Sérgio Buarque de Holanda

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Sérgio Buarque de Holanda (* 11. Juli 1902 in São Paulo, Brasilien; † 24. April 1982 ebenda) war ein bedeutender brasilianischer Journalist, Schriftsteller und Historiker, der sich besonders in den Bereichen der Sozialwissenschaft, Sozialgeschichte und Politik hervortat. Er ist der Vater des Musikers und Autors Chico Buarque und ein Cousin von Aurélio Buarque de Holanda, dem Herausgeber des bekanntesten Wörterbuchs im portugiesischen Sprachraum, das (vergleichbar dem "Duden" im Deutschen) umgangssprachlich meist "Aurélio" genannt wird.

Tätigkeiten[Bearbeiten]

Neben seiner Arbeit als Journalist bei Zeitungen wie z.B. O Progresso (Cachoeiro de Itapemirim) oder Jornal do Brasil (Rio de Janeiro) unterrichtete de Holanda auch an Universitäten in Brasilien (z.B. an der Faculdade de Filosofia, Letras e Ciências Humanas in São Paulo) als auch an amerikanischen und europäischen. Zudem war er Direktor der Divisão de Consulta da Biblioteca Nacional do Rio de Janeiro (Rio de Janeiro) und Präsident der Seção do Distrito Federal da Associação Brasileira de Escritores. 1957 wurde de Holanda, neben vielen weiteren Auszeichnungen, mit dem Prêmio Jabuti de Literatura ausgezeichnet, dem wichtigsten brasilianischen Literaturpreis.

Wichtige Werke[Bearbeiten]

  • Raízes do Brasil (1936)
    • deutsch: Die Wurzeln Brasiliens, Essay; mit einem Nachwort von Sérgio Costa. Suhrkamp, Berlin 2013, ISBN 978-3-518-12670-7.
  • Cobra de Vidro (1944)
  • Caminhos e Fronteiras (1957)
  • Visão do Paraíso (1959)

Raízes do Brasil gilt als seine weltweit bekannteste Arbeit und ist gleichzeitig auch eine der wichtigsten brasilianischen Abhandlungen über die Sozialgeschichte des Landes.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gesine und Joachim Kunst: Brasilien Licht und Schatten. Weishaupt Verlag, Gnas 2003, ISBN 3-7059-0172-9.
  • Sérgio Buarque de Holanda: Raízes do Brasil. Companhia das Letras, São Paulo 2007, ISBN 8571645124.

Weblinks[Bearbeiten]