie, die 2007 von der Universität Budapest durchgeführt wurde und die sich auf eine weltweite Umfrage unter Gutachtern wissenschaftlicher Fachzeitschriften stützt, sieht Heidelberg als Nummer eins in Deutschland und auf Platz 12 in Europa.[28]
  • Gemessen an der Anzahl der Nobelpreise, die an Wissenschaftler der Universität verliehen wurden, belegt Heidelberg in Europa Platz 4 und weltweit Platz 13.[29]
  • Die britische Times bezeichnete die Uni Heidelberg als „die älteste und bedeutendste im Lande von Luther und Einstein“ und als „das Juwel deutscher Gelehrsamkeit“.[30]
  • Die US-amerikanische Zeitung The New York Times platzierte die Universität Heidelberg im Oktober 2012 weltweit auf Rang 12 hinsichtlich Employability. Das Ranking basierte auf einer Umfrage unter Personalern und Managern führender internationaler Unternehmen aus zwanzig Ländern.[31]

Fakultäten[Bearbeiten]

Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg

Mit zwölf Fakultäten ist die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg eine Volluniversität mit einem breiten Spektrum anerkannter Studienfächer in den Geistes- wie in den Naturwissenschaften.

Zur Geschichte der Kliniken in Heidelberg:
Nach der Anschaffung von zwei medizinischen Büchern im Jahr 1474 wird 1522 ein dritter medizinischer Lehrstuhl dokumentiert. 1561 das Spital in der Bussemergasse. Es wird 1600 mit der Med-Fakultät für die praktische Ausbildung der Studenten zusammengelegt. 1805: Eröffnung der Poliklinischen Anstalt. 1818: Eröffnung der Chirurgischen Klinik. Um 1864: Abtrennung der Augen- und Kinderklinik (also eine Aufteilung der Fachgebiete). 1874: Neubau der vorklinischen Institute zwischen Akademie- und Hauptstraße (Laborgebäude), und 1876–1883 folgt der Bau des Klinikums in Bergheim (heutiges Altklinikum). Neubau der Chirurgie auf der gegenüberliegenden Neckarseite im Neuenheimer Feld in 20er u. 30er Jahren (heutiger Uni-Campus. Durch den Krieg bedingt folgen die meisten anderen Kliniken zwischen 1960 und 2005 dorthin.)

Die Bibliotheken der Universität Heidelberg[Bearbeiten]

Der Ursprung der heutigen Universitätsbibliothek Heidelberg geht in das Jahr der Gründung der Universität 1386 zurück. In deren Umfeld waren die Bibliotheken der Artistenfakultät und der drei höheren Fakultäten (Theologie, Jura, Medizin) sowie die Stiftsbibliothek entstanden. Grundlegend war u. a. die Anschaffung einer Urkunden-Kiste durch den ersten Rektor, Marsilius von Inghen, 1388. Diese Kiste wurde in der Heiliggeistkirche untergebracht. Die verschiedenen, seit der Gründung der Universität aufgebauten Büchersammlungen sowie die kurfürstliche Bibliothek des Heidelberger Schlosses wurden im 16. Jahrhundert vom Kurfürsten Ottheinrich zur Bibliotheca Palatina vereinigt und auf den Emporen der Heiliggeistkirche öffentlich zugänglich gemacht. Besonders wichtig waren vererbte Bestände der Fugger (Augsburg, Ulrich Fugger der Ältere). Der größte Teil dieser seinerzeit berühmten Bibliothek wurde 1622 im Dreißigjährigen Krieg als Kriegsbeute an den Vatikan in Rom verschenkt (Geschenk des siegreichen Herzogs Maximilian von Bayern an Papst Gregor XV.). Damit war wissenschaftliches Arbeiten zunächst unmöglich geworden.

