Rutland (Vermont)

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Rutland
Rutland (Vermont)
Rutland
Rutland
Lage in Vermont
Basisdaten
Gründung: 7. September 1761
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Rutland County

Koordinaten: 43° 38′ N, 72° 59′ W43.63056-72.97778197Koordinaten: 43° 38′ N, 72° 59′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 4054 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 81,2 Einwohner je km²
Fläche: 50,0 km² (ca. 19 mi²)
davon 49,9 km² (ca. 19 mi²) Land
Höhe: 197 m
Postleitzahl: 05701
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-61225

GNIS-ID: 1461361
Website: www.RutlandTown.comVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite

Rutland ist eine Gemeinde im Rutland County des Bundesstaats Vermont in den Vereinigten Staaten mit 4.054 Einwohnern (laut Volkszählung des Jahres 2010).[1].

Rutland wurde am 7. September 1761 durch Benning Wentworth zur Besiedlung ausgerufen. Das Areal bestand aus besonders gutem Weide- und Farmland, dessen Zugehörigkeit von Beginn an umstritten war: auch der Staat New York hatte es zur Besiedlung ausgerufen. Erst der Unabhängigkeitskrieg (1775–1783) drängte die Frage in den Hintergrund.

Die Entdeckung von Marmorlagerstätten um 1840 und die Erschließung des Areals mit der Eisenbahn, die Rutland ab 1849 als Rutland Railway über die Bahnstrecke Bellows Falls–Burlington in alle vier Himmelsrichtungen mit den wichtigen Orten der Ostküste und Neuenglands verband, machten die Gegend sehr schnell von einem rein landwirtschaftlichen Gebiet, das besonders für seine Merinoschafe bekannt war, zu einem industriellen Zentrum. Zwischen 1850 und 1880 vervierfachte sich die Bevölkerung Rutlands. 1885 wurde die Straßenbahn Rutland eröffnet, die bis Ende 1924 den öffentlichen Nahverkehr der Stadt sicherstellen sollte.

Die rasante Entwicklung führte zur Aufspaltung des ursprünglichen Gebiets in vier Bereiche: 1886 wurden West Rutland und Proctor mit den großen Marmorbrüchen eigenständig, der Hauptort Rutland und sein Eisenbahnknoten wurde zum village, noch ohne eigene Verwaltung. Dies wurde 1892 nachgeholt: der Hauptort wurde zur eigenständigen city ernannt. Innerhalb von sechs Jahren hatte Rutland damit nicht nur die Hälfte seiner Fläche und Dreiviertel seiner Bevölkerung abgegeben, sondern auch die wichtigsten Marmorbrüche und sein industrielles Zentrum.

Der langsame wirtschaftliche Niedergang des Hauptortes im Zuge der Weltwirtschaftskrise ab 1929 und nach dem Zweiten Weltkrieg ließen der town Rutland nur noch den ursprünglichen Wirtschaftszweig übrig: das fruchtbare Land. Heute ist Rutland wieder ein vorrangig landwirtschaftlich genutztes Gebiet ohne große Industrieansiedlungen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder