Südkaukasus-Pipeline

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Die Südkaukasus-Pipeline (englisch South Caucasus Pipeline – SCP; auch Schah-Deniz-Pipeline) ist eine Erdgas-Pipeline von Baku in Aserbaidschan über Tiflis in Georgien nach Erzurum in der Türkei. Sie ist 690 Kilometer lang und pumpt Gas vom Kaspischen Meer in das türkische Gastransportsystem.

Die Südkaukasus-Pipeline führt von Baku nach Erzurum.

Geschichte[Bearbeiten]

Baubeginn der Pipeline war 2003, in Betrieb genommen wurde sie am 21. Mai 2006. Sie verläuft parallel zur Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline einen Meter unter der Erde und ist zunächst für den Transport von jährlich bis zu sieben Milliarden Kubikmeter Gas ausgelegt. Später soll die Kapazität verdoppelt werden. Die Baukosten betrugen rund eine Milliarde US-Dollar.

Das Gas stammte hauptsächlich von dem 100 Kilometer südlich von Baku gelegenen Schah-Denis-Gasfeld und anderen aserbaidschanischen Gasfeldern unter dem Kaspischen Meer.

Die Pipeline gehört einem Konsortium, der SCP Owner Group (dt. SCP-Eigentümer Gruppe). Betreiber ist das angloamerikanische Unternehmen BP.

2001 haben Aserbaidschan und das türkische Gastransportunternehmen Botas einen Vertrag geschlossen, in dem sich Botas verpflichtet, ab 2005 jährlich zwei Milliarden Kubikmeter Gas zu importieren. 2002 wurde jedoch deutlich, dass der türkische Gasverbrauch sank.

Die SCP-Eigentümer[Bearbeiten]

Anbindung[Bearbeiten]

Ausbaupläne der Pipelines. Die Südkaukasus-Pipeline ist in grün eingezeichnet (Stand: Dezember 2014)


Die Südkaukasus-Pipeline soll ab 2019 an die Transanatolische Pipeline (TANAP) angebunden werden, die Gas nach Europa transportiert. Von Griechenland aus soll das Gas über die projektierte Trans-Adria-Pipeline (TAP) Richtung Süden nach Italien weitergeleitet werden. Richtung Norden, nach Österreich, war als Verlängerung die Nabucco-Pipeline geplant. Wegen mangelnder Nachfrage und der Konkurrenz zu South Stream wurden die Planungen für Nabuccuo 2013 eingestellt. Nachdem Anfang Dezember 2014 überraschen das Projekt South Stream aufgegeben wurde, könnte die Nabucco-Pipeline allerdings doch noch realisiert werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • International Energy Agency: Caspian oil and gas: The supply potential of Central Asia and Transcaucasia. OECD, Paris 1998, ISBN 92-64-16095-7
  • Charles van der Leeuw: Oil and gas in the Caucasus & Caspian: A history. Curzon, Richmond, Surrey 2000, ISBN 0-7007-1123-6
  • John Roberts: Caspian oil and gas: How far have we come and where are we going? In: Oil, transition and security in Central Asia. RoutledgeCurzon, London [u. a.] 2003, ISBN 0-415-31090-3