Süderstapel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Süderstapel
Süderstapel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Süderstapel hervorgehoben
54.3502777777789.21833333333336Koordinaten: 54° 21′ N, 9° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Kropp-Stapelholm
Höhe: 6 m ü. NHN
Fläche: 16,91 km²
Einwohner: 1003 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 25879,
25868 (Erfderdamm, Steinschleuse),
25878 (Jeppern, Krelau)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04883
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 085
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 10
24848 Kropp
Webpräsenz: www.suederstapel.de
Bürgermeister: Alexander Schmitz-Neuber (Wählergemeinschaft AfS)
Lage der Gemeinde Süderstapel im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Süderstapel (dänisch: Sønder Stabel) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Sie grenzt an die beiden Kreise Dithmarschen und Nordfriesland.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Süderstapel befindet sich am südlichsten Rand des Stapelholmer Geestrückens, der mit dem Twieberg in Norderstapel seinen höchsten Punkt hat. Süderstapel liegt an der Eider, so dass hier der Geestrücken bis zu 15 Meter über das angrenzende Eiderufer reicht. Auf dem Gemeindegebiet fließt die Alte Sorge in die Eider, die direkte Verbindung wird durch die Steinschleuse getrennt. Teile des Einzugsgebiets der Alten Sorge liegen unter dem Meeresspiegel, so dass ihr Wasser hier in die Eider geschöpft werden muss, während gleichzeitig der Fluss Eider zur Alter Sorge künstlich abgedämmt ist. Am Eiderdeich selbst befindet sich eine Wehle von 1794.

Süderstapel liegt etwa 18 km südöstlich von Husum an der Bundesstraße 202 von Rendsburg in Richtung Nordseeküste. Die Eisenbahnstrecken Schleswig-Friedrichstadt (1905) und Rendsburg-Husum führten durch den Ort wurden aber 1934 bzw. 1974 eingestellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Süderstapel um 1895

Auf Süderstapeleger Gemeindegebiet finden sich mehrere prähistorische Grabstätten, darunter ein Grabhügel auf dem Wollenberg, so dass die Region in dieser Zeit schon besiedelt gewesen sein muss. Süderstapel wurde wahrscheinlich um 1200 gegründet, da die Katharinenkirche aus dieser Zeit stammt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt jedoch aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Süderstapel war damals Gerichtsort und nachdem die Dithmarscher die Tielenburg zerstört hatten, seit 1500 auch Sitz des Stapelholmer Landvogts. Nachdem bis ins 16. Jahrhundert die Dithmarscher vom südlichen Eiderufer die größte Gefahr für den Ort dargestellt hatten, zerstörte 1885 ein Großbrand Teile des Ortszentrums.

Politik[Bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft AfS seit der Kommunalwahl 2013 vier Sitze, die Wählergemeinschaft WGS und die CDU jeweils drei Sitze und die SPD einen Sitz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein aufrechter, kurzer, oben und unten mit einem Knauf abschließender, in der Mitte sich verdickender goldener Stab, der mit seiner unteren Hälfte drei silberne Wellenfäden überdeckt.“[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, es gibt jedoch auch einige Handels- und Gewerbebetriebe. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für die Gemeinde. An der Eider befinden sich zwei Sportboothäfen mit 120 Liegeplätzen und ein Strand.

Kultur und Tourismus[Bearbeiten]

St. Katharinen

In der Liste der Kulturdenkmale in Süderstapel stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Die St. Katharinenkirche ist eine der ältesten heute noch erhaltenen Kirchen in Stapelholm. Der Chor mit der Halbrundapsis wurde vermutlich in zwei Bauphasen errichtet. Der Baubeginn wird um 1300 datiert. Später wurde der Kapelle das Kirchenschiff und der Turm hinzugefügt. Durch Angriffe der Dithmarscher wurde sie im 15. Jahrhundert mehrfach zerstört. Die letzte größere Veränderung fand nach einem Blitzeinschlag 1876 statt.

Ohlsenhaus

Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Süderstapel ist das Ohlsenhaus, ein Fachhallenhaus mit für die Gegend selten prächtigem Fachwerk zur Straße hin. Die Bauernglocke vor demselben Grundstück ist mit einem Erschaffungsdatum von 1874 relativ jung, da vorher die Glocke der Katharinenkirche diesbezügliche Aufgaben wahrnahm. Seit 2006 ist die Deele des denkmalgeschützten Hauses insbesondere zwischen Mai und September unter dem Motto Autoren-Bücher-Begegnungen Treffpunkt und Veranstaltungsort einer ambitionierten Literaturreihe Literatur im Ohlsenhaus.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Fjordgestüt Wegmann und die Gaststätte Eiderschleife in der Vogteistraße. 1821 wurde an das Apotheker- und Distriktarzthaus von 1810 die Landschreiberei, die Amtsstuben des Landvogtes, angebaut. Das Privileg von 1844 für den Apothekenbetrieb geht auf den dänischen König zurück. Im Sommer kommen viele Gäste an den Strand an der Eider.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Adolf von Tiedemann

Literatur[Bearbeiten]

  • Martin Becker und Gert Kaster: Kulturlandschaft Eider-Treene-Sorge. Wachholtz Verlag, Neumünster 2005, S. 81–83.
  • Jörg Ewersen: Stapelholmer BaukulTour – Ein Rundweg zu bedeutenden Baudenkmälern in der Landschaft Stapelholm. Amt Kropp, Stapelholm 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Süderstapel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein