Landkreis Südliche Weinstraße

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Südliche Weinstraße Deutschlandkarte, Position des Landkreises Südliche Weinstraße hervorgehoben49.198.05Koordinaten: 49° 11′ N, 8° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Landau in der Pfalz
Fläche: 639,89 km²
Einwohner: 109.026 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 170 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Kreisschlüssel: 07 3 37
Kreisgliederung: 75 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
An der Kreuzmühle 2
76829 Landau in der Pfalz
Webpräsenz: www.suedliche-
weinstrasse.de
Landrätin: Theresia Riedmaier (SPD)
Lage des Landkreises Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz
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Über dieses Bild

Der Landkreis Südliche Weinstraße ist ein Landkreis im Süden von Rheinland-Pfalz in der Metropolregion Rhein-Neckar. Der Verwaltungssitz befindet sich in der komplett vom Landkreis umschlossenen kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Landkreis leitet seinen Namen von der ersten Touristenroute in Deutschland ab, der Deutschen Weinstraße, deren Südhälfte von Süd nach Nord durch den Landkreis führt. Dieser hat Anteil an der pfälzischen Rheinebene im Osten und am Pfälzerwald im Westen. Größte Fließgewässer sind die Queich und – nahe der Grenze zu Frankreich – die Lauter, die am Oberlauf Wieslauter genannt wird.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Westen beginnend an den Landkreis Südwestpfalz, an eine Exklave der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz, an den Landkreis Bad Dürkheim, an die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße und an die Landkreise Rhein-Pfalz-Kreis und Germersheim. Im Süden grenzt er an das französische Département Unterelsass.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Kreises gehörte ab 1816 zu Bayern, aufgeteilt in die Bezirke Bergzabern und Landau, aus denen später Landkreise hervorgingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die beiden Landkreise Bergzabern und Landau 1946 Bestandteil des Landes Rheinland-Pfalz und gehörten zunächst zum Regierungsbezirk Pfalz.

Der Landkreis entstand anlässlich der Kreisreform am 7. Juni 1969 durch Zusammenlegung der beiden alten Landkreise zum „Landkreis Landau-Bad Bergzabern“. Am 22. April 1972 wurden sechs Gemeinden in die kreisfreie Stadt Landau in der Pfalz eingegliedert. Am 16. März 1974 kam Hayna aus dem Landkreis Germersheim hinzu.[2] Am 1. Januar 1978 wurde er in „Landkreis Südliche Weinstraße“ umbenannt.

Politik[Bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten]

Die Kreistagswahl am 25. Mai 2014 hatte folgendes Ergebnis:

Partei  % Sitze
CDU 37,6 16
SPD 27,5 12
FWG 13,1 5
GRÜNE 9,8 4
AFD 5,2 2
FDP 4,2 2
LINKE 2,7 1
gesamt 100,0 42
Wahlbeteiligung in % 62,4

Landrat[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

Das Wappen wurde am 24. Juni 1970 verliehen und hat folgende Blasonierung: Durch einen silbernen Schräglinksbalken geteilt: oben in Schwarz ein linksgewendeter, rot bewehrter goldener Löwe, unten in Blau ein silbernes Kreuz, beseitet von je einer goldenen gestielten Weintraube mit Blatt; im ganzen belegt mit einem roten Herzschild, darin eine goldene Kaiserkrone.

Bedeutung

Die Weintrauben symbolisieren die Deutsche Weinstraße, die dem Landkreis seinen Namen gab. Der Pfälzer Löwe steht für die Kurfürsten von der Pfalz und das Kreuz für das Hochstift Speyer. Die Kaiserkrone verweist auf die Reichsburg Trifels, die sich im Kreisgebiet befindet und auf der im Mittelalter zeitweise die Reichsinsignien verwahrt wurden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burgen, Schlösser, Bauten[Bearbeiten]

(Auswahl)

Ausflugstipps[Bearbeiten]

(Auswahl)

Museen[Bearbeiten]

(Auswahl)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Größere Industrieanlagen sind selten. Im Osten sind weite Teile des Landkreises vom Weinbau geprägt, daneben gewinnt dort der Tourismus immer mehr an Bedeutung. Auch für die Waldgebiete im Westen, die etwa 43 Prozent der Landkreisfläche ausmachen und früher in erster Linie der Forstwirtschaft dienten, ist mittlerweile der Fremdenverkehr die wichtigste Erwerbsquelle.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr

Durch das Kreisgebiet führen 14 km der Bundesautobahn 65 (KarlsruheLudwigshafen). Ferner wird das Kreisgebiet von mehreren Bundesstraßen und Kreisstraßen erschlossen, darunter B 10, B 38, B 48 und B 427.

