Alpensüdseite (Schweiz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Südschweiz)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alpensüdseite ist in der Schweiz der Sammelbegriff für diejenigen Teile der Schweiz, die südlich des Alpenhauptkamms liegen, d. h. die Gebiete, die in Richtung Adria entwässert werden.

Die Alpensüdseite umfasst das Tessin (kleine Teile des Kantons im Gotthardmassiv und beim Lukmanierpass liegen allerdings nördlich der Wasserscheide), die Bündner Südtäler Bergell, Calancatal, Misox, Münstertal und Puschlav sowie das Gebiet südlich des Simplonpasses im Wallis.

Der Begriff Alpensüdseite wird vor allem in Wettervorhersagen verwendet, da sich die Wetterlage hier sowie im Engadin meist von derjenigen auf der Alpennordseite unterscheidet. Klima und Vegetation unterscheiden sich ebenfalls von der restlichen Schweiz: in den tiefer gelegenen Gegenden herrscht ein Mittelmeerklima und es wachsen typische Pflanzen des Mittelmeerraums.

Kulturell ist die Alpensüdseite keine Einheit. Sie ist zwar zu einem grossen Teil mit der italienischsprachigen Schweiz identisch, doch wird etwa im Val Müstair Rätoromanisch gesprochen oder im Simplongebiet Deutsch.