Söhlde
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Hildesheim | |
| Höhe: | 94 m ü. NN | |
| Fläche: | 57,09 km² | |
| Einwohner: |
7855 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 138 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 31185 | |
| Vorwahlen: | 05129 und 05123 (Nettlingen und Bettrum) | |
| Kfz-Kennzeichen: | HI, ALF | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 54 032 | |
| Gemeindegliederung: | 9 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bürgermeister-Burgdorf-Str. 31185 Söhlde |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Reiner Bender (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Söhlde im Landkreis Hildesheim | ||
Söhlde ist eine Gemeinde im äußersten Nordosten des Landkreises Hildesheim, sie grenzt an den Landkreis Peine, Wolfenbüttel und an die Stadt Salzgitter. Der Verwaltungssitz liegt im Ortsteil Söhlde, der mit Gebietsreform 1974 auch Namensgeber für die neue Gemeinde wurde. Mit rund 8.200 Einwohnern zählt Söhlde zum Durchschnitt im Vergleich zu den anderen Gemeindegrößen im Landkreis.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Topografisch liegt die Gemeinde Söhlde in der Hildesheimer Börde am Übergang des Harzvorlandes zur Norddeutschen Tiefebene. Das Gemeindegebiet wird von den Bundesstraßen B 1 und B 444 sowie der Bahnstrecke Hildesheim–Braunschweig (Bahnhof Hoheneggelsen) durchquert.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die Gemeinde Söhlde besteht aus den Ortschaften:
- Bettrum
- Feldbergen
- Groß Himstedt
- Hoheneggelsen
- Klein Himstedt
- Mölme
- Nettlingen
- Söhlde (Gemeindesitz)
- Steinbrück
Geschichte [Bearbeiten]
Mit 14 Wind- und Bockmühlen war Söhlde das mühlenreichste Dorf Europas. Heute ist Söhlde vor allem durch den Kreideabbau geprägt. Das Abbaugebiet zählt zu den größten Kreideförderungen der Welt.
Am 12. August 1944 forderte der Abwurf von Sprengbomben über Söhlde neun Todesopfer, ein Wohnhaus wurde zerstört. Am 22. Oktober 1944 wurde der Ortsteil Hoheneggelsen mittags von Spreng- und Brandbomben getroffen, die ins Dorf, auf den Sportplatz und in die Feldmark fielen. Fünf Menschen kamen ums Leben.
In der Nähe der Ortschaft Hoheneggelsen liegt eine stillgelegte Sonderdeponie des Landes Niedersachsen.
Die heutige Gemeinde Söhlde wurde bei der Gebietsreform, die am 1. März 1974 in Kraft trat, durch den Zusammenschluss der Altgemeinde Söhlde mit den Gemeinden Bettrum, Feldbergen, Groß Himstedt, Hoheneggelsen, Klein Himstedt, Mölme, Nettlingen und Steinbrück neu gebildet.[2] Wegen der Unzufriedenheit mit der Namensgebung, vor allem im Ortsteil Hoheneggelsen, wurde die Gemeinde mit Wirkung vom 1. Mai 1981 durch ein niedersächsisches auch als "Reformkorrekturgesetz" bezeichnetes Gesetz in Hoheneggelsen umbenannt.[3] Durch Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Januar 1982 wurde diese Umbenennung jedoch als ein unzulässiger Eingriff in das Namensrecht der Gemeinde für nichtig erklärt, und am 7. April 1982 erfolgte die erneute Umbenennung zurück zu Söhlde.[4][5]
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister und Gemeinderat [Bearbeiten]
Bürgermeister der Gemeinde ist Reiner Bender (SPD)
Dem Gemeinderat von Söhlde gehören neben dem Bürgermeister (SPD) 20 gewählte Mitglieder an.
Stand: Kommunalwahl vom 11. September 2011.[8]
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaftlich ist die Gemeinde von der Landwirtschaft geprägt, die Lage in der Hildesheimer Börde mit ihren fruchtbaren Böden ist ausschlaggebender Faktor hierfür. Große Arbeitgeber gibt es in der Gemeinde nicht und somit ist es eine Auspendler-Gemeinde. Die Gemeinde Söhlde versteht sich als Wohnstandort[9]; die Anbindung an die kleineren Städte Salzgitter und Peine und die größeren wie Hildesheim, Braunschweig und Hannover über die B1, B 444, mehrere Buslinien und die Bahnstrecke Hildesheim–Braunschweig ist somit sehr wichtig.