Schienenverkehr

Am Rand der Oberrheinischen Tiefebene eröffnete die Pfälzische Maximiliansbahn-Gesellschaft 1855 die Strecke Neustadt–Landau–Winden–Weißenburg (Elsass), die mit Maikammer-Kirrweiler, Edenkoben, Edesheim (Pfalz), Knöringen-Essingen, Insheim, Rohrbach (Pfalz), Steinfeld (Pfalz), Kapsweyer und Schweighofen insgesamt neun Unterwegsstationen im Kreisgebiet besitzt. Von ihr zweigte 1870 die Bahnstrecke Winden–Bad Bergzabern ab, die neben Bad Bergzabern Barbelroth sowie Kapellen-Drusweiler ans Schienennetz anbindet. 1872 folgte als Querverbindung die Bahnstrecke Germersheim–Landau über Dreihof und Hochstadt. Die Pfälzische Ludwigsbahn-Gesellschaft führte 1874 die Strecke von Landau zunächst nach Annweiler und ein Jahr später durch den Pfälzerwald in Richtung Zweibrücken; weitere Unterwegshalte im Kreisgebiet sind Siebeldingen-Birkweiler, Albersweiler, Annweiler-Sarnstall und Rinnthal. Weitere kurze Stichbahnen der Pfälzischen Maximiliansbahn folgten 1892 von Rohrbach-Steinweiler über Billigheim-Ingenheim und Heuchelheim-Klingen nach Klingenmünster (Klingbachtalbahn) und 1898 von Landau über Offenbach an der Queich nach Herxheim. Nach der Gründung der Pfalzbahn kam noch 1905 die Schmalspurbahn Speyer–Neustadt hinzu, die im Kreis nur die Station Gommersheim bediente.

Die Ortschaften an der Weinstraße zwischen Neustadt und Landau wurden ab 1911/12 von der Deutschen Eisenbahn-Gesellschaft durch eine meterspurige elektrische Straßenbahn, die Pfälzer Oberlandbahn, bedient, die ab 1936 noch eine Zweiglinie vom Betriebsbahnhof Edenkoben zur Villa Ludwigshöhe erhielt. Die Pfälzer Oberlandbahn wurde 1953/55 als erste Bahn (im Kreis 20 km) stillgelegt:

1953: Edenkoben–Landau Bhf =M= 12 km und Edenkoben–Villa Ludwigshöhe =M= 2 km
1955: (Neustadt Bhf–) Maikammer–Edenkoben =M= 6 km

In der Folgezeit wurden weitere 46 km aus dem früher 92 km umfassenden Eisenbahnnetz stillgelegt:

1956: (Speyer Lbf–) Gommersheim (–Neustadt Lbf) =M= 2 km
1957: Rohrbach-Steinweiler–Klingenmünster 10 km
1976: (Winden–) Steinfeld–Schweighofen (–Weißenburg) 6 km (1. März 1997 reaktiviert)
1981: (Winden–) Barbelroth–Bad Bergzabern 8 km (4. September 1995 reaktiviert)
1983: Landau Hbf–Mörlheim–Offenbach–Herxheim 11 km
1984: Landau Hbf–Dammheim–Hochstadt (–Germersheim) 9 km
Öffentlicher Personennahverkehr

Im gesamten Landkreis gelten die Tarife des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar sowie des Karlsruher Verkehrsverbundes

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Kirrweiler (Pfalz) Kirrweiler (Pfalz) Kirrweiler (Pfalz) Maikammer Sankt Martin (Pfalz) Herxheim bei Landau/Pfalz Herxheimweyher Rohrbach (Pfalz) Insheim Bornheim (Pfalz) Essingen (Pfalz) Hochstadt (Pfalz) Offenbach an der Queich Billigheim-Ingenheim Birkweiler Birkweiler Böchingen Böchingen Böchingen Eschbach (Pfalz) Frankweiler Frankweiler Göcklingen Heuchelheim-Klingen Ilbesheim bei Landau in der Pfalz Ilbesheim bei Landau in der Pfalz Impflingen Knöringen Leinsweiler Ranschbach Siebeldingen Siebeldingen Walsheim Walsheim Walsheim Bad Bergzabern Barbelroth Birkenhördt Böllenborn Dierbach Dörrenbach Gleiszellen-Gleishorbach Hergersweiler Kapellen-Drusweiler Kapsweyer Klingenmünster Niederhorbach Niederotterbach Oberhausen (bei Bad Bergzabern) Oberotterbach Oberschlettenbach Pleisweiler-Oberhofen Schweigen-Rechtenbach Schweighofen Steinfeld (Pfalz) Vorderweidenthal Albersweiler Albersweiler Annweiler am Trifels Annweiler am Trifels Dernbach (Pfalz) Eußerthal Gossersweiler-Stein Münchweiler am Klingbach Ramberg (Pfalz) Rinnthal Silz (Pfalz) Völkersweiler Waldhambach (Pfalz) Waldrohrbach Wernersberg Altdorf (Pfalz) Altdorf (Pfalz) Altdorf (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Burrweiler Burrweiler Edenkoben Edenkoben Edesheim Edesheim Edesheim Edesheim Flemlingen Flemlingen Flemlingen Freimersheim (Pfalz) Gleisweiler Gleisweiler Gommersheim Gommersheim Gommersheim Großfischlingen Hainfeld (Pfalz) Hainfeld (Pfalz) Hainfeld (Pfalz) Kleinfischlingen Rhodt unter Rietburg Rhodt unter Rietburg Roschbach Roschbach Venningen Venningen Venningen Weyher in der Pfalz Weyher in der Pfalz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Landkreis Germersheim Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Bad Dürkheim Neustadt an der Weinstraße Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Südwestpfalz FrankreichVerbandsgemeinden in SÜW.svg
Über dieses Bild