Die Bibliotheken der 1804 säkularisierten Klöster Salem und Petershausen bildeten den Grundstock des Wiederaufbaus im 19. Jahrhundert. Im Jahr 1816 kamen 847 deutschsprachige Handschriften der Bibliotheca Palatina wieder zurück nach Heidelberg. Ihnen folgte im Rahmen eines Tauschgeschäftes 1888 der Codex Manesse (Große Heidelberger Liederhandschrift), der über Umwege in die Königliche Bibliothek in Paris gelangt war. Karl Zangemeister (1837–1902) wurde der erste hauptberufliche Leiter der Universitätsbibliothek. Jacob Wille wurde 1912 Bibliotheksdirektor.

1901 bis 1905 wurde nach Entwürfen von Josef Durm aus rotem Sandstein reich ornamentiert ein vierflügeliges Gebäude speziell für die Universitätsbibliothek errichtet, das sich gegenüber der Peterskirche befindet. Seine Bauart nimmt den Renaissance-Stil des Schlosses auf und weist auch zahlreiche Einflüsse des Jugendstils auf. Dieses Gebäude wurde vielfach erweitert. Zuletzt um Kellergeschosse im Hof der Universität. Die Fassaden sind durch viele Fenster zur Naturbeleuchtung durchbrochen.

Zusätzlich zur Hauptbibliothek in der Altstadt wurde 1978 eine Zweigstelle der UB im Neuenheimer Feld eröffnet. Diese versorgt die dortigen naturwissenschaftlichen und medizinischen Institute.

Die Universitätsbibliothek (Hauptbibliothek Altstadt und Zweigstelle im Neuenheimer Feld) ist die Zentralbibliothek im Bibliothekssystem der Universität Heidelberg. Die Universitätsbibliothek und die 64 dezentralen (Fach-)Bibliotheken bilden ein einheitliches Bibliothekssystem unter Leitung des Direktors der Universitätsbibliothek. Das Bibliothekssystem ist nach dem Prinzip der funktionalen Einschichtigkeit strukturiert.

Die Aufgabe der Universitätsbibliothek ist die umfassende Literaturversorgung der Angehörigen der Universität Heidelberg. Neben den üblichen Aufgaben einer Büchersammlung für Forschung und Lehre der angeschlossenen Fakultäten hat die UB folgende besondere Sammelgebiete: Schrifttum über die Kurpfalz und Baden, die Sondersammelgebiete der Deutschen Forschungsgemeinschaft Ägyptologie, Klassische Archäologie, Mittlere und Neuere Kunstgeschichte (bis 1945), Südasien.

Universitätsbibliothek Heidelberg

Die Bestände der Universitätsbibliothek überschritten 1934 die Millionengrenze; heute sind es über 3 Millionen Bände - davon über 490.000 Non-Book-Materialien (wie Mikrofilme und Videos) sowie rund 6.800 Handschriften. In den dezentralen Bibliotheken (davon 11 Bibliotheken mit über 100.000 Bänden) stehen weitere 3 Mio. Bände. Insgesamt umfasst der Gesamtbestand des Heidelberger Bibliothekssystems über 6 Mio. Medieneinheiten.

Jährlich greifen über 40.000 aktive Benutzer mit rund 1,7 Millionen Ausleihen auf ihre Bestände zurück (Zahlen von 2012). Das konventionelle Bücherangebot wird längst durch zahlreiche elektronische Serviceleistungen ergänzt: rund 80.000 Elektronische Zeitschriften und 2.800 Datenbanken können von Universitätsangehörigen elektronisch genutzt werden. Die UB hat ca. 175 Personalstellen (viele Personen mehr durch Teilzeitstellen).[32]

Wissenschaftliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Einrichtungen im Umfeld der Universität[Bearbeiten]

Einrichtungen in Deutschland[Bearbeiten]

Hauptgebäude des TP Heidelberg; wird auch vom Deutschen Krebsforschungszentrum genutzt

Einrichtungen im Ausland[Bearbeiten]

