Sächsische VIb V

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VIb V
DR-Baureihe 34.80
VIb V.jpg
Nummerierung: VIb V 161–174
DR 34 8011
Anzahl: 14
Hersteller: Sächsische Maschinenfabrik
Baujahr(e): 1889
Achsformel: 1'B n2v
Spurweite: 1.435 mm
Länge über Puffer: 15.083 mm
Dienstmasse: 367,7 kN
Reibungsmasse: 260,9 kN
Radsatzfahrmasse: 131,4 kN
Höchstgeschwindigkeit: 85 km/h
Treibraddurchmesser: 1.875 mm
Laufraddurchmesser: 1.230 mm
Steuerungsart: Allan
Zylinderanzahl: 2
ND-Zylinderdurchmesser: 650 mm
HD-Zylinderdurchmesser: 440 mm
Kolbenhub: 560 mm
Kesselüberdruck: 12 bar
Rostfläche: 1,82 m²
Verdampfungsheizfläche: 102,13 m²
Tender: sä 3T 9

Als Gattung VIb \textstyle \mathfrak{V} bezeichneten die Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen zweifach gekuppelte Schlepptender-Lokomotiven für den Schnellzugdienst. Die Deutsche Reichsbahn ordnete die Lokomotiven ab 1925 in die Baureihe 34.8 ein.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Lokomotiven der Gattung VIb V wurden ab 1889 in 14 Exemplaren von Hartmann für den Einsatz vor Schnellzügen gebaut. Ab 1922 wurden sie ausgemustert. Die Reichsbahn übernahm eine Maschine und gab ihr die Betriebsnummer 34 8011. Sie wurde 1925 ausgemustert.

Technische Merkmale[Bearbeiten]

Die Lokomotiven waren die ersten Verbundmaschinen in Sachsen. Das hinter der Laufachse liegende Zweizylinder-Verbundtriebwerk wirkte auf die letzte Achse. Die Lokomotiven hatten eine innenliegende Allan-Steuerung. Der Dampfdom war in der Mitte des Kessels über der mittleren Achse angebracht. Das Fahrwerk verfügte über eine verbesserte Nowotny-Laufachse, die aber nicht für einen befriedigenden Lauf sorgte. Die Bremsen der Bauart Schleifer wurden später auf Westinghouse-Bremsen umgebaut.


Literatur[Bearbeiten]

  •  Lothar Spielhoff: Länderbahn-Dampf-Lokomotiven. Band 1: Preußen, Mecklenburg, Oldenburg, Sachsen und Elsaß-Lothringen. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart 1990, ISBN 3-440-06145-0.