Ryōan-ji

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Zen-Garten des Ryōan-ji. Die Wand, die durch das Alter mit feinen braunen und orange Tönen bedeckt ist, spiegelt das ästhetische Konzept Wabi wider, der Steingarten das dazugehörige Sabi.[1]
Buddha-Statue im Ryōan-ji

Ryōan-ji (jap. 龍安寺, dt. „Tempel des zur Ruhe gekommenen Drachen“) ist ein 1499 gegründeter Zen-Tempel im Nordwesten der japanischen Stadt Kyōto in deren Stadtbezirk Ukyō.

Erbaut wurde er 1450 von Hosokawa Katsumoto, einem hohen Staatsbeamten der Muromachi-Zeit, auf einem Grundstück, das ursprünglich der Fujiwara-Familie als Landsitz diente. Seit 1994 gehört er zusammen mit anderen Stätten zum UNESCO-Weltkulturerbe Historisches Kyōto (Kyōto, Uji und Ōtsu). Der Tempel gehört zur größten Schule des Rinzai-Zen mit dem Muttertempel Myōshin-ji.

Hauptattraktion des Tempels ist der hier befindliche und wohl berühmteste Zen-Garten Japans, der Hojo-Teien im Kare-san-sui-Stil aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Der Garten besteht aus einer Fläche (30 mal 10 Meter) aus fein gerechtem Kies mit 15 scheinbar zufällig platzierten Steinen in 5 bemoosten Gruppen. Aus keinem Blickwinkel sind alle 15 Steine sichtbar. Die südliche und westliche Seite des Gartens ist von einer rötlichen Mauer gesäumt, über welcher der Blick auf die Bäume und Sträucher des begehbaren Gartens fällt. Auf der nördlichen Seite befindet sich das Tempelgebäude mit der Sitzterrasse, von der aus man den Steingarten überschaut. Die umgebende Mauer ist mit ölgetränktem Mörtel erbaut worden. Im Laufe der Jahrhunderte ist das Öl aus dem Stein ausgetreten und hat so das charakteristische Muster auf dem Stein hinterlassen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Morigami Shōyō (森神逍遥): 『侘び然び幽玄のこころ』 ─西洋哲学を超える上位意識─ ("Wabi sabi yūgen no kokoro : seiyō tetsugaku o koeru jōi ishiki"), Verlag Sakura no hana, 2015, ISBN 978-4434201424

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ryōan-ji – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

35.034538135.718199Koordinaten: 35° 2′ 4″ N, 135° 43′ 6″ O