Ruslan Bekmirsajewitsch Jamadajew

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Ruslan Bekmirsajewitsch Jamadajew

Ruslan Bekmirsajewitsch Jamadajew (russisch Русла́н Бекмирза́евич Ямада́ев; * 10. Dezember 1961 in Gudermes; † 24. September 2008 in Moskau) war ein russisch-tschetschenischer Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Jamadajew war gelernter Bauarbeiter und galt als politischer Kopf seines Familienclans. Jamadajew beteiligte sich mit seinem Clan gemeinsam mit dem Clan Ramsan Kadyrows am Ersten Tschetschenienkrieg (1994 bis 1996) gegen Russland. Während des Zweiten Tschetschenienkrieges wechselte der Jamadajew-Clan, wie auch der Kadyrow-Clan, auf die Seite Russlands. Jamadajew kontrollierte hierbei mit seinen beiden Brüdern die Einheit „Wostok“. Teile der Einheit unter dem Befehl von Ruslans Bruder Sulim Jamadajew nahmen auch im Georgienkonflikt während des Augusts 2008 auf russischer Seite teil. Der Jamadajew- und der Kadyrow-Clan entzweiten sich allerdings zunehmend. Besonders verschärfte sich der Machtkampf vor dem Ende der ersten Amtszeit Wladimir Putins.[1]

Von 2003 bis 2007 war Jamadajew für die Partei Einiges Russland Abgeordneter in der russischen Duma. Am 24. September 2008 wurde Ruslan Jamadajew in seinem Auto erschossen.

Neben der Politik verwaltete Ruslan Jamadajew auch die wirtschaftlichen Investitionen seines Clanes. Es soll sich hierbei unter anderem um Spielcasinos und Gewerbeimmobilien handeln.

Ehrungen[Bearbeiten]

Er wurde 2004 von Wladimir Putin als „Held der Russischen Föderation“ ausgezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wieder mehr Unruhe in Tschetschenien, NZZ Online vom 24. Juni 2008.

Weblinks[Bearbeiten]