Ruud Krol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ruud Krol
Spielerinformationen
Voller Name Rudolf Jozef Krol
Geburtstag 24. März 1949
Geburtsort AmsterdamNiederlande
Position Verteidiger
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1968–1980
1980
1980–1984
1984–1986
Ajax Amsterdam
Vancouver Whitecaps
SSC Neapel
AS Cannes
339 (23)
016 0(0)
107 0(1)
063 0(0)
Nationalmannschaft2
1969–1983 Niederlande 83 0(4)
Stationen als Trainer
1989–1990
1990–1991
1994–1999
1995–1996
1999–2002
2002–2006
2006–2007
2007–2008
2008–2013
2013
KV Mechelen
Servette Genf
Az-Zamalik
Ägypten (Co-Trainer)
Niederlande (Co-Trainer)
Ajax Amsterdam (Co-Trainer)
AC Ajaccio
Az-Zamalik
Orlando Pirates
Tunesien
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 9. April 2009
2 Stand: 9. April 2009

Ruud Krol (* 24. März 1949 in Amsterdam; eigentlich Rudolf Jozef Krol) ist ein niederländischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler polnischer Abstammung.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Ruud Krol war in den 1970er Jahren einer der besten Abwehrspieler der Welt. Zuerst spielte er auf der Position des Linksverteidigers, rückte später aber ins Abwehrzentrum. Krols Karriere begann 1968 bei Ajax Amsterdam. Bereits im zweiten Jahr löste er den abgewanderten Theo van Duivenbode ab und wurde Stammspieler. In zwölf Jahren bei Ajax gewann er mit dem Team sechs niederländische Meisterschaften, viermal den KNVB-Pokal, dreimal den Europapokal der Landesmeister, zweimal den Europäischen Supercup und einmal den Weltpokal. 1980 kehrte Krol den Niederlanden den Rücken und wechselte nach Kanada zu den Vancouver Whitecaps. Nach nur einer Spielzeit kehrte der Defensivspieler nach Europa zurück und spielte fortan für den SSC Neapel in der Serie A. Zu einem Titel reichte es während dieser Zeit nicht. Dritte Auslandsstation wurde 1984 der AS Cannes. Bei den Franzosen beendete Krol nach zwei Spielzeiten seine aktive Karriere.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Krol war seit 1969 Mitglied der niederländischen Nationalmannschaft. Seine größten Erfolge waren die Vize-Weltmeisterschaften bei der Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland und bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien. Er nahm zweimal an Europameisterschaften (1976 und 1980) teil. Nach dem Rücktritt von Rob Rensenbrink in der Nationalmannschaft 1978 wurde er der Kapitän der Nationalmannschaft.

Krol bestritt insgesamt 83 Länderspiele und schoss dabei vier Tore. Von 1979 bis 2000 war er Rekordnationalspieler seines Landes.

Siehe auch:

Trainerkarriere[Bearbeiten]

1986 beendete Krol seine aktive Laufbahn und wurde Trainer. 1989 war seine erste Trainerstation KV Mechelen in Belgien. Nach nur einer Spielzeit zog es ihne zu Servette Genf in der Schweiz. Auch dort war er nur ein Jahr aktiv, ehe er 1991 wieder ausschied. Nach drei Jahren Pause übernahm Krol den ägyptischen Verein Az-Zamalik, den er für die kommenden fünf Jahre trainierte. Dort feierte er erste Erfolge als Trainer und führte die Mannschaft 1996 zum Gewinn der CAF Champions League. Von 1995 bis 1996 war Krol im Trainerstab der ägyptischen Fußballnationalmannschaft[1] und betreute diese bei der Fußball-Afrikameisterschaft 1996. Nach der langen Zeit in Ägypten war Krol zwischen 1999 und 2002 Assistenztrainer der Niederlande[2] und wurde anschließend Co-Trainer bei Ajax Amsterdam. 2006 ging er nach Frankreich, wo ihn der französische Verein AC Ajaccio einstellte. Nach einem Jahr zog es ihn wieder zu Az-Zamalik. Dieses Mal trennten sich die Wege schneller und bereits 2008 ging der ehemalige niederländische Nationalspieler nach Südafrika um die Orlando Pirates zu trainieren.[3]

Erfolge[Bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten]

Verein

Nationalmannschaft

  • Vizeweltmeister: 1974, 1978
  • 3. Platz Europameisterschaft: 1976

Als Trainer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ruud Krol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „HUNGERKUR“ vom 24. Januar 1996 auf berliner-zeitung.de
  2. Ruud Krol steht als Notlösung bereit vom 24. Januar 2002 auf spiegel.de
  3. Management Profile: Rudolf Josef Krol auf orlandopiratesfc.com