Sulawesi Selatan

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Sulawesi Selatan
Wappen der Provinz
Basisdaten
Fläche: 55.983 km²
Einwohner: 8.032.551
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner/km²
Hauptstadt: Makassar
Gouverneur Syahrul Yasin Limpo
Lage in Indonesien
Singapur Brunei Malaysia Malaysia Philippinen Osttimor Australien Papua-Neuguinea Thailand Aceh Sumatra Utara Riau Sumatra Barat Jambi Bengkulu Sumatra Selatan Lampung Kepulauan Riau Banka-Belitung Banten Jakarta Java Barat Yogyakarta Bali Java Tengah Java Timur Nusa Tenggara Barat Nusa Tenggara Timur Maluku Utara Sulawesi Utara Maluku Papua Barat Papua Kalimantan Barat Kalimantan Tengah Kalimantan Selatan Kalimantan Timur Kalimantan Utara Sulawesi Barat Gorontalo Sulawesi Tenggara Sulawesi Selatan Sulawesi TengahSouth Sulawesi in Indonesia.svg
Über dieses Bild
Website: www.sulsel.go.id

Sulawesi Selatan (deutsch Süd-Sulawesi) ist eine indonesische Provinz auf der Insel Sulawesi. Sie umfasst die südliche Halbinsel (zwischen der Makassarstraße und dem Golf von Bone gelegen) und greift im Norden auch auf den zentralen Landesteil über. Der nordwestliche Teil wurde 2004 als Sulawesi Barat eine eigene Provinz.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Provinz wird von drei großen Völkern bewohnt, den Buginesen (oder Bugis), den Makassaren sowie den Toraja im Norden. Obwohl ihre drei Sprachen malaiischen Ursprungs sind, sind sie untereinander schwer verständlich. Die Bevölkerung bekennt sich zu etwa 85 % zum Islam orthodoxer Prägung, genannt Senteri. Vorislamische Traditionen, die auch jahrhundertelang nach der der Islamisierung im 15. Jh. eine Rolle im Alltag spielten, sind fast vollständig verschwunden und werden nur noch für Touristen gezeigt. Hauptstadt der Provinz ist Makassar, mit 1,3 Millionen Einwohnern die größte Stadt Sulawesis.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Südsulawesi teilt sich in 21 Regierungsbezirke (Kabupaten) und drei Städte (Kota).

Regierungsbezirk Regierungssitz
Bantaeng Bantaeng
Barru Barru
Bone Watampone
Bulukumba Bulukumba
Enrekang Enrekang
Gowa Sungguminasa
Jeneponto Bontosunggu
Luwu Belopa
Maros Maros
Nordluwu (Luwu Utara) Masamba
Nordtoraja (Toraja Utara) Rantepao
Ostluwu (Luwu Timur) Malili
Pangkajene und Inseln (Pangkajene dan Kepulauan) Pangkajene
Pinrang Pinrang
Salajarinseln (Kepulauan Selayar) Benteng
Sidenreng Rappang Sidenreng
Sinjai Sinjai
Soppeng Watansoppeng
Takalar Pattallassang
Tana Toraja Makale
Wajo Sengkang
Stadt
Makassar
Palopo
Pare-Pare

Geschichte[Bearbeiten]

Spätestens seit dem 14. Jahrhundert existierten in der Region eine Reihe kleinerer hinduistisch oder buddhistisch geprägter Königreiche, die ihren Reichtum vornehmlich auf den Handel gründeten, darunter Luwu, Bone und Gowa. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Region islamisiert. Makassar entwickelte sich zu einem Zentrum des Gewürzhandels und zog europäische Handelskompanien an. 1667 gründet die Niederländische Ostindien-Kompanie eine Festung und eine Handelsniederlassung in der Stadt. Die Niederländer waren zunächst nur am Handel interessiert. Erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet vollständig unterworfen und eine Kolonialverwaltung eingerichtet. Nach der japanischen Besetzung im Zweiten Weltkrieg wurde Sulawesi Selatan 1949 Teil des nun unabhängigen Indonesiens.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Angebaut werden unter anderem Reis, Kaffee und Kakao. Besondere Bedeutung hat der Fischfang, der zum Teil immer noch auf traditionelle Weise betrieben wird. Bergbau (Nickel) und Industrie spielen eine untergeordnete Rolle. Nördlich von Makassar befindet sich das Tal der Schmetterlinge – ein Nationalpark bei der Stadt Maros.

Nationalparks[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Süd-Sulawesi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Maria Blechmann-Antweiler: Ohne uns geht es nicht – Ein Jahr bei Frauen in Indonesien. LIT-Verlag, Münster u. a. 2001, ISBN 3-8258-5645-3 (Der einjährige Aufenthalt in einer indonesischen Familie in Makassar wird lebhaft beschrieben).