(Einwohner am 31. Dezember 2013)[1]

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verbandsgemeinde *)

  1. Albersweiler (1874)
  2. Annweiler am Trifels, Stadt * (6987)
  3. Dernbach (451)
  4. Eußerthal (907)
  5. Gossersweiler-Stein (1372)
  6. Münchweiler am Klingbach (189)
  7. Ramberg (940)
  8. Rinnthal (631)
  9. Silz (777)
  10. Völkersweiler (608)
  11. Waldhambach (362)
  12. Waldrohrbach (376)
  13. Wernersberg (1100)
  1. Bad Bergzabern, Stadt * (7641)
  2. Barbelroth (601)
  3. Birkenhördt (671)
  4. Böllenborn (216)
  5. Dierbach (538)
  6. Dörrenbach (917)
  7. Gleiszellen-Gleishorbach (771)
  8. Hergersweiler (229)
  9. Kapellen-Drusweiler (973)
  10. Kapsweyer (953)
  11. Klingenmünster (2372)
  12. Niederhorbach (486)
  13. Niederotterbach (325)
  14. Oberhausen (473)
  15. Oberotterbach (1181)
  16. Oberschlettenbach (132)
  17. Pleisweiler-Oberhofen (819)
  18. Schweigen-Rechtenbach (1433)
  19. Schweighofen (579)
  20. Steinfeld (1901)
  21. Vorderweidenthal (619)
  1. Altdorf (772)
  2. Böbingen (758)
  3. Burrweiler (806)
  4. Edenkoben, Stadt * (6719)
  5. Edesheim (2281)
  6. Flemlingen (407)
  7. Freimersheim (Pfalz) (945)
  8. Gleisweiler (609)
  9. Gommersheim (1469)
  10. Großfischlingen (627)
  11. Hainfeld (814)
  12. Kirrweiler (Pfalz) (2025)
  13. Kleinfischlingen (262)
  14. Maikammer (4283)
  15. Rhodt unter Rietburg (1104)
  16. Roschbach (832)
  17. Sankt Martin (1813)
  18. Venningen (913)
  19. Weyher in der Pfalz (573)
  1. Herxheim bei Landau/Pfalz * (10.397)
  2. Herxheimweyher (536)
  3. Insheim (2060)
  4. Rohrbach (1650)
  1. Billigheim-Ingenheim (3886)
  2. Birkweiler (730)
  3. Böchingen (790)
  4. Eschbach (633)
  5. Frankweiler (880)
  6. Göcklingen (914)
  7. Heuchelheim-Klingen (897)
  8. Ilbesheim bei Landau in der Pfalz (1188)
  9. Impflingen (847)
  10. Knöringen (477)
  11. Leinsweiler (390)
  12. Ranschbach (659)
  13. Siebeldingen (1004)
  14. Walsheim (575)
  1. Bornheim (1440)
  2. Essingen (2100)
  3. Hochstadt (Pfalz) (2413)
  4. Offenbach an der Queich * (6144)

Ehrenbürger[Bearbeiten]

2011 wurde der ehemalige Landrat Gerhard Schwetje zum ersten Ehrenbürger des Kreises ernannt.[3]

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Bei der Bildung des neuen Landkreises wurde zunächst das am 1. Juli 1956 für den Landkreis Landau in der Pfalz eingeführte Unterscheidungszeichen LD zugeteilt. Dieses wurden am 12. Februar 1979 vom neuen bis heute gültigen Unterscheidungszeichen SÜW abgelöst.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Südliche Weinstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 165 (PDF)
  3. ADD-Präsident gratuliert Regierungspräsidenten a.D. Gerhard Schwetje zur Ehrenbürgerwürde des Landkreises Südl. Weinstraße, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion 18. April 2011