Rurouni Kenshin (2012)

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Filmdaten
Deutscher Titel Rurouni Kenshin
Originaltitel Rurōni Kenshin
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 134 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
Stab
Regie Keishi Ōtomo
Drehbuch Keishi Ōtomo,
Kiyomi Fujii
Produktion Shinzō Matsusashi
Musik Naoki Satō
Kamera Takuro Ishizaka
Schnitt Tsuyoshi Imai
Besetzung
Synchronisation

Rurouni Kenshin ist ein im Jahr 2012 veröffentlichter japanischer Spielfilm, der auf den gleichnamigen Mangas basiert. Regie führte Keishi Ōtomo nach dem Drehbuch von Kiyomi Fujii.

In den japanischen Kinos startete der Film am 25. August 2012. In den japanischen Kinos erzielte der Film 36,8 Millionen Dollar Einnahmen und rangiert damit auf Platz 16 der Japan Yearly Box Office.[2] Im deutschsprachigen Raum wurde der Film als Direct-to-DVD veröffentlicht. Insgesamt spielte der Film 61,7 Millionen Dollar ein.[3]

2014 kamen zwei Fortsetzungen heraus: Rurōni Kenshin: Kyōto Taika Hen (るろうに剣心 京都大火編),[4] lief am 1. August in Japan an und Rurōni Kenshin: Densetsu no Saigo Hen (るろうに剣心 伝説の最期編)[5] kam am 13. September in die Kinos[6][7]

Inhalt[Bearbeiten]

Der Film beginnt mit einem Teil der Schlacht von Toba-Fushimi während des Boshin-Krieges, an der auch der Samurai Battōsai, auch das Blankgezogene Schwert genannt, teilnimmt. Nach der Erklärung des Endes des Krieges, durch den Sieg der kaiserlichen Truppen, trifft Saito Hajime (Yōsuke Eguchi) auf Battōsai und fordert ihn zum Kampf auf. Battōsai nimmt die Kampfaufforderung nicht an, sondern versenkt sein Schwert in den Boden und verlässt den Ort der Schlacht. Das Schwert wird von einem überlebenden Soldaten aufgenommen.

Nach der Schlacht springt der Film zehn Jahre in die Zukunft in das Tokio des Jahres Meiji 11. Dort gibt sich ein Mörder als Battōsai aus, der das Dōjō der Kendo-Lehrerin Kaoru Kamiya (Emi Takei) mit seinen Taten in Verruf bringt. Die Taten des „neuen“ Battōsai werden von Saito Hajime, der nach dem Krieg in den Polizeidienst eingetreten ist, untersucht.

Als eine Bande von Schlägern, die Oniwa Banshū, das Dōjō stürmen und Kaoru dazu bringen wollen ihnen das Dōjō zu verkaufen, taucht Kenshin Himura (Takeru Satō) auf. Er bekämpft die Schlägerbande und zwingt diese zum Rückzug. Die zwischenzeitlich eintreffende Polizei nimmt Kenshin in Gewahrsam und bringt ihn ins Gefängnis. Dort holt ihn Saito Hajime heraus und bittet ihn, auf der Seite der Polizei mitzuarbeiten. Dieses Ansinnen schlägt Kenshin aus, wird aber trotzdem aus der Haft entlassen. Er kehrt in das Dōjō zurück, und zum Dank für die Hilfe gegen die Oniwa Banshū bittet Kaoru ihn, bei ihr im Dōjō zu bleiben, in dem auch der Waise Yahiko Myōjin (Taketo Tanaka)[7] lebt.

Auf ihrer Flucht vor dem Opium-Händler Kanryu Takeda (Teruyuki Kagawa) sucht die Ärztin Megumi Takani (Yū Aoi) Hilfe bei der Polizei. Battōsai verfolgt sie und „schlachtet“ die unbedarften Polizisten ab. So muss Megumi weiter fliehen, bekommt aber Hilfe von Yahiko, der sie, ohne das Wissen von Kaoru, im Dōjō versteckt.

