Rutulische Sprache

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Rutulisch

Gesprochen in

Dagestan (Russische Föderation), Aserbaidschan
Sprecher ca. 20.000
Linguistische
Klassifikation
Offizieller Status
Anerkannte Minderheitensprache in: Dagestanische Flagge Dagestan[1]
Sprachcodes
ISO 639-1:

-

ISO 639-2:

cau

ISO 639-3:

rut

Das Rutulische (Eigenbezeichnung: məχanid tʃ’al) gehört zur lesgischen Gruppe der (nordostkaukasischen) nachisch-dagestanischen Sprachen.

Es wird von ca. 20.000 Menschen (Rutulen) gesprochen, vor allem in der autonomen Republik Dagestan (Russische Föderation), aber auch in Aserbaidschan. Seit 1990 wird es mit dem kyrillischen Alphabet geschrieben.

Als Schriftsprachen dienen den Sprechern des Rutulischen daneben Lesgisch, Aserbaidschanisch und Russisch.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Sprachliche Charakteristika

Das Rutulische besitzt pharyngalisierte Vokale.

Es verfügt über 4 Nominalklassen und ist eine Ergativsprache.

[Bearbeiten] Sprachliche Situation

Die rutulische Sprache ist vom Aussterben bedroht, da sie unter starkem Assimilierungsdruck von Seiten des Aserbaidschanischen steht.[2][3]

[Bearbeiten] Literatur

  • M. E. Alekseev: Rutul’skij jazyk. In: Kavkazskie jazyki. Academia, Moskau 1999, ISBN 5874440798, S. 409-420.
  • Adolf Dirr: Einführung in das Studium der kaukasischen Sprachen. Verlag der Asia Major, Leipzig 1928 (Nachdruck 1978), S. 304–318.
  • George Hewitt: Introduction to the Study of the Languages of the Caucasus. LINCOM Europa, München 2004, S. 28.
  • G. Ch. Ibragimov: Rutul’skij jazyk. Nauka, Moskau 1978.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Gemäß der dagestanischen Verfassung sind „Russisch und die Sprachen der Völker von Dagestan“ offizielle Sprachen. De facto gilt dies zumindest für geschriebene Sprachen, aber auch für Sprachen wie Rutulisch, die erst in jüngerer Zeit verschriftlicht werden. Vgl. auch Permanent Committee on Geographical Names for British Official Use: Respublika Dagestan. Land of Mountains: Mountain of Languages, 2004 (PDF), S. 5
  2. Published in: Encyclopedia of the world’s endangered languages. Edited by Christopher Moseley. London & New York: Routledge, 2007. 211–280.
  3. UNESCO Interactive Atlas of the World’s Languages in Danger

[Bearbeiten] Weblinks

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