Süßer die Glocken nie klingen

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Süßer die Glocken nie klingen ist ein bekanntes deutsches Weihnachtslied aus dem 19. Jahrhundert.

Den Text schrieb der deutsche Theologe und Pädagoge Friedrich Wilhelm Kritzinger (1816–1890). Die Melodie stammt von einem thüringischen Volkslied vor 1826,[1] auf die auch das volkstümliche Kunstlied Seht, wie die Sonne dort sinket (um 1847) von Karl Kummerel (1822–1857)[2] gesungen wurde. Die Melodie wurde auch in zahlreichen weiteren Varianten (u.a. Das Liebchen im Grabe) verbreitet.[3]

Das Lied schafft eine hoffnungsvolle und heilsame Stimmung. Der Glockenklang steht als Symbol für Friede, Freude und Weihnachtswonne.

Die amerikanische Band The Penguins hatte mit dieser Melodie im Jahre 1955 einen Hit unter dem Titel Earth Angel.

Liedtext[Bearbeiten]

Süßer die Glocken nie klingen, Text und Noten

Der Text ist in mehreren, leicht voneinander abweichenden Fassungen überliefert. Im Folgenden ist eine heute gebräuchliche Fassung abgedruckt:[4]

1. Süßer die Glocken nie klingen
als zu der Weihnachtszeit,
’s ist, als ob Engelein singen
wieder von Frieden und Freud’.
|: Wie sie gesungen in seliger Nacht, :|
Glocken mit heiligem Klang,
klinget die Erde entlang!

2. O, wenn die Glocken erklingen,
schnell sie das Christkindlein hört:
Tut sich vom Himmel dann schwingen
eilig hernieder zur Erd’.
|: Segnet den Vater, die Mutter, das Kind, :|
Glocken mit heiligem Klang,
klinget die Erde entlang!

3. Klinget mit lieblichem Schalle
über die Meere noch weit,
dass sich erfreuen doch alle
seliger Weihnachtszeit.
|: Alle aufjauchzen mit herrlichem Sang! :|
Glocken mit heiligem Klang,
klinget die Erde entlang!

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hildegard Meyberg (Hrsg.): Laßt uns singen in der Weihnachtszeit. Auer, Donauwörth 1985, ISBN 3-403-01602-1, S. 248.
  2. Seht wie die Sonne dort sinket bei volksliedarchiv.de
  3. Bernd Pachnicke (Hrsg.): Deutsche Volkslieder. Singstimme und Klavier. Edition Peters, Leipzig 1976, DNB 1006936580, S. 337.
  4. zitiert nach: Ingeborg Weber-Kellermann: Das Buch der Weihnachtslieder. 10 Auflage. Atlantis, Zürich 2003, ISBN 3-254-08213-3, S. 260–262.