São Brás de Alportel

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São Brás de Alportel
Wappen Karte
Wappen von São Brás de Alportel
São Brás de Alportel (Portugal)
São Brás de Alportel
Basisdaten
Region: Algarve
Unterregion: Algarve
Distrikt: Faro
Concelho: São Brás de Alportel
Koordinaten: 37° 9′ N, 7° 53′ W37.153611111111-7.8877777777778Koordinaten: 37° 9′ N, 7° 53′ W
Einwohner: 10.693 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 153,37 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner pro km²
Kreis São Brás de Alportel
Flagge Karte
Flagge von São Brás de Alportel Position des Kreises São Brás de Alportel
Einwohner: 10.693 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 153,37 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 1
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de São Brás de Alportel
Rua Gago Coutinho, n.º1
8150-151 São Brás de Alportel
Präsident der Câmara Municipal: António Paulo Jacinto Eusébio (PS)
Webpräsenz: www.cm-sbras.pt



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São Brás de Alportel ist eine Kleinstadt (Vila) und ein Kreis (Concelho) in Portugal. Am 30. Juni 2011 hatte die Stadt 10.693 Einwohner auf einer Fläche von 153,4 km²[3].

Blick über São Brás de Alportel

Geschichte[Bearbeiten]

Abschnitt B der Römerstraße (Calçadinha Romana)

Funde belegen die Anwesenheit des Menschen seit der Altsteinzeit. Ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. lebten hier Römer. Neben Ausgrabungen von Grabstätten, einer Villa und anderer Gebäude sind auch Teile einer Römerstraße erhalten geblieben, die als Calçadinha Romana (dt. etwa: römisches Pflaster) zu besichtigen ist.[4]

Die Mauren siedelten hier mindestens ab dem 11. Jahrhundert, wie Ausgrabungen u.a. von arabischen Landgütern, und Funde von Keramik und Münzen zeigen. Im Zuge der Reconquista fiel der von den Arabern Xanbras genannte Ort 1249 an das Königreich Portugal. Über die folgende Zeit ist nicht viel über São Brás bekannt. 1518 wurde es dann Sitz einer eigenständigen Gemeinde. Im Zusammenhang mit dem Umzug des Bischofssitzes von Silves nach Faro im Jahr 1581 ließ der Bischof in São Brás einen Bischofspalast errichten (port.: Paço Episcopal).

Im 19. Jahrhundert gewann die hiesige Korkproduktion einige Bedeutung und ermöglichte eine wirtschaftliche Blüte des Ortes. São Brás galt fortan als einer der international bedeutendsten Produktionsstätten für Kork. Im Jahr 1914 wurde die bisher zu Faro gehörende Gemeinde São Brás zum Sitz eines eigenen Kreises namens Aportel. Seither trägt der Ort seinen Namen in der heutigen Form.[5][6]

Verwaltung[Bearbeiten]

Lagekarte des Kreises

Kreis[Bearbeiten]

São Brás de Alportel ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Município). Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Tavira, Olhão, Faro sowie Loulé.

Der Kreis São Brás de Alportel besteht nur aus der Gemeinde (Freguesia) São Brás.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis São Brás de Alportel (1920 – 2011)
1920 1930 1960 1981 1991 2001 2011
11 399 10 291 9 058 7 506 7 526 10 032 10 662

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten]

  • 1. Juni

Sport[Bearbeiten]

Vereinssitz und Café der União Desportiva e Recreativa Sambrasense

Die erste Herrenmannschaft der Fußballabteilung des 1970 gegründeten Vereins União Desportiva e Recreativa Sambrasense trägt ihre Heimspiele im Campo de Futebol Sousa Uva in São Brás de Alportel aus.[7] In der Saison 2013/14 spielte sie in der obersten Liga des Fußballverbands der Algarve um den Aufstieg in die unterste landesweite Spielklasse, dem Campeonato Nacional de Seniores (3.Liga).

Die Fußballabteilung des 1990 gegründeten Vereins Grupo Desportivo Cultural Machados, aus der Ortschaft Machados, nimmt am Spielbetrieb des Distriktverbandes der Algarve teil.

Vom 6.-9. September 2013 fanden in São Brás de Alportel die portugiesischen Meisterschaften (Taça de Portugal) im Downhill-Mountainbikeradrennen statt.[8]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bis heute ist die Produktion und Weiterverarbeitung von Kork ein wesentlicher Faktor. U.a. werden hier die Korken für die Moët & Chandon-Champagnerflaschen hergestellt.[9] Die Landwirtschaft stellt insgesamt den wesentlichen wirtschaftlichen Bereich im Kreis dar, insbesondere Johannisbrotbaum, Feigen, Mandeln, und Olivenbaum mit Olivenölproduktion. Auch der Erdbeerbaum zur Herstellung des Medronhos, einer traditionellen Schnapsspezialität der Region, ist zu nennen. Zur lokalen Wirtschaft tragen zudem die Kalkstein- und Brekzie-Steinbrüche im Kreis bei.

Der Fremdenverkehr hat, abseits des Massentourismus der weltbekannten Algarve-Strände, an Bedeutung gewonnen. Insbesondere als naturnaher Individualtourismus wird er hier betrieben, etwa zu den Wanderwegen der Rota da Cortiça (dt. etwa: Korkwanderroute), zur Mandelblüte, zu gastronomischen Veranstaltungen, oder als Erholungsurlaub in Einrichtungen des Turismo rural.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Nationalstraße N2 führt zur 8 km südlich liegenden Anschlussstelle Nr. 14 („Faro/Estoi“) der Autobahn A22 (auch Algarve-Autobahn genannt), und weiter zur insgesamt etwa 15 km südlich liegenden Distrikthauptstadt Faro. Dort liegt auch der nächste Eisenbahnanschluss der Linha do Algarve und der internationale Flughafen Faro.

Der Öffentliche Personennahverkehr des Kreises wird durch drei Buslinien der Stadtverwaltung sichergestellt, die von der zentralen Markthalle (Mercado Municipal) starten.[10] Dazu bieten private Buslinien regionale und überregionale Busverbindungen an.

Denkmal des Bernardo de Passos in São Brás de Alportel

Töchter und Söhne der Stadt[Bearbeiten]

Der arabische Dichter und Staatsmann Muhammad ibn Ammar (1031-1086) wurde möglicherweise in Xanbras (dem heutigen São Brás de Alportel) geboren und in Xilb (heute Silves) lediglich registriert. Auch der 1922 als Atlantiküberflieger weltbekannt gewordene Admiral und Historiker Gago Coutinho (1869-1959) wurde vermutlich hier geboren und erst in Lissabon registriert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: São Brás de Alportel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Galerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. www.monumentos.pt, abgerufen am 21. September 2013
  5. www.monumentos.pt (unter Cronologia), abgerufen am 21. September 2013
  6. www.verportugal.net, abgerufen am 21. September 2013
  7. www.fussballzz.de, abgerufen am 21. September 2013
  8. www.verportugal.net, abgerufen am 21. September 2013
  9. Lydia Hohenberger, Jürgen Strohmaier: Portugal. 2.Auflage, DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2009, S.386
  10. Die Buslinien auf der Website der Stadtverwaltung, abgerufen am 21. September 2013