Söhlde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Söhlde
Söhlde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Söhlde hervorgehoben
52.18923611111110.23221111111194Koordinaten: 52° 11′ N, 10° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hildesheim
Höhe: 94 m ü. NHN
Fläche: 57,09 km²
Einwohner: 7823 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31185
Vorwahlen: 05129 und 05123 (Nettlingen und Bettrum)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HI, ALF
Gemeindeschlüssel: 03 2 54 032
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bürgermeister-Burgdorf-Str.
31185 Söhlde
Webpräsenz: www.soehlde.de
Bürgermeister: Reiner Bender (SPD)
Lage der Gemeinde Söhlde im Landkreis Hildesheim
Landkreis Hildesheim Niedersachsen Landkreis Holzminden Landkreis Northeim Landkreis Goslar Landkreis Wolfenbüttel Salzgitter Landkreis Hameln-Pyrmont Region Hannover Landkreis Peine Landwehr Winzenburg Everode Freden (Leine) Lamspringe Coppengrave Harbarnsen Sehlem Sehlem Neuhof Woltershausen Adenstedt Bockenem Alfeld (Leine) Duingen Sarstedt Algermissen Harsum Giesen Nordstemmen Hildesheim Elze Betheln Gronau Gronau Eime Diekholzen Despetal Diekholzen Schellerten Schellerten Söhlde Bad Salzdetfurth Holle Weenzen Marienhagen Hoyershausen Banteln Rheden Brüggen Eberholzen Sibbesse Westfeld AlmstedtKarte
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Söhlde ist eine Gemeinde im äußersten Nordosten des Landkreises Hildesheim; sie grenzt an die Landkreise Peine und Wolfenbüttel sowie an die Stadt Salzgitter. Der Verwaltungssitz liegt im Ortsteil Söhlde, der mit der Gebietsreform von 1974 auch Namensgeber für die neue Gemeinde wurde. Mit knapp 8.000 Einwohnern zählt Söhlde zum Durchschnitt im Vergleich mit den anderen Gemeindegrößen im Landkreis.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Topografisch liegt die Gemeinde Söhlde in der Hildesheimer Börde am Übergang des Harzvorlandes zur Norddeutschen Tiefebene. Das Gemeindegebiet wird von den Bundesstraßen B 1 und B 444 sowie der Bahnstrecke Hildesheim–Braunschweig (Bahnhof Hoheneggelsen) durchquert.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Söhlde besteht aus den Ortschaften:

  1. Bettrum
  2. Feldbergen
  3. Groß Himstedt
  4. Hoheneggelsen
  5. Klein Himstedt
  6. Mölme
  7. Nettlingen
  8. Söhlde (Gemeindesitz)
  9. Steinbrück

Geschichte[Bearbeiten]

Patentmühle, heute das Standesamt

Mit 14 Wind- und Bockmühlen war die Ortschaft Söhlde das mühlenreichste Dorf Europas. Heute ist das Dorf vor allem durch den Kreideabbau geprägt. Das Abbaugebiet zählt zu den größten Kreideförderungen der Welt.

Am 12. August 1944 forderte der Abwurf von Sprengbomben über der Ortschaft Söhlde neun Todesopfer, ein Wohnhaus wurde zerstört. Am 22. Oktober 1944 wurde die Ortschaft Hoheneggelsen mittags von Spreng- und Brandbomben getroffen, die ins Dorf, auf den Sportplatz und in die Feldmark fielen. Fünf Menschen kamen ums Leben.

In der Nähe der Ortschaft Hoheneggelsen liegt eine stillgelegte Sonderdeponie des Landes Niedersachsen.

Die heutige Gemeinde Söhlde wurde bei der Gebietsreform, die am 1. März 1974 in Kraft trat, durch den Zusammenschluss der Altgemeinde Söhlde mit den Gemeinden Bettrum, Feldbergen, Groß Himstedt, Hoheneggelsen, Klein Himstedt, Mölme, Nettlingen und Steinbrück neu gebildet.[2] Wegen der Unzufriedenheit mit der Namensgebung, vor allem im Ortsteil Hoheneggelsen, wurde die Gemeinde mit Wirkung vom 1. Mai 1981 durch ein niedersächsisches auch als "Reformkorrekturgesetz" bezeichnetes Gesetz in Hoheneggelsen umbenannt.[3] Durch Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Januar 1982 wurde diese Umbenennung jedoch als ein unzulässiger Eingriff in das Namensrecht der Gemeinde für nichtig erklärt, und am 7. April 1982 erfolgte die erneute Umbenennung zurück zu Söhlde.[4][5]

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2011[6][7]
Wahlbeteiligung: 57,58 % (-0,72 Pp.)
 %
50
40
30
20
10
0
49,0 %
33,4 %
7,4 %
7,2 %
1,8 %
1,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-2,3 %p
-3,1 %p
+3,3 %p
+2,3 %p
+1,8 %p
-2,1 %p

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Reiner Bender (SPD)

Dem Gemeinderat von Söhlde gehören neben dem Bürgermeister (SPD) 20 gewählte Mitglieder an.

