Südstadion

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Südstadion
Ballonfahrt Köln 20130810 182.JPG
Luftbild des Stadions von Norden
Daten
Ort Köln, Deutschland
Koordinaten 50° 55′ 3″ N, 6° 56′ 37″ O50.91756.9436111111111Koordinaten: 50° 55′ 3″ N, 6° 56′ 37″ O
Eigentümer 1979 bis 1999 Sportamt der Stadt Köln
1999 Kölner Sportstätten GmbH
Eröffnung 1979
Oberfläche Naturrasen
Kosten 7.500.000 DM
Kapazität 14.800
Spielfläche 105 x 68
Verein(e)

SC Fortuna Köln

Straßenansicht des Haupteingangs an der Westseite

Das Kölner Südstadion ist eine bis zu 15.000 Personen fassende Mehrzweckanlage im Kölner Stadtteil Zollstock und zugleich Heimspielstätte des Fußballdrittligisten SC Fortuna Köln.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Südstadion wurde am 15. Januar 1978 eröffnet. Es wurde vor allem gebaut, um den Fußballvereinen der Kölner Südstadt (SC Fortuna Köln, Arminia 09 und Union 05) eine Spielstätte zu geben, die auch für die Zweite Bundesliga geeignet sein sollte.

Die gesamte dazugehörige Bezirkssportanlage Köln-Süd, so die offizielle Bezeichnung, umfasst nicht nur das eigentliche Stadion, sondern auch einen Komplex mit Umkleiden, Krafträumen und Sporthalle sowie zwei Trainingsrasen- und zwei Trainingstennenplätze. Das Südstadion verfügt über 14.800 Plätze, davon 1.860 überdachte Sitzplätze und etwa 13.000 Stehplätze. Nach dem Neubau des Rhein-Energie-Stadions ist es Kölns größtes Stadion mit Leichtathletikanlagen, die allerdings nur selten genutzt werden.

Seit 2009 wird innerhalb der Kölner Kommunalpolitik über eine Umbenennung der Anlage in Jean-Löring-Sportpark diskutiert.[1]

Nutzer[Bearbeiten]

Seit der Eröffnung ist das Stadion die Heimspielstätte des SC Fortuna Köln, eines langjährigen Fußballzweitligisten. Ebenso trug die zweite Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen ihre Heimspiele in der Saison 2008/09 und 2009/10 im Südstadion aus, da die eigentliche Heimspielstätte, das Ulrich-Haberland-Stadion, im Zuge der Bauarbeiten an der Leverkusener Bayarena nicht bespielbar war. Vorher hatte bereits die zweite Mannschaft des 1. FC Köln (Amateure) bis 2005/06 ihre Spiele der Regional- und Oberliga im Südstadion ausgetragen, während ihre Heimspielstätte, das Franz-Kremer-Stadion, renoviert wurde. Für die Saison 2005/06 war das Südstadion die Heimat des damaligen Oberligisten PSI Yurdumspor Köln.

Die Spiele der Kölner American-Football-Bundesligamannschaften Cologne Falcons und Cologne Crocodiles fanden ebenfalls im Südstadion statt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Das Südstadion liegt fast unmittelbar an der Haltestelle Pohligstraße der Linie 12 der Stadtbahn Köln. Der nächste Regionalverkehrsbahnhof ist der etwa einen Kilometer nördlich gelegene Bahnhof Köln Süd. Mit dem Auto können aufgrund der innerstädtischen Lage je nach Anfahrtsrichtung unterschiedliche Zufahrtswege verkehrsgünstig sein.

Neubaupläne und Renovierung[Bearbeiten]

Da die Bausubstanz nach mehr als dreißig Jahren stark renovierungsbedürftig ist, plante die Stadt Köln das Südstadion mittelfristig durch einen Neubau an gleicher Stelle zu ersetzen. Die Kapazität sollte für die Ansprüche der Regionalliga ausreichen, also etwa 5.000 bis 8.000 Zuschauern Platz bieten. Die Finanzlage der Stadt ließ jedoch einen baldigen Baubeginn nicht zu. Stattdessen wurden zur Saison 2008/09 und zur Saison 2009/10 Renovierungsarbeiten durchgeführt. So wurde die Tribüne im Sommer 2008 mit Schalensitzen ausgestattet. Zudem wurde auf der Haupttribüne ein abgetrennter Gästebereich errichtet. Im Sommer 2009 folgte die Erneuerung der sanitären Anlagen sowie des Flutlichts. Das Südstadion erfüllt nunmehr wieder alle Kriterien des DFB und ein Abriss oder Neubau ist vorerst nicht mehr beabsichtigt.

Ab Mai 2012 soll das Südstadion für rund 1,5 Mio. Euro saniert und so zweitligatauglich gemacht werden.[2]

Trivia[Bearbeiten]

Für das Relegationshinspiel zwischen dem SC Fortuna Köln (Regionalliga West) und der zweiten Mannschaft des FC Bayern München (Amateure, Regionalliga Bayern) am 28. Mai 2014 war das Stadion zum ersten mal nach 31 Jahren bei einem Spiel der Fortuna wieder komplett ausverkauft.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Südstadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kölner Stadt-Anzeiger vom 26. Mai 2014, Mehrheit für Jean-Löring-Sportpark
  2. Stelmaszyk, Lukas: Kölner Sportstätten GmbH steckt Millionen in Umbauten, URL: http://www.sponsors.de, 14. März 2012, abgerufen am 14. März 2012