Ruth Hughes Aarons

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Ruth Aarons bei der WM 1936

Ruth Hughes Aarons (* 11. Juni 1918 in Stamford, Connecticut; † 6. Juni 1980 in Los Angeles, Kalifornien[1]) war die bislang einzige US-amerikanische Tischtennisweltmeisterin.

Familie[Bearbeiten]

Aarons war die Tochter von Alfred E. Aarons, dem Besitzer und Betreiber des Avon-Theaters in Chicago, und der Opernsängerin Leila Hughes Aarons. Sie hatte noch einen Bruder namens Lisle und einen Halbbruder Alex A. Aarons.

Karriere[Bearbeiten]

Mit 15 Jahren begann sie auf amerikanischen Turnieren zu spielen. Sie hatte ihre erfolgreichste Zeit von 1934 bis 1937, als sie alle Turniere gewann, an denen sie teilnahm. In diesen vier Jahren sicherte sie sich bei den US-Meisterschaften jeweils den Titel im Einzel und im gemischten Doppel, letzteres mit vier unterschiedlichen Mixed-Partnern (Sam Silberman, Sidney Heitner, Victor Barna und Robert Blattner). Ihre größten Erfolge waren aber zweifellos die Titel im Damen-Einzel bei den Weltmeisterschaften von 1936 in Prag (Endspiel gegen Astrid Krebsbach) und von 1937 in Baden/Wien.

1937 errang Aarons darüber hinaus zusammen mit dem US-amerikanischen Damen-Team die Mannschaftsweltmeisterschaft.

Weltmeisterschaft 1937[Bearbeiten]

Kurios war die Weltmeisterschaft 1937: Das Finale gegen Trude Pritzi wurde wegen Zeitüberschreitung abgebrochen; der Titel wurde damals nicht vergeben - ein Kuriosum in der Geschichte des Tischtennis. Diese Entscheidung hat die ITTF inzwischen korrigiert: Seit April 2001 werden Trude Pritzi und Ruth Hughes Aarons als "Co-Weltmeisterinnen" geführt.

Nach Ende der TT-Karriere[Bearbeiten]

Nach dem Ende ihrer Sportkarriere gründete sie die Firma Aarons Enterprises inc und arbeitete hier als Managerin. Sie betreute dabei bekannte Schauspieler wie Shirley Jones, Jack Cassidy, George Chakiris u.a.

Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank[Bearbeiten]

[2]

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
USA  Weltmeisterschaft  1937  Baden  AUT   Gold  Qual  letzte 32 
USA  Weltmeisterschaft  1936  Prag  TCH   Gold  Halbfinale  Viertelfinale 

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag in familytree (abgerufen am 23. Juni 2013)
  2. Ruth Hughes Aarons Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank auf ittf.com (abgerufen am 2. September 2011)