Die Universität Heidelberg hat im Jahre 2001 ein Zentrum für Lateinamerika in Santiago de Chile gegründet. Die Aufgabe des Zentrums besteht darin, Masterstudiengänge zusammen mit lateinamerikanischen Universitäten zu organisieren, zu verwalten und zu fördern. In Chile verfügt die Universität Heidelberg über Partnerschaften mit den beiden bedeutendsten Universitäten im Land, der Universidad Católica de Chile und der Universidad de Chile. Des Weiteren bestehen Partnerschaften mit Hochschulen in anderen lateinamerikanischen Ländern wie Mexiko, Paraguay, Brasilien und Kolumbien. Das Heidelberg Center bietet durch die Koordinierung der Aktivitäten der Universität Heidelberg in Lateinamerika deutschen und lateinamerikanischen Universitäten eine Plattform für wissenschaftliche Zusammenarbeit. Das Zentrum befindet sich in einer Villa im Stadtteil Providencia.

Sport[Bearbeiten]

Neuenheimer Feldmeister

Die Sportteams der Universität Heidelberg sind im Basketball erfolgreich. Seit der Saison 2007/2008 spielen die Basketballer des USC Heidelberg in der 2. Bundesliga, der ProA. Andere Sportarten sind Softball, Rugby, Rudern und Volleyball.

Berühmte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg ist eine Reihe von namhaften Persönlichkeiten verbunden, die an ihr studiert, geforscht oder gelehrt haben.

Eine Liste dieser Personen findet sich unter Liste berühmter Persönlichkeiten der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Cser: Kleine Geschichte der Stadt Heidelberg und ihrer Universität. Verlag G. Braun, Karlsruhe 2007, ISBN 978-3-7650-8337-2
  • Dagmar Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon, Bd. 1: 1803–1932, Bd. 2: 1652–1802, Bd. 3: 1386–1651, Bd. 4: 1933-1986. Heidelberg 1986, 1991, 2002, 2009
  • Sabine Happ, Werner Moritz: Die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Ansichten – Einblicke – Rückblicke. Erfurt 2003.
  • Johann Friedrich Hatz: Geschichte der Universität Heidelberg. Mannheim 1862. Digitalisat bei google books
  • Wolfgang U. Eckart, Volker Sellin, Eike Wolgast (Hrsg.): Die Universität Heidelberg im Nationalsozialismus. Springer Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-540-21442-9
  • H. Krabusch: Das Archiv der Universität Heidelberg. Geschichte und Bedeutung, in: Aus der Geschichte der Universität Heidelberg und ihrer Fakultäten. Sonderbd. der Ruperto Carola, hrsg. von G. Hinz (1961), S. 82–111.
  • Die Rektorbücher der Universität Heidelberg, Bd. I–II, bearb. von Heiner Lutzmann u. a. hrsg. v. Jürgen Miethke. (Bd. 1: 1386–1410, Heft 1-3, Heidelberg 1986/1990/1999. Bd. 2: 1421–1451, Heft 1, Heidelberg 2001)
  • Peter Moraw: Heidelberg: Universität, Hof und Stadt im ausgehenden Mittelalter, in: Studien zum städtischen Bildungswesen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit, hrsg. von Bernd Moeller, Hans Patze, Karl Stackmann, Redaktion Ludger Grenzmann (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philol.-hist. Klasse, III.137), Göttingen 1983, S. 524–552.
  • Werner Moritz: Die Aberkennung des Doktortitels an der Universität Heidelberg während der NS-Zeit, In: Armin Kohnle/ Frank Engehausen: Zwischen Wissenschaft und Politik. Studien zur deutschen Universitätsgeschichte. Festschrift für Eike Wolgast zum 65. Geburtstag, Stuttgart 2001, S. 540–562.
  • Steven P. Remy: The Heidelberg Myth: The Nazification and Denazification of a German University. Cambridge, Harvard University Press 2002, ISBN 0-674-00933-9
  • Gerhard Ritter: Die Heidelberger Universität im Mittelalter (1386–1508), Ein Stück deutscher Geschichte, Heidelberg 1936, Neudruck 1986.
  • Gotthard Schettler (Hrsg.): Das Klinikum der Universität Heidelberg und seine Institute. Berlin-Heidelberg, Springer 1986, ISBN 3-540-16033-7
  • Klaus-Peter Schröder: Eine Universität für Juristen und von Juristen, Tübingen 2010, ISBN 978-3-16-150326-9
  • Helmut Schwier (Hrsg. i. A. der Evangelischen Universitätsgemeinde Heidelberg): Begegnungen, Vertreibungen, Kriege. Gedenkbuch zur Geschichte der Universität Heidelberg, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-8253-5906-5.
  • Wilhelm Doerr (Hrsg.) et al.: ‚Semper apertus’, Sechshundert Jahre Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg 1386–1986, Festschrift in sechs Bänden. Berlin-Heidelberg, Springer 1985
  • Eduard Winkelmann (Hrsg.): Urkundenbuch der Universität Heidelberg, Bd. I–II, Heidelberg 1886.
  • Eike Wolgast: Die Universität Heidelberg, 1386–1986, Berlin-Heidelberg, Springer 1986.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Universität Heidelberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. uni-heidelberg.de
  2. uni-heidelberg.de: Daten & Fakten: Finanzen der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Abruf: 16. März 2013
  3. Anzeige der Vorlesungen, welche im Winter-Halbjahr 1890/1891 bis Sommer-Halbjahr 1895 auf der Grossh. Badischen Ruprecht-Karls-Universität zu Heidelberg gehalten werden sollen. Heidelberg Seite: 1891SS_01
  4. QS World University Rankings 2013, abgerufen am 10. September 2013 (englisch).
  5. Heidelberger Geschichtsverein: Ereignisse im Jahr 1386
  6. Von 1386 – Das Logo der Heidelberger Universität
  7. structurae:Alte Universität