Produktion[Bearbeiten]

Für die Umsetzung des Filmes wurde an zehn Orten in Japan (Saga, Ōmihachiman, Ōtsu, Kyōto, Kurashiki, Tottori, Himeji, Ōmiya-ku, Higashiōsaka, Ibaraki) gefilmt. Der Film wurde im 35-mm-Filmformat im Seitenverhältnis 2.35:1 (Panavision) gefilmt und Dolby Digital wurde für das Tonformat ausgewählt.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation erfolgte bei Splendid Synchron in Köln.[8]

Rolle Darsteller Deutsche Sprecher[8]
Kanryu Takeda Teruyuki Kagawa Gregor Höppner
Jinne Udo Kōji Kikkawa Tobias Brecklinghaus
Kaoru Kamiya Emi Takei Corinna Riegner
Kenshin Himura Takeru Satō René Dawn-Claude
Megumi Takani Yū Aoi Milena Karas
Sanosuke Sagara Munetaka Aoki Emmanuel Zimmermann

Rezeption[Bearbeiten]

Für Chris Michael von The Guardian fragt sich „Wie oft möchte man diese […] mit einem großen Budget gedrehte Realverfilmung eines erfolgreichen Manga sehen […]: Der männliche Darsteller ist ein schmolllippiger Androgyn, während der Böse als ein affektierter opiumhandelnder Dandy dargestellt wird? […] und wer ist für dieses teuflische Comic-Musikthema zuständig, die alle Szenen ruiniert? Aber hinter der jugendlichen Storyline taucht ein gut gedrehtes Schwertkampfspektakel auf, unterstützt von einem Szenenzitat von Munetaka Aoki in Form von Little-John-trifft-Ryu-von-Street-Fighter-II-Sidekick mit einem 8 Fuß langen Schwert. Der Küchenkampf ist ein uralter Klassiker […].“[9]

Das Fazit des Films ist für Michael Kienzl von critic.de: „Über solche Schwächen lässt sich wohl nur hinwegsehen, wenn man den Film als das sinnfreie Spektakel begreift, das er ist. Doch während bei Nebenfiguren wie Kenshins Mitstreiter Sanosuke (Munetaka Aoki) mit seinem überdimensionalen Schwert oder dem mit prägnantem Mittelscheitel und Gesichtsakrobatik zur Karikatur überzeichneten Kanryū wenigstens noch Platz für infantilen Gaga-Humor bleibt, krankt der Haupterzählstrang um den selbstlosen Helden daran, sich viel zu ernst zu nehmen.“[10]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung Rurouni Kenshin. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, 2. April 2013, abgerufen am 14. Januar 2014.
  2. Japan Yearly Box Office 2012. In: Japan Yearly Box Office. Abgerufen am 16. Januar 2014.
  3. Rurouni Kenshin Sequel Greenlit, North American Premiere Date Announced. In: ComicBookMovie. 11. Juli 2012, abgerufen am 16. Januar 2014.
  4. Rurôni Kenshin: The Great Kyôto Fire Arc in der Internet Movie Database (englisch)
  5. Rurôni Kenshin: The End of a Legend Arc in der Internet Movie Database (englisch)
  6. Actor: Filming of Live-Action Rurouni Kenshin Sequels Halfway Done. In: Anime News Network. 9. November 2013, abgerufen am 14. Januar 2014.
  7. a b More characters in 'Rurouni Kenshin 2' unveiled. In: ABS-CBN. 2. Januar 2014, abgerufen am 15. Januar 2014.
  8. a b Rurouni Kenshin in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 15. Januar 2014.
  9.  Chris Michael: Rurouni Kenshin – review. In: The Guardian. 3. Oktober 2013 (HTML, abgerufen am 16. Januar 2014).
  10. Michael Kienzl: Rurouni Kenshin. In: critic.de. 27. April 2013, abgerufen am 16. Januar 2014.