Sérgio da Silva Pinto

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Sérgio Pinto

Sérgio da Silva Pinto (2014)

Spielerinformationen
Voller Name Sérgio Ricardo da Silva Pinto
Geburtstag 16. Oktober 1980
Geburtsort Vila Nova de GaiaPortugal
Größe 176 cm
Position zentrales Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1989–1993
1993–1995
1995–1999
FC Porto
TuS Haltern
FC Schalke 04
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1999–2005
1999–2005
2004–2005
2005–2007
2007–2013
2013–2014
2014–
FC Schalke 04
FC Schalke 04 Amateure
Alemannia Aachen (Leihe)
Alemannia Aachen
Hannover 96
Levante UD
Fortuna Düsseldorf
23 0(0)
110 (42)
27 (4)
60 (6)
160 (19)
18 0(0)
5 0(1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 19. September 2014

Sérgio Ricardo da Silva Pinto (* 16. Oktober 1980 in Vila Nova de Gaia), auch bekannt als Sérgio Pinto[1], ist ein deutsch-portugiesischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten]

Da Silva Pinto ist in Portugal in Vila Nova de Gaia geboren und verbrachte seine Kindheit und frühe Jugend dort. In seinem Geburtsland spielte er in der Jugendmannschaft des FC Porto. Als er zwölf Jahre alt war, wanderte er mit seinen Eltern aus Portugal aus und siedelte nach Haltern am See über. Kurze Zeit später erhielt er ein Angebot vom FC Schalke 04, jedoch zog er es aufgrund der Entfernung zwischen Haltern und Gelsenkirchen und wegen der Sprachprobleme vor, vorerst beim TuS Haltern zu spielen.[2] 1995 wechselte er schließlich in die B-Jugend-Mannschaft der Schalker.

Profi[Bearbeiten]

FC Schalke 04[Bearbeiten]

Nach vier Jahren in den Jugendmannschaften des FC Schalke 04 schaffte da Silva Pinto 1999 den Sprung in die Profimannschaft und absolvierte dort bis 2004 23 Bundesligaspiele für Schalke und vier Spiele im UEFA-Pokal.

Alemannia Aachen[Bearbeiten]

Vor der Saison 2004/05 wechselte da Silva Pinto auf Leihbasis zu Alemannia Aachen in die 2. Bundesliga.[3] Da Silva Pinto gab als Saisonziel den Aufstieg in die erste Fußball-Bundesliga aus.[4] Zu seinem Einstand für die Alemannia kam er am 13. August 2004 beim 1:1-Unentschieden am ersten Spieltag der 2. Bundesliga 2004/05 gegen LR Ahlen in der Anfangself. Er vergab einen Strafstoß und wurde nach 60 Minuten durch Florian Bruns ersetzt.[5] Der Flügelspieler kam in seiner ersten Spielzeit zu 27 Partien und erzielte vier Tore. Zudem absolvierte er für Aachen sieben Spiele und gab zwei Vorlagen im UEFA-Pokal, für den man sich durch den DFB-Pokalfinal-Einzug 2004 qualifiziert hatte. Dort erreichte er mit der Mannschaft das Sechzehntelfinale, in dem man gegen AZ Alkmaar ausschied. Im Mai 2005 erhielt da Silva Pinto bei Alemannia Aachen eine Festanstellung, als der Leihvertrag und der Vertrag bei Schalke 04 aufgelöst wurden, um bei den Aachenern einen Kontrakt bis 2007 zu erhalten.[6]

In der Saison 2005/06 stieg er mit Aachen in die Bundesliga auf. In der Aufstiegssaison erzielte er mit einem Fernschuss das Tor des Monats im November 2005 der ARD-Sportschau gegen den SC Paderborn 07.

Hannover 96[Bearbeiten]

Im Sommer 2007 wechselte da Pinto mit einem Dreijahresvertrag zu Hannover 96. Hier spielte er zunächst auf der rechten Außenbahn und wechselnden Positionen und stand durch schwankende Leistungen und gelegentliche Unsportlichkeiten in der Kritik. In der Rückrunde 2007/08 drohte ihm nach zwei kurz aufeinander folgenden Roten Karten der Rauswurf, vereinsintern wurde eine Strafe verhängt.

In den folgenden Jahren blieben Platzverweise aus, die Leistungskurve stieg ebenso wie seine Bedeutung für das Team. Im Abstiegskampf der Saison 2009/10 spielte er wochenlang trotz eines gerissenen Außenbandes im Knie und trug so als Führungsspieler zum Klassenerhalt bei. Am Ende der Saison 2009/10 wurde der auslaufende Vertrag um weitere drei Jahre verlängert.[7]

In der Saison 2010/11 wurde Hannover 96 mit Pinto überraschend Vierter, was zur Teilnahme an der Europa League berechtigte. Hier setzte sich 96 gegen den favorisierten FC Sevilla durch und schied erst im Viertelfinale gegen späteren Cupgewinner Atlético Madrid aus. In der Bundesliga erreichte 96 Platz 7, der zur erneuten Teilnahme an der Qualifikation zur Europa League berechtigte. Zu Beginn der Saison 2012/13 leitete da Silva Pinto in der ersten Runde des DFB-Pokals mit zwei Toren den Sieg über den FC Nöttingen ein. Mit Ablauf der Saison 2012/13 erhielt Pinto keinen neuen Vertrag und verließ den Verein.