  8. Vgl. Aus der Geologie von Heidelberg. Akademische Rede zur Feier des Geburtstagsfestes des höchstseligen Großherzogs Karl Friedrich am 22. November 1900 bei dem Vortrag des Jahresberichts und der Verkündigung der akademischen Preise gehalten von D. Harry Rosenbusch, Grossh. Bad. Geh. Bergrat und o. ö. Professor der Mineralogie und Geologie, Direktor der Grossh. Geologischen Landesanstalt d. Z. Prorektor der Grossh. Bad. Universität Heidelberg. Universitäts-Buchdruckerei von J. Hörnig 1900, S. 22: "Im Sommersemester (1900) waren 1553 Studierende immatrikuliert, nämlich 52 Theologen, 564 Juristen, 301 Mediziner, 269 Philosophen, 367 Naturforscher – neben 109 Hospitanten und 13 Hörerinnen, insgesamt 1675 Hörer. Im laufenden Wintersemester (1900/1901) beträgt die Gesamtfrequenz 1422, nämlich 32 Theologen, 395 Juristen, 239 Mediziner, 228 Philosophen, 386 Naturforscher nebst 121 Hospitanten und 21 Hörerinnen. Unter den immatrikulierten Studierenden befinden sich – vom Sommersemester 1900 an beginnend – auch weibliche Studierende, nachdem durch Ministerialentschließung Frauen, die im Besitze des Reifezeugnisses eines deutschen, staatlich anerkannten Gymnasiums bezw. in den hiefür bestimmten besonderen Fällen eines derartigen Realgymnasiums oder einer Oberrealschule sind, zur Immatrikulation zugelassen werden dürfen. Die Zulassung erfolgt zunächst jedoch nur versuchsweise."
  9. Vgl. Artikel Neue Universität in rhein-neckar-wiki.de; Dieter Griesebach, Annette Krämer, Mechthild Maisant, Die Neue Universität, in: Semper apertus. Sechshundert Jahre Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg 1386-1986, Heidelberg 1985, Bd. 5, S. 79-112; ebd. Bd. 6, S. 27-35 (Bilder und Pläne).
  10. Christian Peters, Arno Weckbecker: Auf dem Weg zur Macht. Zur Geschichte der NS-Bewegung in Heidelberg 1920–1934. Dokumente und Analysen. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Hartmut Soell. Zeitsprung Heidelberg. ISBN 3-924085-00-5. S. 60 ff.
  11. Christian Peters, Arno Weckbecker: Auf dem Weg zur Macht. Zur Geschichte der NS-Bewegung in Heidelberg 1920–1934. Dokumente und Analysen. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Hartmut Soell. Zeitsprung Heidelberg. ISBN 3-924085-00-5. S. 36 ff.
  12. Michael Grüttner, Sven Kinas: Die Vertreibung von Wissenschaftlern aus den deutschen Universitäten 1933–1945. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. 55 (2007), S. 140, 174 ff.
  13. Wolfgang U. Eckart, Volker Sellin, Eike Wolgast (Hrsg.): Die Universität Heidelberg im Nationalsozialismus Heidelberg 2006 ISBN 3-540-21442-9 Verlagsinformation
  14. Vgl. Karl Jaspers, Die Erneuerung der Universität. Rede bei der Feier der Eröffnung der medizinischen Kurse an der Universität Heidelberg am 15. August 1945, in: Karl H. Bauer (Hrsg.), Vom neuen Geist der Universität. Dokumente, Reden und Vorträge 1945/46. Springer, Berlin Heidelberg 1947, S. 18-26 (auch in: Karl Jaspers, Erneuerung der Universität. Reden und Schriften 1945/46, hg. von Renato de Rosa. Lambert Schneider, Heidelberg 1986, S. 93-105); Karl Jaspers, Vom lebendigen Geist der Universität (Heidelberger Professorenvorträge 1, vom 11. und 18. Januar 1946), in: Schriften der Wandlung 1, Heidelberg 1946, S. 5-40 (auch in: Karl H. Bauer (Hrsg.), Vom neuen Geist der Universität. Dokumente, Reden und Vorträge 1945/46. Springer, Berlin Heidelberg 1947, S. 113-132; auch in: Karl Jaspers, Erneuerung der Universität. Reden und Schriften 1945/46, hg. von Renato de Rosa. Lambert Schneider, Heidelberg 1986, S. 215-241)
  15. Karl Jaspers, Die Idee der Universität. Springer, Berlin 1923; Neufassung 1946; weitere Neufassung „für die gegenwärtige Situation entworfen von Karl Jaspers und Kurt Roßmann“ 1961, erneut 2000.
  16. Karl H. Bauer (Hrsg.), Vom neuen Geist der Universität. Dokumente, Reden und Vorträge 1945/46. Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 1947, S. 4-7
  17. Vgl. Eike Wolgast, Das zwanzigste Jahrhundert, in: Wilhelm Dörr (Hrsg.), Semper Apertus. Sechshundert Jahre Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg 1386-1986, Bd. 1-6. Springer, Berlin u. a. 1985, hier Bd. 3, S. 1-54, hier S. 35-44, bes. S. 35-37, das Zitat S. 37. Vgl. Renato de Rosa: Der Neubeginn der Universität 1945. Karl Heinrich Bauer und Karl Jaspers. In: Wilhelm Dörr (Hrsg.), Semper Apertus. Sechshundert Jahre Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg 1386-1986, Bd. 1-6. Springer, Berlin u. a. 1985, hier Bd. 3, S. 544-568; Renato de Rosa, In der Zeit des Wiederaufbaus 1945/46, in: Karl Jaspers, Erneuerung der Universität. Reden und Schriften 1945/46, hg. von Renato de Rosa. Lambert Schneider, Heidelberg 1986, S. 359-423.
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49.4104928.70659Koordinaten: 49° 24′ 38″ N, 8° 42′ 24″ O