Sächsische II K

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit der Gattung II K (alt) der Kgl. Sächsischen Staatseisenbahnen, für die Gattung II K (neu) siehe Sächsische I K
K.Sächs.Sts.EB. II K
II K.jpg
Nummerierung: 18, 19
Anzahl: 2
Hersteller: R. & W. Hawthorn, Newcastle
Baujahr(e): 1885
Ausmusterung: 1903, 1909
Achsformel: B'B'n4t
Spurweite: 750 mm
Länge über Kupplung: 8.948 mm
Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h
Indizierte Leistung: k.A.
Treibraddurchmesser: 813 mm
Steuerungsart: Heusinger
Zylinderanzahl: 4
Zylinderdurchmesser: 215 mm
Kolbenhub: 355 mm
Kesselüberdruck: 10 bar
Rostfläche: 2x 0,6 m²
Lokbremse: Wurfhebelbremse
Zugbremse: Heberleinbremse

Als Gattung II K bezeichneten die Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen Schmalspurdampflokomotiven der Bauart Fairlie mit der Spurweite 750 mm, die bis 1909 aus dem Betriebsdienst ausschieden. 1913 wurden aus Lokomotiven der Vorgängerbauart Gattung I K zwei Doppellokomotiven gebildet, die ebenso als Gattung II K bezeichnet wurden. In der Literatur wird darum in II K (alt) und II K (neu) unterschieden.

Geschichte[Bearbeiten]

In Sachsen wurden seit 1881 zahlreiche, teils krümmungs- und neigungsreiche Schmalspurstrecken eröffnet, deren Verkehrsaufkommen stetig zunahm. Die Leistung der zunächst eingesetzten I K reichte bald nicht mehr aus. Daher wurden 1885 von R. & W. Hawthorn aus Newcastle upon Tyne in England zwei Fairlie-Lokomotiven zu einem Stückpreis von 51.771 Mark geliefert. Beide Lokomotiven wurden in die Gattung Hth F TK eingeordnet, welche sie als Tenderlokomotiven (T) der Bauart Fairlie (F) mit 750 mm Spurweite (K) des Herstellers Hawthorn (Hth) kennzeichnete. Sie erhielten die Bahnnummern 18 bzw. 19. Ab 1896 wurde die Gattung als K II, ab 1900 als II K bezeichnet.

Die Lokomotiven bewährten sich nicht. Völlig unzumutbar waren vor allem die Bedingungen für das Lokomotivpersonal. Dem Heizer dürfte ein geradezu akrobatisches Geschick abverlangt worden sein, um beide Feuerbüchsen in seinem engen Heizerstand mit der nötigen Kohle zu bestücken. Zudem besaßen die Lokomotiven ein zu hohes Gewicht für die meisten Strecken.

Von einer weiteren Beschaffung wurde zugunsten der Gattung III K abgesehen. Die beiden Einzelgänger wurden 1903 (Nr. 18) bzw. 1909 (Nr. 19) ausgemustert.

Technische Merkmale[Bearbeiten]

Die Fahrzeuge besaßen einen Doppelkessel mit zwei Stehkesseln. Sie hatten vier Nassdampftriebwerke mit einer Heusinger-Steuerung für jedes Triebwerk. Ihre Höchstgeschwindigkeit betrug 30 km/h.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Wagner, Reiner Scheffler: II K (alt), III K und V K sowie Fremdlokomotiven auf sächsischen Schmalspurbahnen. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1996, ISBN 3-922138-60-8.
  • Manfred Weisbrod: Sachsen-Report. Band 6: Tender- und Schmalspurlokomotiven, Triebwagen und Sonderbauarten. Merker, Fürstenfeldbruck 1998, ISBN 3-89610-028-9 (Eisenbahn-Journal – Archiv 1998, 1).
  • Fritz Näbrich, Günter Meyer, Reiner Preuß: Lokomotiv-Archiv Sachsen 2. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1984.