Levante UD[Bearbeiten]

Im Juli 2013 verpflichtete der spanische Club Levante UD aus Valencia Pinto.[8] Der Mittelfeldspieler erhielt einen Zweijahresvertrag bei dem Verein, gegen den er im Vorjahr in der Europa League gespielt hatte. Sein Pflichtspiel-Debüt in der Primera División gab er am 15. August 2013 bei der 0:7-Auswärts-Niederlage beim FC Barcelona.

Fortuna Düsseldorf[Bearbeiten]

Im Juni 2014 verpflichtete Fortuna Düsseldorf Pinto zur Saison 2014/15. Der Mittelfeldspieler erhielt einen Zweijahresvertrag.[9]

Sonstiges[Bearbeiten]

Aufgrund seines Einsatzes, überragender Technik, bissiger Spielweise und nicht zuletzt wegen seiner Interviews (z. B. „Wolfsburg ist keine Stadt[10]) zählte er zu den Publikumslieblingen in Hannover. Da Silva Pinto selbst führte seine Leistungssteigerung nicht zuletzt auf den Trainer Mirko Slomka zurück, der ihn ins zentrale defensive Mittelfeld stellte, aber große Offensivfreiheiten einräumte und durch großes Vertrauen stärkte.[11]

Seine Leistung fand auch außerhalb Hannovers Beachtung. „Pinto ist ein sehr bissiger und teilweise ungemein kreativer wie listiger Spieler, der viele Kniffe und Tricks im Fußball perfektioniert hat. Kleine Provokationen, schöne Pässe und spektakuläre Tacklings gehören ebenso zu seinem Repertoire wie versteckte oder taktische Fouls, was ihn […] zu einer starken Besetzung im defensiven Mittelfeld macht.“[12]

Im Juli 2012 wurde da Silva Pinto in den Mannschaftsrat von Hannover 96 gewählt. Im Juli 2014 wurde er von Oliver Reck in den Mannschaftsrat von Fortuna Düsseldorf berufen.[13]

Privates[Bearbeiten]

Pinto ist verheiratet mit Alexandra und hat zwei Kinder, Aurora-Milla und Soleá-Vida.[14] Sein Lebensmittelpunkt liegt in Aachen.[15]

Titel / Erfolge[Bearbeiten]

  • Vize-Meister 2001 (mit dem FC Schalke 04)
  • DFB-Pokalsieger 2001 (mit dem FC Schalke 04)
  • DFB-Pokalsieger 2002 (mit dem FC Schalke 04)
  • Aufstieg in die Bundesliga 2006 mit Alemannia Aachen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bis einschließlich der Saison 2011/12 lief der Spieler mit dem Namen „Pinto“ auf seinem Trikot auf, ehe er die Aufschrift auf eigenen Wunsch in seinen vollständigen Familiennamen „da Silva Pinto“ ändern ließ; vgl. bild.de: Der neue Pinto. Hochzeit, Brille und anderer Name auf dem Trikot (abgerufen am 25. Juli 2012)
  2. Benjamin Jansen: Sergio Pinto: Ein „Bad Boy“ auf Schmusekurs. Aachener Zeitung, 1. Oktober 2010, abgerufen am 20. September 2013.
  3. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): Alemannia leiht Schalkes Pinto. In: kicker online. 12. Mai 2004, abgerufen am 18. Juni 2014.
  4. Achim Kaiser: Chef Meijer sieht Nutzen in der Kapitänsbinde. In: kicker online. Olympia Verlag GmbH, 2. August 2004, abgerufen am 18. Juni 2014.
  5. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): Meier rettet Punkt für LR. In: kicker online. 13. August 2004, abgerufen am 18. Juni 2014.
  6. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): Die Alemannia bindet Sergio Pinto. In: kicker online. 15. Mai 2005, abgerufen am 18. Juni 2014.
  7. Pinto verlängert bis 2013
  8. Principio de acuerdo entre el Levante y Sergio Da Silva Pinto
  9. Sergio Pinto wird Fortune
  10. Pressekonferenz Hannover 96
  11. Sergio Pinto - Slomkas kleiner Giftzwerg. Abgerufen am 17. März 2012
  12. Analyse auf Spielverlagerung.de, abgerufen am 2. April 2012
  13. Volker Geißler: Mannschaftsrat hat gewählt: Adam Bodzek ist neuer Fortuna-Kapitän. Artikel vom 14. Juli 2014 im Portal express.de, abgerufen am 19. Juli 2014
  14. Im Gespräch mit Sergio Pinto auf Wochenblätter.de
  15. Fix: Fortuna schnappt sich „Schlachtross“ Pinto. Artikel vom 9. Juni 2014 im Portal kicker.de, abgerufen am 19. Juli 2014