Verkehr [Bearbeiten]
Die Bundesstraßen 1 und 444 stellen die Anbindung sowohl in Nord-Süd Richtung, als auch in West-Ost Richtung her. Regionale Buslinien ergänzen die innerörtliche Erschließung und die Verbindung mit den Nachbarorten. Die Bahnstrecke Hildesheim–Braunschweig, hat ihren Bahnhof in Bahnhof Hoheneggelsen, der dem Ort Söhlde etwa 1 km in Richtung Groß Himstedt vorgelagert ist.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen der Gemeinde Söhlde zeigt die Kehrwieder-Kirche in Steinbrück (einstöckiger Rest eines Rundturmes mit Kegeldach und Laterne) in Silber auf Rot. Die Ortschaften haben eigene Wappen, so z.B. Söhlde (Ortschaft) drei silberne Bockwindmühlen auf Rot, Hoheneggelsen roter Doppeladler auf Gold. Abbildungen auf der Gemeinde-Homepage unter „Ortschaften“.
Religion [Bearbeiten]
Die katholische Pfarrgemeinde wurde am 1. Februar 1653 gegründet. Sie gehört zum Dekanat Braunschweig. Die Kirche der Gemeinde, Mariä Himmelfahrt, steht in Steinbrück und wurde 1786 erbaut.
Zum 1. November 2006 wurde das Dekanat Peine im Bistum Hildesheim aufgelöst. Die diesem Dekanat zugeordneten Pfarrgemeinden, zu denen Steinbrück gehörte, wurden dem Dekanat Braunschweig eingegliedert.
Die katholische Kirche in Söhlde befindet sich jedoch in einer Diaspora-Situation, denn nur etwa 15 % sind dieser Konfession zugehörig. Die Mehrzahl der Bürger gehört der evangelisch-lutherischen Glaubensrichtung an. Die Reformation in der Gemeinde Söhlde wurde 1543 durch den Schmalkaldischen Bund eingeführt.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Wilhelm Evers (1906-1983), deutscher Geograph und Hochschullehrer.
- Gottfried Freiherr von Cramm (1909–1976), deutscher Tennisspieler.
- Heinrich Dammann (1924-2013), deutscher Unternehmer und Kommunalpolitiker
- Gerhard Hoyermann (1835–1911), Apotheker in Hoheneggelsen, Erfinder des Düngemittels Thomasmehl, Unternehmer, Mitglied des Preußischen Landtags 1883–1903 und 1907–1911 für die Nationalliberale Partei
- Otto Ohlendorf (1907–1951, hingerichtet), SS-Gruppenführer, Amtschef (SD-Inland) im Reichssicherheitshauptamt.
- Hermann Warmbold (1876–1976), Landwirt, Agrarwissenschaftler, Manager und Politiker, Reichswirtschaftsminister.
- Friedrich Deike (1931-2010), deutscher Politiker (SPD).
Literatur [Bearbeiten]
- Hildesheimer und Kalenberger Börde. Natur und Landschaft im Landkreis Hildesheim. Mitteilungen der Paul-Feindt-Stiftung, Band 5: Hildesheim 2005, ISBN 3-8067-8547-3.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 209.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 219.
- ↑ Urteilstext
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 813.
- ↑ Wahlergebnis Kreiswahl 2006 - LK HI. endgültig. Webseite des Landkreis Hildesheim. Abgerufen am 18. März 2012.
- ↑ Wahlergebnis Kreiswahl 2011 - LK HI. endgültig. Webseite des Landkreis Hildesheim. Abgerufen am 18. März 2012.
- ↑ Bekanntmachung des Wahlergebnisses. Webseite der Gemeinde Söhlde. Abgerufen am 18. März 2012.
- ↑ Informationsbroschüre der Gemeinde Söhlde - Grußwort des Bürgermeisters.. Webseite der Gemeinde Söhlde. Abgerufen am 15. März 2012.
Weblinks [Bearbeiten]
- Gemeinde Söhlde
- Evangelische Jugend Kirchenregion Söhlde
- Jugendscheune Heinrich Dammann
- St. Martins Kirchengemeinden
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