  • CDU – 8 Sitze
  • SPD – 10 Sitze
  • Grüne - 1 Sitz
  • UWG – 1 Sitz

Stand: Kommunalwahl vom 11. September 2011.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftlich ist die Gemeinde von der Landwirtschaft geprägt, die Lage in der Hildesheimer Börde mit ihren fruchtbaren Böden ist ausschlaggebender Faktor hierfür. Große Arbeitgeber gibt es in der Gemeinde nicht und somit ist es eine Auspendler-Gemeinde. Die Gemeinde Söhlde versteht sich als Wohnstandort[9]; die Anbindung an die kleineren Städte Salzgitter und Peine und die größeren wie Hildesheim, Braunschweig und Hannover über die B1, B 444, mehrere Buslinien und die Bahnstrecke Hildesheim–Braunschweig ist somit sehr wichtig.

In der Ortschaft Hoheneggelsen liegt der Sitz der Volksbank Hildesheimer Börde, die über 17 Filialen (3 in Gemeinde Söhlde) in Landkreis Hildesheim und Umgebung verfügt.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesstraßen 1 und 444 stellen die Anbindung sowohl in Nord-Süd Richtung, als auch in West-Ost Richtung her. Regionale Buslinien ergänzen die innerörtliche Erschließung und die Verbindung mit den Nachbarorten. Die Bahnstrecke Hildesheim–Braunschweig, hat ihren Bahnhof in Bahnhof Hoheneggelsen, der dem Ort Söhlde etwa 1 km in Richtung Groß Himstedt vorgelagert ist.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen des Orts Söhlde

Das Wappen der Gemeinde Söhlde zeigt die Kehrwieder-Kirche in Steinbrück (einstöckiger Rest eines Rundturmes mit Kegeldach und Laterne) in Silber auf Rot. Die Ortschaften haben eigene Wappen, so z.B. Söhlde (Ortschaft) drei silberne Bockwindmühlen auf Rot, Hoheneggelsen roter Doppeladler auf Gold. Abbildungen auf der Gemeinde-Homepage unter „Ortschaften“.

Religion[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrgemeinde wurde am 1. Februar 1653 gegründet. Sie gehört zum Dekanat Braunschweig. Die Kirche der Gemeinde, Mariä Himmelfahrt, steht in Steinbrück und wurde 1786 erbaut.

Zum 1. November 2006 wurde das Dekanat Peine im Bistum Hildesheim aufgelöst. Die diesem Dekanat zugeordneten Pfarrgemeinden, zu denen Steinbrück gehörte, wurden dem Dekanat Braunschweig eingegliedert.

Die katholische Kirche in Söhlde befindet sich jedoch in einer Diaspora-Situation, denn nur etwa 15 % sind dieser Konfession zugehörig. Die Mehrzahl der Bürger gehört der evangelisch-lutherischen Glaubensrichtung an. Die Reformation in der Gemeinde Söhlde wurde 1543 durch den Schmalkaldischen Bund eingeführt. Die sechs evangelischen Kirchengemeinden haben sich zum Kirchengemeindeverband Söhlde zusammengeschlossen. Gemeinsame Arbeitsschwerpunkte bilden hierbei die Arbeit mit Kindern, Konfirmanden und Jugendlichen, Besuchsdienstkreis, regionale Gottesdienste. Zur evangelisch-lutherischen Kirchenregion Söhlde gehören insgesamt zehn Kirchen. Erwähnenswert ist die im Jugendstil vermalte St. Martinskirche in Bettrum, die Wehrkirche in Hoheneggelsen mit Kolumbarium und die St.-Marien-Kirche in Nettlingen mit einem modern gestalteten Wandfries. Zentraler Treffpunkt für die Jugendarbeit ist die Jugendscheune Heinrich Dammann in Bettrum, die mit Spendengeldern der Dammann Stiftung und der EU von der Pfarrscheune zur Jugendscheune um- und ausgebaut wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hildesheimer und Kalenberger Börde. Natur und Landschaft im Landkreis Hildesheim. Mitteilungen der Paul-Feindt-Stiftung, Band 5: Hildesheim 2005, ISBN 3-8067-8547-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 209.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 219.
  4. Urteilstext
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 813.
  6. Wahlergebnis Kreiswahl 2006 - LK HI. endgültig. Webseite des Landkreis Hildesheim. Abgerufen am 18. März 2012.
  7. Wahlergebnis Kreiswahl 2011 - LK HI. endgültig. Webseite des Landkreis Hildesheim. Abgerufen am 18. März 2012.
  8. Bekanntmachung des Wahlergebnisses. Webseite der Gemeinde Söhlde. Abgerufen am 18. März 2012.
  9. Informationsbroschüre der Gemeinde Söhlde - Grußwort des Bürgermeisters.. Webseite der Gemeinde Söhlde. Abgerufen am 15. März 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Söhlde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien