Russische Volleyballnationalmannschaft der Frauen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Russland
Flag of Russia.svg
Verband Confédération Européenne de Volleyball (CEV)
Weltrangliste Platz 6
Trainer Juri Maritschew
Co-Trainer Irina Kirillowa
Homepage Wserossijskaja Federazija Wolejbola (Всероссийская Федерация Волейбола)
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1952-1962, 1970-1990 (Sowjetunion), 1994-2010
Bestes Ergebnis Weltmeister 1952, 1956, 1960, 1970, 1990, 2006, 2010
Olympische Spiele
Endrundenteilnahmen 1964-1980, 1988 (Sowjetunion), 1992-2008
Bestes Ergebnis Gold 1968, 1972, 1980, 1988
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 1949-1991 (Sowjetunion), 1993-2007
Bestes Ergebnis Europameister 1949-1951, 1958-1979, 1985, 1989, 1991 (Sowjetunion), 1993, 1997-2001, 2013
World Cup
Endrundenteilnahmen 1973-1991 (Sowjetunion), 1995
Bestes Ergebnis Sieger 1973
World Grand Prix
Endrundenteilnahmen 1993-2004, 2006-2007, 2009
Bestes Ergebnis Sieger 1997, 1999, 2002
Europaliga
Endrundenteilnahmen {{{europaligateilnahme}}}
Bestes Ergebnis {{{europaligabeste}}}
(Stand: 17. November 2010)

Die russische Volleyballnationalmannschaft der Frauen ist eine Auswahl der besten russischen Spielerinnen, die den russischen Volleyballverband (Wserossijskaja Federazija Wolejbola, Всероссийская Федерация Волейбола) bei internationalen Turnieren und Länderspielen repräsentiert. Bis 1991 trat die Nationalmannschaft der Sowjetunion international an, im Jahr 1992 spielte das Vereinte Team.

Geschichte[Bearbeiten]

Weltmeisterschaft[Bearbeiten]

Bei den ersten drei Volleyball-Weltmeisterschaften führte kein Weg an der Sowjetunion vorbei, die sowohl Polen als auch Rumänien und Japan in den Endspielen von 1952 bis 1960 besiegte. Erst 1962 wurden die sowjetischen Frauen im eigenen Land im Finale von den Japanerinnen gestoppt. Bei der WM 1967 trat das Team wegen eines Boykotts nicht an und verpasste so sein einziges Turnier. Bei der Rückkehr 1970 holte die Sowjetunion zum vierten Mal den Titel, vier Jahre später war Japan im Endspiel wieder erfolgreicher. Bei der dritten WM in der Sowjetunion belegte der Gastgeber 1978 den dritten Platz. Es folgten zwei schwächere Turniere, die jeweils auf dem sechsten Rang endeten. Bei ihrem letzten Auftritt 1990 wurde die Sowjetunion gegen China erneut Weltmeister. Russland erreichte bei seinen ersten drei Versuchen jeweils den dritten Rang. 2006 in Japan gewannen die Russinnen mit einem Finalsieg gegen Brasilien den Titel. 2010 konnte der Titel erneut mit einem Finalsieg gegen Brasilien verteidigt werden.

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Die Sowjetunion und Russland sind mit vier Gold- und fünf Silbermedaillen die erfolgreichste Nation bei Olympischen Sommerspielen. Gleich bei der Premiere 1964 in Tokio erreichte die Sowjetunion das Finale gegen den Gastgeber. Bei den Turnieren 1968 und 1972 besiegten die sowjetischen Frauen Japan im Endspiel, bei der vierten Ausgabe des Duells triumphierten bei den 1976 in Montreal wieder die Japanerinnen. Bei den Spielen 1980 traf die Sowjetunion als Gastgeber erstmals nicht auf den Gegner aus Asien, doch auch die DDR-Auswahl konnte nicht verhindern, dass die Osteuropäerinnen zum dritten Mal Olympiasieger wurden. Wegen des Boykotts verpasste der Rekordsieger das Turnier 1984, aber vier Jahre später, 1988 in Seoul standen die sowjetischen Frauen nach dem Finalsieg gegen Peru wieder an der Spitze. Russland unterlag 1992, 2000 und 2004 dreimal im Endspiel gegen Kuba und China. 1996 in Atlanta verpassten die Russinnen zum ersten Mal die Medaillenränge. 2008 in Peking kamen sie nach einer Niederlage im Viertelfinale gegen den Gastgeber ebenfalls nicht über den fünften Rang hinaus. Denselben Platz belegten sie 2012 in London nach einer Viertelfinalniederlage gegen den späteren Olympiasieger Brasilien.

Europameisterschaft[Bearbeiten]

Von 1949 bis 1979 dominierte die Sowjetunion die Volleyball-Europameisterschaften. Lediglich 1955 konnte die Tschechoslowakei den Titelgewinn der sowjetischen Frauen verhindern. 1981 unterlagen sie im Finale gegen Bulgarien. Zwei Jahre später begann in Rostock eine Serie von Endspielen gegen die DDR. Zuerst siegten die Ostdeutschen, dann die Sowjetunion. 1987 war die DDR zum zweiten Mal erfolgreich, 1989 ging der Titel wieder in die Sowjetunion. Dort blieb er auch 1991 (Finale gegen die Niederlande). Russland verteidigte den Titel seines Vorgängers 1993 erfolgreich. Nach einem dritten Platz 1995 siegten die Russinnen wieder dreimal in Folge. 2003 und 2009 gab es mit Platz fünf die bislang schlechtesten Ergebnisse. Dazwischen gab es 2005 und 2007 zwei dritte Plätze. Bei der Europameisterschaft 2013 holte die Mannschaft den Titel.

World Cup[Bearbeiten]

Die Sowjetunion gewann 1973 gegen Japan die erste Ausgabe des World Cup. 1977 belegte sie dann den achten und letzten Platz. Bei den folgenden beiden Turnieren reichte es jeweils zum dritten Platz. 1989 unterlagen die sowjetischen Frauen im Finale gegen Kuba, 1991 wurden sie erneut Dritter. Russland nahm nur noch 1999 teil und verlor dort das Endspiel gegen Kuba.

World Grand Prix[Bearbeiten]

Bei der ersten Teilnahme 1993 belegte Russland den dritten Rang. Nach zwei schwächeren Jahren wurden sie 1996 erneut Dritter. Im folgenden Jahr holten sie gegen Kuba den Titel. Es folgten zwei Endspiele gegen Brasilien, bei denen Russland einmal verlor und einmal gewann. Im Jahr 2000 war Kuba der siegreiche Finalgegner. Nach einem dritten Platz 2001 holten die Russinnen 2002 gegen China den Titel. Ein Jahr später triumphierte die Volksrepublik im Finale gegen Russland, das 2004 nur Siebter wurde und 2005 fehlte. 2006 erreichte Russland das Endspiel gegen Brasilien, im folgenden Jahr gab es einen vierten Platz. 2009 belegten die Russinen Platz Zwei.

Weblinks[Bearbeiten]